Palästinenser: Mitgliedschaft "öffnet uns Türen"

1. November 2011, 19:05
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Palästina könnte nun mehreren UN-Sonderorganisationen beitreten

New York/Wien - Nach der Aufnahme der Palästinenser in die UN-Kulturorganisation Unesco haben sich palästinensische Vertreter zuversichtlich gezeigt, auch anderen Uno-Organisationen beitreten zu können. "Das öffnet uns die Türen", sagte ein Sprecher der palästinensischen UN-Vertretung in New York dem Standard.

Das gilt vor allem für die UN-Sonderorganisationen, die über ihre Mitglieder unabhängig entscheiden können, etwa die UN-Organisation für industrielle Entwicklung Unido in Wien. Staaten, die bereits Mitglied einer UN-Sonderorganisation wie Unesco sind, brauchen laut Unido-Satzung nur eine Beitrittsurkunde zu hinterlegen, um aufgenommen zu werden.

Auch die Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo) in Genf steht Mitgliedern anderer Sonderorganisationen offen. In Washington soll es am Montag ein Krisentreffen für den Fall eines palästinensischen Antrags gegeben haben. Anders etwa die UN-Konferenz für Handel Unctad in Genf, die laut einer Sprecherin auf eine Entscheidung über den palästinensischen Antrag auf UN-Vollmitgliedschaft warten müsste.

Für möglich gehalten wurde von Diplomaten auch ein palästinensisches Ansuchen an die Internationale Atomenergiebehörde IAEO in Wien, die keine Sonderorganisation ist. Der Gouverneursrat müsste den Antrag behandeln und eine Empfehlung an die Konferenz der Mitgliedsstaaten abgeben, die das nächste Mal im September 2012 tagt. (raa/DER STANDARD, Printausgabe, 2.11.2011)

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