Untersuchung von Vereinten Nationen gefordert
Jerusalem - Eine israelische Menschenrechtsgruppe
hat der Regierung des jüdischen Staates vorgeworfen, gezielt
Palästinenser aus Ostjerusalem zu vertreiben. Israel verletze damit
in gravierender Weise internationales Recht, kritisierte die
Organisation ICAHD am Montag. Die Menschenrechtler fordern von den
Vereinten Nationen eine Untersuchung. Nach ihrer Darstellung zerstört
die Regierung die Häuser von Palästinensern, erklärt ihre Wohnsitze
für nichtig und mindert ihren Lebensstandard. Der Bürgermeister von
Jerusalem, Nir Barkat, erklärte über einen Sprecher, der Bericht
basiere auf irreführenden Fakten und unverhohlenen Lügen. Unter
Barkat seien so viele Mittel wie nie zuvor den muslimischen Bewohnern
zugutegekommen.
Israel besetzte Ostjerusalem im Sechstagekrieg von 1967 und
annektierte später das Gebiet und umliegende Dörfer im
Westjordanland. International ist der Schritt nicht anerkannt worden.
Die Palästinenser wollen in Ostjerusalem die Hauptstadt eines
palästinensischen Staates errichten. (APA/Reuters)