Gates nicht gekränkt von Kommentaren in Jobs-Biografie
1. November 2011, 12:18
foto: screenshot
"Steve Jobs dachte er sei der einzig gute Kerl, und wir wären die Bösen", so Microsoft-Gründer Bill Gates.
Jobs bezeichnete Gates als "fantasielose Person, die nie etwas erfunden hat"
Die wenig schmeichelhaften Erwähnungen in Steve Jobs' Biografie scheinen Microsoft-Gründer Bill Gates unberührt. Das Buch von Autor Walter Isaacson, das vergangene Woche auf den Markt gekommen war und auch als einziges von Jobs autorisiert wurde, enthält Aussagen, die beide übereinander getätigt haben.
Fantasielos
Darin hatte Jobs Gates als "grundsätzlich fantasielose" Person bezeichnet, die "nie etwas erfunden hat". In einem Fernsehinterview mit dem Sender ABC News zeigte sich Bill Gates unbeeindruckt von Jobs' negativen Kommentaren. Er räumte ein, der Apple-Chef hätte in den vielen Jahren der Zusammenarbeit "eine Menge netter Dinge über ihn gesagt, aber auch viele harte Sachen".
Gegenstand des Interviews war die "Bill & Melinda Gates Foundation", für dessen Unterstützung er warb. (Ab Minute 6:13 wird Bill Gates nach Steve Jobs gefragt)
Good guy versus bad guys
Jobs habe fantastische Arbeit geleistet, so Gates im Interview. Man habe sich angespornt und respektiert, auch als Konkurrenten. "Steve Jobs dachte über sich, er sei der einzige gute Kerl, und Microsoft wären die Bösen", sagt Gates und meint den Grund dafür zu kennen. Die Preise für Apple-Produkte seien so hoch angesetzt, dass er stets damit konfrontiert war, sie könnten sich nicht am Markt behaupten. "Microsoft war mit einer Vielzahl von Produkten in unterschiedlichen Preiskategorien erfolgreich und hat mit vielen Unternehmen zusammengearbeitetet", erklärt Gates. (ez, derStandard.at, 1.11.2011)
Jobs bezeichnete Gates als "fantasielose Person, die nie etwas erfunden hat"
DER Satz kommt auch genau von der richtigen Person. Jobs hat doch selber nie etwas erfunden, und hat NUR die Arbeit anderer als seine präsentiert.
Smartphones, Tablets, Mediaplayer, Userinterfaces usw. haben andere Hersteller vor Apple auf den Markt gebracht und entwickelt.
Hingegen hatte Bill Gates schon VOR Steve Jobs Tablet-PCs und Gestensteuerung präsentiert. Sogar sein Haus ist komplett elektronisch gesteuert, was für die Mehrheit heute noch Science-Fiction ist.
Bill Gates hatte sogar VOR Steve Jobs diese medial wirksamen Produktpräsentationen vorgenommen.
stimmt ja auch. keiner würde gates als visionär sehen, der durch das zusammenspiel von design, kunst und technik neue wege beschritten hat. und weil seine produkte billig waren, wurden sie massentauglich. nicht weil sie so benutzerfreundlich waren.
bin zwar ein linux user, komme aber öfters mit mac und windows in berührung. Das einzige was am mac benutzerfreundlicher im vergleich mit windows ist, ist die, alles in einem bauweise so kann man es in einem zug aus dem fenster schmeissen.
Irgendwie kommt Gates deutlich sympathischer rüber als Steve Jobs. Jedenfalls greift er seinen Konkurrenten nicht persönlich an. Naja, dass Jobs ein bisschen arrogant war ist eh bekannt. Möge er trotzdem in Frieden ruhen.
wieviele hier sich durch Steve Jobs Tod empowert fuehlen weiter ueber ihm herzuziehen, und den Umstand dass er gestorben ist mit in die Argumentation einbeziehen.
