Im Vorjahr beit Präsidentenwahl gescheitert - Wahl in Hauptstadt verlief trotz Angst vor Rebellen-Angriffen ruhig
Bogotá - Die kolumbianische Hauptstadt Bogotá wird
künftig von einem früheren Mitglied der linksgerichteten
Guerillaorganisation M-19 regiert. Nach Angaben der Wahlbehörde kam
Gustavo Petro bei der Wahl am Sonntag auf 32 Prozent der Stimmen. Der
51-jährige Wirtschaftswissenschaftler und frühere Senator verwies
damit den Mitte-rechts-Politiker Enrique Peñalosa mit 25 Prozent auf
den zweiten Platz.
Petro hatte im vergangenen Jahr erfolglos für die Präsidentschaft
kandidiert. Der Posten des Bürgermeisters der
Sieben-Millionen-Einwohner-Metropole Bogotá gilt als zweitwichtigstes
politisches Amt des Landes nach dem Staatschef.
Tausend Bürgermeister
Petro war für die von ihm gegründete Progressisten-Bewegung
angetreten. Anfang des Jahres hatte er den von Korruptionsskandalen
erschütterten Alternativen Demokratischen Pol (PDA) verlassen, der
bisher die Hauptstadt regierte. Die Kolumbianer waren aufgerufen,
mehr als tausend Bürgermeister sowie die Versammlungen und
Gouverneure in 32 Departamentos zu wählen.
Die Wahl in der Hauptstadt verlief trotz Befürchtungen über
mögliche Angriffe der linksgerichteten Guerilla-Gruppe "Revolutionäre
Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) ohne größere Zwischenfälle. (APA)