Bewerber bemängeln Stellenanzeigen

31. Oktober 2011, 18:34
  • Auch Bewerber "misten" aus
    foto: apa/alexander rüsche

    Auch Bewerber "misten" aus

Stellenangebote wenig motivierend für Bewerber - Wille sich zu informieren ist vorhanden

Potentielle neue Mitarbeiter bemängeln bei über 80 Prozent der getesteten Unternehmen fehlende, jedoch relevante Hintergrundinformationen über die Stelle. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wiener Unternehmens Human Focus.

Am meisten werden authentische Informationen zum Job und dem Arbeitsumfeld auf den Unternehmenswebseiten vermisst. Weitere Hindernisse sind lange Anforderungsprofile, technische Mängel bei Online-Bewerbungsplattformen und austauschbare Marketingtexte auf den Karrierewebseiten. Bewerber wollen vorrangig wissen, wie es wäre für das Unternehmen zu arbeiten, heißt es in einer Aussendung. Ob der Firmenname öffentlich bekannt oder wenig bekannt sei, sei für die Entscheidung sich zu bewerben nachrangig.

Der Wille der Bewerber sich zu informieren sei vorhanden und betrage durchschnittlich eine Stunde. Fehlten entscheidungsrelevante Informationen, dauere es jedoch nicht einmal zwei Sekunden, bis zum nächsten Stellenangebot eines anderen Unternehmens übergegangen wird, so Studienautorin Sabine Graf. (red, derStandard.at, 31.10.2011)

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Was noch immer fehlt

GEHALTSANGABE!

Vor allem nur die die gut zahlen veröffentlichen sie.

Sowie Kommentarfunktionen.

Gestern in Stellenanzeige gelesen, kein Scherz: "Wir bieten gute Entwicklungsmöglichkeiten bis hin zur Festanstellung."

Personalberater

weil ja hier doch recht oft über die Personalberatungsunternehmen hergezogen wird: ich hatte durchaus schon einige positive Erfahrungen, obwohl sich noch kein fixer Job ergeben hat.
Es ist bestimmt nicht so wenig Arbeit und manche von denen können schon einigermaßen gut die Stelle und die konkreten Anforderungen beschreiben.
Nur wenn so schwammige Fragen wie aus dem Psychotest in der Sonntags-Krone kommen, dann wirds ein bisschen mühsam, außer man hat sich als CEO für einen Esoterik-Handel beworben...

Tschuldigung, aber jetzt bin ich in Fahrt.

Ich weiß doch aus meinen Arbeitserfahrungen und Firmen bei denen ich war, daß sich viele Manager und Verantwortliche gar keine Gedanken über die detaillierte Struktur und Organisation eines Arbeitsplatzes und seine Integration in das Umfeld machen, wie die Arbeitsabläufe sind. Geht jemand oder sucht man Ersatz, setzt eine Wischiwaschi Stellenanzeige auf, sucht eben wieder was weiß ich einen Produktmanager und fertig. Dann hat man eine neue Kollegin, die nicht den Anforderungen entspricht bzw. oft genug, sehr oft nicht vorfindet was Ihr versprochen wurde oder wie ihr die Stelle beschrieben wurde.

Wenn Sie sich erwarten,

dass Ihnen Ihr Manager in der Früh die Schuhe zubindet und Ihnen zu Mittag in der Kantine das Schnitzerl klein schneidet, so wie ihre Mama, bei der Sie offenbar noch wohnen, dann wird diese Erwartung in den allermeisten Fällen bitter enttäuscht werden.

Mach mal die Schule fertig - und wennst dann Texte lesen UND verstehen kannst, kannst es ja noch mal probieren mit dem mitreden...

ich stimme rosebud zu, solche beschriebenen Situationen sind leider in vielen Unternehmen Alltag. Ihren Beitrag, der Tatsachen ins Lächerliche zieht finde ich wiederum vollkommen entbehrlich. Ein gewisses Maß an Infrastruktur ist an einen Arbeitgeber zu stellen. Dazu gehört angenehme Arbeitsumgebung, strukturierter Einschulungsplan, genaue Anforderungsdefinition an die Stelle, etc. Melden Sie sich wieder, wenn Sie Ihren offensichtlichen "Mutterkomplex" abgelegt haben.

Das was Sie wollen,

gibt es.

Bei McDonalds bzw. bei jeder anderen Firma, wo Sie eine Nummer oder Position in einem Franchise-fähigen System sind.

Dort, wo man Sie auf Grund Ihrer individueller menschlicher Qualitäten braucht, wird man ihnen die Möglichkeit geben, sich individuell optimal in die anstehenden Projekte einzubringen.