z.B. der Jobs litt am "terminalem Groessenwahn" ist am Geschmaklosigkeit kaum zu uebertreffen
ich habe es nie verstanden, warum soviele (meiner Meinung nach komplexbeladene Mitglieder der Windows, Linux und jetzt auch Android u. Phoneliebhaber anderer Herrsteller - ich meine natuerlich nur diese obsessiven Apple- und Steve Jobs-Basher) es notwendig haben erfolgreiche Produkte einer Firma und dessen CEO, Produkte die sie selbst nach eigenem Beschwoeren nicht benutzen constant zu verteufeln und ihre Mission als eine Art heiligen Krieg zu fuehren, bar jeder Rationalitaet u. Fakten
ich sehe natürlich auch, dass apple produkte einige gravierende kritikpunkte haben, aber im endeffekt sind es produkte, die sehr gut funktionieren für leute, die das "schöne und einfache" (benutzerfreundliche) bevorzugen.
ich komme aus dem (windows/online) usability bereich und kann z.b. dem iphone einfach nur applaudieren, wenn ich mir die userführung usw anschaue. es war zu diesem zeitpunkt ganz einfach revolutionär und brillant.
Die Maus gabs schon 1968, ein Symbol am Monitor zu verschieben in den frühen 70ern. Die Form des heutigen iMac gabs schon 1996, selbst "Apple TV" gabs schon in den 90ern.
das ergebnis von bill gates karriere ist dass er den personal computer ermöglicht hat und dass mehr als 90% aller computer weltweit mit seinem betriebssystem ausgestattet sind und die letzten jahre verbringt bill gates damit menschen zu helfen und zu versuchen krankheiten zu heilen und auf die obersten zehntausend mosquitos loszulassen.
nicht dass steve jobs nicht ein beeindruckendes leben gehabt und tolles spielzeug erfunden hätte, aber seien wir uns ehrlich, im direkten vergleich hat der fantasielose doch einiges mehr bewegt.
Gates ist nicht der bescheiden Geek. Als Kopiermaschine von Jobs steht im grundsätzlich nicht der Hype zu.
Jobs hat die Benutzeroberflächen und Grafiktools erfunden, die von Gates kopiert wurden, Jobs hat die Mouse erfunden, die von anderen kopiert wurden etc.
Gates hat unter Jobs gearbeitet, das Know-How abgezogen als Windwos an IBM & co verkauft, bis in Jobs deswegen hinausgeschmissen hatte! Ich meine, da steht es wohl niemanden zu sich weiß Gott wie auf die Brust zu klopfen.
Und andersrum, ist auch klar, dass ein Visionär einen Charakter mitbringt, der von anderen (Neidern!?) als Größenwahnsinnig betrachten wird. Aber ohne dem "Größenwahn" wäre er wohl kaum ein derartiger Visionär und Erfinder geworden!
Nur noch 5000 solche Jubelpostings (Wahrheitsgehalt egal), dann darfst dann auch als einer der ersten der Apple-Sekte um Mitternacht das iPhone 5 kaufen!
Die wenigsten Menschen kennen die wahre Geschichte.
So gesehen sei Ihnen verziehen. :-)
Es ist aber eine Tatsache, dass APPLE
a) den ersten Rechner mit graphischer Oberfläche herausgebracht hat
b) den ersten Rechner mit Computermaus herausgebracht hat
c) Gates von Jobs abgeschrieben hat, bis der ihn hochkannt hinauswarf
Ich kenne zwar keine Details, aber hat Steve Jobs überhaupt etwas "erfunden"?
Soviel ich weiß, ist Jobs mehr so der Marketingmann gewesen. Ein guter Verkäufer mit gutem Gespühr für die Bedürfnisse der "Herde" :-)
Und wenn ich nicht irre, so haben wir Gates doch seinerzeit MS Basic und MS-DOS zu verdanken. So gesehen hat Bill Gates mehr "erfunden" (entwickelt?) als Jobs.
Liege ich da richtig oder täuscht mich meine Erinnerung?
Basic wurde nicht von Bill Gates erfunden (nur
für den den Altair (erster Heimcomputer) neu
programmiert. MS-Dos war ursprünglich QDOS
(quick and dirty operating system; war
von Tim Paterson) und wurde von Seattle Computer
Products gekauft.
Auch Edison hat viele Dinge nicht selbst "erfunden",
wie z.B. die Glühlampe, für die er bekannt ist.
Trotzdem hat er sie als erster zu einem marktfähigem
und funktionierendem Produkt gemacht.
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