Montanuni Leoben

Neues Research Studio für energieeffiziente Mobilität

31. Oktober 2011, 15:44

Neue Forschungseinheit: Reduktion von Gewicht und Reibung soll Energieeinsatz vermindern

Graz - Die Automobilindustrie setzt auf Gewichtsreduktion, um dem Ziel nach mehr Energieeffizienz und Ressourcenschonung nachzukommen. Die Entwicklung von dazu notwendigen Werkstoffen, Komponenten und Werkstoffsystemen ist Ziel des von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderten "Research Studio" an der Montanuni Leoben. Die neue Forschungseinheit konzentriert sich auf die Bereiche Automobil, Luftfahrt, Solarthermie und Photovoltaik.

Leichte Materialien im Autobau können Energie sparen und Ressourcen schonen. Gemeinsam mit der steirischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research (Institut für Oberflächentechnologien und Photonik) hat sich die neue Einrichtung an der Montanuniversität Leoben der Steigerung der Effizienz von Motoren und Antriebssystemen von Autos und Flugzeugen verschrieben. Dabei setzt es vor allem auf Gewichts- und Reibungsreduktion.

Erfolge erhofft man sich u.a. durch die weitere Optimierung von innovativen Leichtbauwerkstoffen wie Titan-Aluminiden. Aber auch die Entwicklung von Fügetechnologien für Leichtbaukomponenten und der Einsatz von Niedrigreibungsschichten für Kolbenringe, Führungen, Lager und Getriebe soll zur energiesparenden Nutzung der Fahrzeuge beitragen, schildert Christian Mitterer vom Department Metallkunde und Werkstoffprüfung der Montanuni Leoben.

Materialien mit längerer Lebensdauer

Zusätzlich wollen die Experten vom neuen Research Studio "Energy-drive - Materials and components for energy-efficient engines and drive systems as well as for energy technology" durch die Entwicklung oxidationsbeständiger Schichten temperaturempfindliche Werkstoffe besser schützen und damit sowohl ihre Leistung als auch Lebensdauer steigern. Weiters will man die Entwicklung von grünen Technologien wie Solarthermie und Photovoltaik vor allem durch die Verbesserung von Absorberschichten vorantreiben. Herausforderungen sieht das Research Studio auch im Bereich der Batterien und Brennstoffzellen, wo die Fügetechnik optimiert werden soll.

"Wichtig ist uns die Entwicklung von Prototypen und ihre industrielle Umsetzung", skizziert Mitterer. Das primäre Ziel des FFG-Strukturprogrammes "Research Studios Austria" ist es, Forschungsergebnisse möglichst rasch in marktfähige Dienstleistungen und Produkte umzusetzen. In den kommenden drei Jahren stehen dem steirischen Konsortium dazu 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. (APA)


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