Yössas. So ein Buzzword-Bla-Bla ...

das ist leider ein wunschdenken und ist nicht nur auf den bereich franchise zu reduzieren.
Bsp.: Ein Beraterunternehmen aus der IT: Man schaltet seit Jahren die Stellen Consultant und Developer öffentlich, ohne Hintergedanken, ob man derzeit einen benötigt. Die Philosophie des Unternehmens ist einfach, ständig genügend unterbezahlte unzufriedene Mitarbeiter zu haben. Wenn einer geht --> kein Beinbruch. Ob sich einer wohlfühlt, interessiert keinen. Das Unternehmen positioniert sich ohnehin über die Marke.
Anderes Bsp.: Handelsunternehmen aus Wien. Man recruitet seit Jahren Personen und schafft erst dann dafür die Stellen, Karrierelevel je nachdem wie kompetent der erste Eindruck war. Einschulungsplan nicht vorhanden. unzufriedenheit hoch!

Nicht meine Welt.

Aber der Schlüsselmarkt des AMS.

Ich würde sagen in New Economy und Handel kommt es auf den einzelnen genau so wenig an, wie beim McDonalds.

Es stranden auch genau die gleichen Leute dort und gründen dann Selbsthilfegruppen auf FaceBook.

Es kommt in IT, Handel und Franchise also nicht auf den einzelnen an, daher ist das persönliche Befinden eines Arbeitnehmers unwichtig! Außerdem darf man Personen einer solchen Branche öffentlich bloßstellen. (Mama Schnürsenkel binden) Da haben wir es ja mit einem Prachtstück zu tun. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit dieser Ansicht.

Erfolg ist

mein zweiter Vor- und gleichzeitig Spitzname.

KPRs
Fantastic E. Fox

eloquent, das muss man zugestehen. langfristig ist man aber anders erfolgreich, indem man sehr wohl seinem umfeld (egal ob über- unter- oder nebengeordnet) hilft, sich bemüht, kooperiert. ich sehe schon das gegenargument, dass man dann von anderen verbrannt wird. das ist dann eben die kunst, zwischen ausnützen und hilfbereitschaft unterscheiden zu können.

"eloquent" ist selbst für mein

fünfköpfiges Beraterteam, das o.a. Posting konzipiert hat, das falsche Wort, weil die eineinhalb Stunden lang dafür gebraucht haben um dann in Torschlusspanik die spitznamengerechten Auszeichnungs-Anführungszeichen um das "E." herum zu vergessen.

Was ich damit sagen will, ist: Auch ich arbeite in und mit einem Team. Die Menschen um mich herum, vom Wurstsemmelholer über den persönlichen Assistenten bis hin zum Forschungsleiter sind mir wichtig. Wir unterstützen uns gegenseitig und sind gemeinsam erfolgreich.

Eine Sache, die ich auch nicht verstehe:
Oft werden einem von Personalberaterfirmen, wenn man sich für eine Stelle beworben hat und sogar eingeladen wird, der Name der Firma nicht verraten.

Wozu soll das gut sein? Ich möchte wissen, wo ich arbeiten würde, wenn schon zum Gespräch eingeladen.
Dämliche Geheimnistuerei!

ganz einfach - weil die die panik haben, daß sie wenn sie den namen der firma wissen, sich selbst dort "initiativ" bewerben.

wenn zb der jetzige stelleninhaber noch dort sitzt

macht das durchaus sinn...

Wenn sie den Namen nicht verraten => simple Verarsche. Dann solltest sofort gehen.

Den Namen erfahren's üblicherweise, wenn sich herausgestellt hat, dass SIe ernsthaft in Frage kommen. Umgekehrt das Unternehmen Ihren auch.

Simple Verarsche!

...ist definitiv so. Wenn man sich auf eine anonymisierte Ausschreibung eines Headhunters oder Personalconsulters bewirbt und daraufhin eingeladen wird, sollte man im Telefonat, dass zur Terminvereinbarung dient, den Firmennamen erfahren. Allerspätestens aber beim Erstgespräch. Alles Andere ist ..wie Beate schon sagte.. (dient zur "Marktrechereche" und ähnliches)

personalfirmen

...oder headhunter...das ist ein eigenes thema.
Das ist ja auch ein Haifischbecken. Man muss sich immer bewußt sein, dass die 3-5 Monatsgehälter pro vermittelte Stelle kassieren. Wenn sie dir nun die Firma nennen, könntest Du hergehen und sagen: ok, ic bewerbm ich direkt bei Firma xyy, nachdem du eine Einweisung vom Headhunter bekommen hast. dadurch gehen dem HH nicht zu vernachlässigende Prämien durch die Lappen. Irgendwie geht das alles in eine Richtung, die dem Arbeitssuchenden überhaupt nicht mehr zugänglich ist. Da wird künstlich aus der Not des Arbeitsnehmers ein eigenes Business kreiert. Verständlich aus der Sicht eines Headhunters, nicht zielführend aus der Sicht eines Arbetissuchenden.

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