Beamtengewerkschaft

Neugebauer will's noch einmal wissen

1. November 2011, 10:41
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    foto: foto: ronald zak/dapd

    Fritz Neugebauer.

67-Jähriger wird kommende Woche erneut als Chef der mächtigen GÖD kandidieren - Amtsperiode würde weitere fünf Jahre dauern

Wien - Fritz Neugebauer (67) bleibt so gut wie sicher Chef der Beamtengewerkschaft. Am Dienstag bestätigte er gegenüber dem ORF-Radio, dass er beim Gewerkschaftstag nächste Woche neuerlich kandidieren wird. Der ÖVP-Multifunktionär steht seit 1997 an der Spitze der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, seit 2008 ist er Zweiter Nationalratspräsident.

Zur Frage, ob er sich noch einmal als GÖD-Chef bewirbt, hat Neugebauer lange geschwiegen. Eine Woche vor dem Bundeskongress teilte er nun mit, dass er noch einmal für die gesamte fünfjährige Periode antritt - weil Kollegen aus allen Berufsgruppen und allen Ländern ganz massiv den Wunsch danach geäußert hätten. "Und wenn man selbst das Feuer noch spürt, dann macht man das", sagte er in Ö3. Die Nachfolge werde aber durchaus aufgebaut. Kandidaten dafür seien schon im Vorstand "mit an Bord".

Der Christgewerkschafter kann nicht nur mit breiter Unterstützung aus den eigenen Reihen rechnen. Auch die FSG hat schon im Vorfeld Zustimmung signalisiert. Der FSG-Vorsitzende in der GÖD, Richard Holzer, erklärte der APA, er würde ein Wiederantreten Neugebauers begrüßen.

Neugebauer - am 10. Oktober 1944 in Wien geboren - war im Zivilberuf Lehrer für Deutsch, Geschichte und Geographie. Von 1965 bis 1997 unterrichtete er an Volks- und Hauptschulen sowie Polytechnischen Lehrgängen. Parallel dazu machte er Karriere in Gewerkschaft und Partei. Über diverse Funktionen in der Lehrergewerkschaft arbeitete er sich nach oben: 1989 wurde er stellvertretender Vorsitzender der GÖD, 1991 Vorsitzender in der FCG und 1997 dann Beamtenchef.

Als Chef der einzigen Gewerkschaft mit schwarzer Mehrheit eroberte sich Neugebauer - bekannt als beinharter Lobbyist und Strippenzieher - auch eine gewichtige Position in der ÖVP. Seit 2002 sitzt er durchgehend im Parlament, wo er u.a. Klubobmann-Stellvertreter, ÖVP-Bildungs- und Sozialsprecher war und seit Dezember 2008 Zweiter Nationalratspräsident ist. Von Herbst 2003 bis März 2009 war er überdies Chef des Arbeitnehmer-Bundes der ÖVP.

Als ÖAAB-Chef zog er sich nach parteiinterner Kritik zurück. Dem Mehrfachfunktionär wurde vorgehalten, sich zu sehr auf die Beamten zu konzentrieren. Als Beamtenchef hat es sich Neugebauer mehrfach auch mit der ÖVP angelegt. So irritierte er die Partei, als er dem Sparpaket 2010 zwar im Parlament zustimmte, dann aber eine Verfassungsklage dagegen ankündigte. Eine Niederlage musste Neugebauer Anfang 2007 einstecken. Er scheiterte bei der Wahl in den ÖGB-Vorstand - weil er für die Teilrechtsfähigkeit der GÖD eingetreten war. (APA)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 241
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alabere
00
10.11.2011, 12:59
Ein Staat

der einen Neugebauer aufkommen lässt, ist bald reif für den Konkurs. Dem Typ ist der Staat so was von egal, wenn er nur richt abzocken kann.
Der ist eine Schande als Parlamentspräsident.

Die Marslady
00
3.11.2011, 21:00
Fritze Neugebauer juckt's noch einmal.....

in den Ring zu steigen, um sich als "GÖDBeamten-General" für sein Beamtenheer bei der dzt. Beamtenministerin Heinisch-Hosek ordentlich durchzuboxen.
Aber er weiss es eh auf gut wienerisch: ein Kavalier alter Schule zieht hier selbstverständlich die sprichwörtlichen Glacéhandschuhe an.
Nun, als 67 jähriger gesetzter Herr denkt sich Herr F.N. vermutlich wie einstens Udo Jürgens mit seinem Evergreen "Mit 66 Jahren fängt das Leben erst an".
Ein Vorschlag zur Güte, im Wissen dessen, dass Herr "GÖD-Beamtengeneral" durchaus ein humoriger Mensch ist:
Herr Neugebauer, setzen Sie doch mit Herrn Udo Jürgens (soferne einverstanden) gemeinsam an den Bösendorfer-Flügel und spielens uns Vierhändig og. Evergreen. Sie wissen ja, Musik wirkt oft Wunder.

Rigglerobber
00
3.11.2011, 14:49

Wenn der Mann dereinst einmal das Zeitliche segnet, sollte ihn die GÖD einbalsamieren lassen und bei Verhandlungsrunden einfach weiterhin an den Tisch setzen - das sichert Kontinuität.

Die Kollegen aus dem Lenin-Mausoleum in Moskau haben vielleicht ein paar Tipps.

Dharkelf
00
3.11.2011, 09:58
Moment...

...der Abschluss gilt im Weiteren auch für Beschäftigte in ausgegliederten Betrieben, ohne Beamtenstatus, ohne Beamtenpension, auch mit gerringen Gehälterrn. Da alle mitzuverdammen ist verdammt ungerecht.

