Projekt habe nicht in die Schiene von Office und Windows gepasst - Gates "reagierte allergisch"
Als Microsofts Courier-Tablet Ende 2009 in Form eines durchgesickerten Werbevideos das Tageslicht erblickte, sorgte das digitale Notizbuch mit Dual-Touchscreen für Aufsehen. Noch vor der iPad-Vorstellung schien der Softwarekonzern seine ganz eigene, farbenfrohe Vision des "Post-PCs" zu haben. Wenige Monate später wurde das Projekt begraben und eine Reihe führender Manager - darunter auch Xbox-Erfinder J Allard - verließen das Unternehmen.
Windows im Weg
Wie es dazu kam, hat nun das Branchenmagazin Cnet aufgearbeitet. Interviews mit 18 ehemaligen Microsoft-Managern legen interne Querelen und Rivalitäten offen. In der Hochzeit der Entwicklung sollen bis zu 130 Mitarbeiter eingespannt gewesen sein, mehrere Prototypen seien gefertigt worden. Tatsächlich sei man "nur Monate" vor der Fertigstellung gewesen. Doch so modern und innovativ "Courier" auch war, so wirkte dem Projekt starke Konkurrenz in Form von Microsofts Kernprodukt Windows entgegen. Denn bei der Software handelte es sich um eine stark abgeänderte Version des Betriebssystems, womit sie Windows-Chef Steven Sinofsky rasch ein Dorn im Auge wurde.
Nicht konform
Ebenso fehlte die Absegnung von Microsofts Führungsspitze. Anfang 2010 sollen J Allard, Robbie Bach und zwei weitere Team-Kollegen sich zur Projektbesprechung mit Bill Gates und Steve Ballmer getroffen haben. Dabei wurde deutlich, dass J Allards und Bachs Vorstellungen sich stark von Gates Erwartungen differenzierten. Courier sei in erster Linie zur Erstellung von Inhalten konzipiert worden - als Brücke zwischen Smartphone und PC. Als klar wurde, das Funktionen wie Email nicht im Fokus standen (dafür gebe es PCs und Smartphones), habe Gates "allergisch reagiert". Dem Report nach war es der Anfang vom Ende. Wochen danach wurde das Courier-Projekt begraben, "weil es sich nicht in die in Spur von Windows und Office einreihte". (zw)
Wenn das Ding nicht allzu teuer rausgekommen wär/rauskommen würde, stell ich mir das prima für den Schulgebrauch vor. Vielleicht überseh ich da etwas, aber ich würds mir kaufen, im Gegensatz zum iPad könnte man damit auch was im Unterricht anfangen.
Mich hat das Courier auch von Anfang an interessiert - doch wie schon manche hier meinten, vielleicht war die Software nicht für die Zukunft gerüstet - Windows 8 wird hier dann sicher großartiges leisten, wenn sie alles richtig machen und das positive am Win7 weiterhin aufrgeifen. Ich bin gespannt, was Win8 alles bringen wird ;-)
euch möcht ich echt nicht als Geschworene in einem Gerichtsverfahren haben. Ihr seid mit Vorverurteilungen schneller als John Wayne mit dem Revolver.
Schon mal überlegt, dass die Software des Courier vielleicht nicht ausgereift war. Im Demo sieht man drei Anwendungen (einen Browser, einen Kalender und ein Notizbuch). Was ist mit all den anderen "Apps" die man für ein Tablet braucht. Vielleicht war das OS für dieses Gerät einfach nicht darauf ausgelegt hier andere Applikationen zu bedienen. Dann hätten sie ein elektronisches Notizbuch gehabt, mehr auch nicht. und die anderen Tabletten währen ihnen um die Ohren gefahren...
Hätte das Ding gerne gehabt. Aber nur mit einem guten OS dahinter...
das war ein konzeptvideo zu einem neuen gerät, welches so noch nedamal existiert hat. das ganze os und so, das war sowieso alles nur ein beispiel, wies aussehen könnte. und wenns erfolgreich geworden wär,d ann hätten sie das system auch entsprechend aufgezogen. schau dir an was iOS in v1 gekonnt hat und wie es seither weiterentwickelt worden ist. das Konzept ist, was zählt und das war bei dem gerät wohl eines der frischesten und interessantesten, welches ich je von Microsoft gesehen hatte. Ich bin an sich ganz und gar kein microsoft-user, aber bei dem teil wäre sogar ich schwach geworden. ich denke aber auch, dass ein Grund der Preis war, da es vermutlich teurer als iPad & co hätte verkauft werden müssen.
es war eigentlich nur eine designstudie - recht viel war da sicher nicht auch nur annähernd "fertig".
btw: die anderen tabletten fahren ihnen um die ohren. auch ohne courier.
