Naturkatastrophen, Yen-Höhenflug und Datenpannen belasten
Der japanische Elektronikriese Sony
rechnet wegen des starken Yen für das laufende Geschäftsjahr mit
hohen Verlusten. Wie der Hersteller der Playstation am Mittwoch
bekanntgab, dürfte zum Bilanzstichtag 31. März unter dem Strich ein
Fehlbetrag von 90 Mrd. Yen (844 Mio. Euro) anfallen. Im Juli hatte
der Konzern noch einen Gewinn von 60 Mrd. Yen in Aussicht gestellt.
Große Probleme bereitet den Japanern das Geschäft mit Fernsehern.
Niedrigere Erwartungen
Beim Betriebsgewinn werde jetzt nur noch mit 20 Mrd. Yen
gerechnet, teilte das Unternehmen mit. Bisher war von einem
Betriebsgewinn von 200 Mrd. Yen ausgegangen worden. In der ersten Jahreshälfte erlitt Sony einen Verlust von netto
42,5 Mrd. Yen verglichen mit einem Gewinn von 56,9 Mrd. Yen im
Vorjahreszeitraum. Der Umsatz schrumpfte um 9,6 Prozent auf rund 3,1
Bill. Yen.
Ursachen
Der Konzern bekommt heuer die Folgen der Atom- bzw.
Naturkatastrophe vom März in Fukushima, den Yen-Höhenflug und die
Auswirkungen von Datenpannen zu spüren. Zudem beeinträchtigt die
Hochwasserkatastrophe in Thailand die Kameraproduktion des
Unternehmens. (APA/Reuters)