Da hilft nur Lagavulin!
00
3.11.2011, 09:11
Kauft endlich wer dem Mann eine Burka. Ich kann den fetten S... nicht mehr sehen! In Griechenland als Konsulent könnt er hilfreich sein.

Amalrich
 
00
3.11.2011, 08:56

Wenn man 67 Jahre als wird, sollte man meinen, dass die Pension eine Option darstellt. Aber wenn man am "Nuasch" der Macht steht, frisst man offensichtlich so lange bis man umfällt...

Rottweiler
01
2.11.2011, 19:22
Noch nicht ruiniert

Der Staat ist noch nicht vollkommen ruiniert, da braucht er noch Zeit, also bleibt er. MfG.

miasan afcag
01
2.11.2011, 17:58
die beamten sollen doch streiken: der reallohn sinkt vor allem durch die atypisch beschäftigten und "neuen selbständigen" permanent, nur die beamten wollen immer mehr bei 100%iger sicherheit ihres jobs. liebe beamte, schaut euch mal um, und wenns

nicht passt, dann halt ab in die so feine privatwirtschaft.

Werner Marzi1
 
01
2.11.2011, 16:59
Der zeigt vor wie man bis 72 arbeitet.

Nur mehr grauslich, eine Schande und Lächerlich.
Die kriegen überhaupt nichts mit.

nebenerwerbsposter
02
2.11.2011, 12:15
er droht! er droht!!!

Kontrahent1
264
2.11.2011, 11:57
ZWANGSPENSIONIERUNG !

Schafft einige neue Arbeitsplätze;-)

Pensionistenpartei SPÖ
11
2.11.2011, 12:24
sie haben einen gehörigen triller

wie wollen sie einer gewerkschaft vorschreiben, wer ihr als spitzenrepräsentant vorsteht?

jedenfalls erinnern ihre demokratievorstellungen ziemlich stark an das nordkoreanische vorbild.

Kontrahent1
00
2.11.2011, 13:19
Man kann doch wählen,

und sich der Zeit anpassen.- Ach nein, geht ja um Beamte. Da bleibt alles beim Alten. Hoffentlich wird er 100;-) (Schade, über die vielen Posten und Pöstchen die er noch hat, würden sich etliche andere freuen).

franzauer
212
2.11.2011, 11:52
Ein Gewerkschafter

Was unterscheidet neugebauer von den roten gewerkschaftern Katzian, Wimmer......????? Sie sind beinharte Imteressensvertreter. Dazu sind sie von ihren Mitgliedern gewählt worden. Aus, das ists.

Schmied soll zurücktreten
06
2.11.2011, 12:26
Sie haben den haberzettl vergessen

Das ist der chef der eisenbahnergewerkschaft, tiefrot, 95 prozent.
Oder jenen der gemeindebediensteten mit ihren unverschämten privilegien, tiefrot.

Aber die genossen hier sind auf einem auge blind, die sehen nur den neugebauer, hähähähähähä!

David Greybeard
201
2.11.2011, 11:58

Der Herr Neugebauer vertrat und vertritt in erster Linie seine eigenen Interessen. Er hat nie langfristig gehandelt, nie nach guten und tragfähigen Lösungen gesucht, sondern immer nur auf seine Ämter und seine Wiederwahl geschielt.

Ein guter Gewerkschafter vertritt in erster Linie die seiner Klientel.

Das ist der Unterschied.

Maria Außersdorfer
16
2.11.2011, 12:28
die vertritt neugebauer ja offenbar bestens

auch seine roten kollegen haben ihn ja bekniet, nochmals anzutreten.

David Greybeard
00
2.11.2011, 17:08

Tja, die roten Kollegen wie der Herr Holzer haben ungefähr den Intellekt von Dreijährigen. Und man kann Neugebauer vieles nachsagen, das aber nicht.

Kaktus51
103
2.11.2011, 11:31
Interessanter Lebenslauf

Interessant auch, dass die Mehrheit unserer Volksvertreter aus dem Beamtenkreis kommt. Woher die Zeit nehmen, sich politisch so aktiv zu betätigen?

Ich bin Vater von vier Kindern, Angestellter und ich bin froh, wenn ich für meine Familie, Haus und Garten etwas Zeit finde.

Kontrahent1
31
2.11.2011, 12:05
Das fängt schon bei Betriebsräten an-

und setzt sich bei den Funktionären fort. Alle Betriebsräte welche ich je kennen lernte, haben sich um diese Position beworben, weil sie nicht gerne arbeiteten. Die meisten wurden an ihren Schreibtischen fett, oder kann sich noch jemand einen Beppo Muchitsch auf einem Gerüst vorstellen? Den Gewerkschaftlern ist ihr Job wichtiger als jener der Arbeiter, welche sie vertreten sollten und nicht selten wird Untertänigkeit mit Beförderung belohnt. Auch ich war Betriebsrat, hoffentlich nicht in der Art, wie ich oben beschrieb (Deswegen wurde ich auch gefeuert, aber zumindest habe ich für die Kolleginnen/Kollegen einen ordentlichen Sozialplan verhandelt).

nebenerwerbsposter
01
2.11.2011, 12:17

bitte nicht verallgemeinern - es gibt zahllose wirklich tolle betriebsräte, die sich für ihre leute zerreissen, und dann nur zu oft keinen dank ernten. und auch noch von den chefs beton bekommen.

Kontrahent1
00
2.11.2011, 13:14
Ich hoffe,

ich war einer von denen.- Aber was ich so kennen lernte, oh je!

Ignatius von Stein
73
2.11.2011, 11:04
....

unfaßbar !!!!!

codo
194
2.11.2011, 11:00
egal, welcher der vielen övp-verbrecher dort an der spitze steht..

A Voice
82
2.11.2011, 10:43
Da hat wohl gestern noch

der accountgenerator geraucht ...

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