;-)
softwarelösungen zu finden sind bei solchen geräten das geringste problem wenn man von so einem grundsoliden konzept ausgeht.
es ist kein naturgesetzt dass das courier nur ein reines notitzbuch hätte sein dürfen.
die ganzen bisherigen features hätte eine eigene app sein können. konzepte sind da um angepasst zu werden. wer wirklich gute ideen nicht konsequent weiterverfolgt wird scheitern, denn im leben hat man nicht wirklich viele gute.
ich sehe eher, dass es 2009 einfach zu früh gewesen wäre dieses produkt für einen akzeptablen preis zu produzieren. dazu kamen noch firmeninterne streiterein. somit absolut failwürdig.
sehe ich auch so: wie gross ist denn der markt 'kreatives arbeiten mit einem elektronischen notizbuch'? noch dazu wäre das teil wahrscheinlich sehr teuer gewesen. ein preiswertes ipad zum surfen, emailen/facebooken und spielen, das 'deppensicher' zu bedienen ist, hat im vergleich dazu einfach einen viel grösseren markt...
seids doch bisserl (nur bisserl) kreativ. als ob das teil aussschliesslich die hardcore digitalkünstler ansprechen würde. mal kurz drüber nachdenken, ob sowas nicht auch sonst in vieler hinsicht vorteile bringen könnte.
Der Preis machts.
Wenn das Ding zu komplex, aufwendig und teuer ist, kaufen es auch nur ein paar Nerds.
Beispiel Kinect: Was da an Software gemacht wird ist erstaunlich. Dabei gibt es solche Dinger schon seit Jahrzehnten, allerdings erst durch einen niedrigen Preis ist es für die meisten interessant geworden.
Ähnlich war es bei den Heimcomputern, die nichts konnten, was nicht "richtige" Rechner besser konnten - aber durch den niedrigen Preis ist ein neuer Markt und neue Art von Software entstanden.
wieder eine geniale idee die mircosoft zu trage trägt. irgendwie schafft es microsoft nicht, geniale ideen auch wirklich zu vermarkten - fehlt der mut etwas hochpreisig auf den markt zu werfen?
Mike Elgan
Why Microsoft's vision of the future will really happen.
Microsoft released a video in 2008 and another one this week that together predict the sleek, wireless, connected gadgets we'll all enjoy by the year 2019.
Called Productivity Future Vision and Future Vision 2019, the videos fascinate in the way that science fiction does. But what's even more interesting is that this vision will almost certainly come true.
When you see them, you may be surprised by my conclusion. Will technology really move th
die Realität hätte aber sicher nicht so gut ausgesehen; die Handschrift würde nicht erkannt werden, die Bilder nicht so flüssig bearbeitet und zwischen durch hätte das ding sicher Denkpausen gemacht.
Aber in einigen Jahren, wenn die Hardware so weit ist wird Apple soetwas sicher auf den Markt bringen :-)
Versteh schon, warums der Billy nicht wollte: MS Windows ist ja mit seinem Officepaket eigentlich zum Arbeiten ausgelegt und nicht um sich blöd zu spielen wie beim iPad. Eh logo dass das weniger attraktiv erschien. Im Businessbereich hat man halt mal mehr Umsatz gemacht. Ich schätze das wird nach wie vor noch so sein, nur halt das plötzlich Medien- und Spielgeräte wie die von Apple auf einmal ihren Einzug ins Berufleben finden (wo vorher noch Blackberry und Palm begehrt waren).
Schade, das Tablet sieht echt gut aus und das Bedienkonzept hat mich auch überzeugt! Hätte sich der Preis einigermaßen in Rahmen gehalten, hätte ich mir so ein Ding geholt!
pusht noch email client & kommunikationskonsorten rein, ne freischprecheinrichtung, einen anschluss für headset und kopfhörer - und ich kauf das ding immer noch ; )
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