Sams Onkel wollen Ragazzi werden

2. November 2011, 16:32
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Voyager und Thema bemühen sich redlich, den Ansprüchen des traditionsreichen Automobilherstellers Lancia gerecht zu werden

Appia, Aurelia, Integrale, Fulvia, Stratos, Lambda: Das sind keine Titel aus dem Gesangbuch von Luciano Pavarotti, sondern ist Musik in den Ohren von Autofans der großen Traditionsmarke Lancia. Das historische Firmenlogo mit der angedeuteten Speerspitze (Lancia steht übersetzt für Speer im Sinne des Fortschritts) wollte schon immer die Botschaft vermitteln: Lancia steht für Innovation - denken wir an den Frontantrieb beim B 20 -, für Sportlichkeit - da fällt der Name Stratos -, für Eleganz und Komfort - da kann die Antwort Thema lauten.

Das wäre die Brücke zur Gegenwart, wenn ab sofort in den Schauräumen der Händler neben dem zierlichen Ypsilon mit dem Thema eine repräsentative, mächtige Limousine steht. Insider sprechen von einem Bekannten: Es handelt sich um den Chrysler 300C, der nach der Kooperation zwischen Fiat und dem US-Hersteller in Italien neu eingekleidet wurde.

Durch die Anhebung der Frontscheibe um 70 mm verwandelte sich die beim Chrysler geduckt wirkende Dachkomponente - mit ihren niederen Seitenfenstern à la Panzerbau- in einen hellen, offenen Innenraum. Bei der Heckgestaltung diente der gleichnamige italienische Vorläufer - der Thema also - als Mustergeber, die mächtigen Radkästen erinnern an seine US Vergangenheit und den Gusto der dortigen Kundschaft. Viel Platz auf allen Sitzen und hochwertige Materialien im treffsicheren Italo-Design machen den Lancia Thema zum alternativen Premiumangebot für eine italophile Klientel, die auch den bärenstarken 3,6-V6-Benzinmotor mit 286 PS favorisiert. Eine gepanzerte Version ist in Vorbereitung.
Reisender für Reisende

Zusätzliches Volumen verspricht der Lancia Voyager, unter gleichem Namen ein legendärer Chrysler-Van, von dem allein in Österreich rund 22.500 Einheiten abgesetzt wurden. Der "Reisende", wie die deutsche Übersetzung lauten würde, lädt mit seinem ebenfalls aufgewerteten Interieur zu langen Fahrten ein. Sieben Sitze serienmäßig (leicht versenkbar bei Nichtgebrauch), Entertainmentprogramm auf den Rücksitzen, mächtig Platz, wohin das Auge blickt: die Voyager-Langversion mit rundum klassischen Lancia-Applikationen scheint in Italien angekommen zu sein.

Der 4-Zylinder-Diesel von Fiat Powertrain mit 163 PS ist eine ausreichende Antriebsquelle, zur Einführung gibt's den Van nur in der sehr gut ausgestatteten Gold-Variante, Benziner und Diesel kosten übrigens genau gleich viel. In Kürze ist mit der Möglichkeit des Mehrwertsteuer-Vorabzugs zu rechnen. 2012 gibt's dann eine Programmerweiterung. (Peter Urbanek/DER STANDARD/Automobil/28.10.2011)

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  • Vor Voyager steht jetzt Lancia, da schien es logisch, Stärken (Raumkonzept) beizubehalten und Schwächen (Anmutung) zu beseitigen - ja, das kann Lancia. Wie man auch am Thema (oben) sieht. Edel, repräsentativ, Hinterradantrieb. Nur: Ist das wirklich ein Lancia?
    foto: werk

    Vor Voyager steht jetzt Lancia, da schien es logisch, Stärken (Raumkonzept) beizubehalten und Schwächen (Anmutung) zu beseitigen - ja, das kann Lancia. Wie man auch am Thema (oben) sieht. Edel, repräsentativ, Hinterradantrieb. Nur: Ist das wirklich ein Lancia?

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