Hormoneller Mechanismus

Mit Sport gegen Diabetes

31. Oktober 2011, 15:17

Mit Sport und körperlicher Tätigkeit lässt sich die verbreitete Erkrankung Diabetes lindern, da damit die Produktion von Insulin erhöht wird

Diabetes ist bedingt durch eine fortschreitende Abnahme der Insulinproduktion im Körper, die, wenn der Patient übergewichtig ist, wegen des erhöhten Bedarfs nicht mehr ausreicht. Schon länger ist bekannt, dass körperliche Tätigkeit den Diabetes Typ 2, seine häufigste Form, vorbeugen und therapieren kann. Die genauen Mechanismen dazu konnten jetzt erstmals durch die Forschungsgruppe um Marc Donath von Universität und Universitätsspital Basel beschrieben werden. Die Forschungsergebnisse werden im Wissenschaftsmagazin "Nature Medicine" publiziert.

Der arbeitende Muskel produziert ein Molekül namens Interleukin-6 (IL-6), dessen Bedeutung bisher jedoch unklar war. Bekannt ist daneben, dass die L-Zellen im Darm ein Hormon produzieren, das sogenannte Glucagon-like-Peptid-1 (GLP-1). Dieses GLP-1 wird durch Mahlzeiten über den Darm stimuliert und regt die Insulinproduktion an, erklären die Wissenschafter in einer Aussendung.

Höhere Insulinproduktion

Die Basler Forschenden konnten nun zeigen, dass auch der Muskel selber direkt das GLP-1 stimuliert, und zwar über IL-6. Zudem wiesen sie nach, dass das IL-6 in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse auch andere Zellen reprogrammiert, nämlich die α-Zellen. Diese stellen dabei von der Produktion von Glucagon, das den Blutzucker erhöht, auf die Produktion von GLP-1 um - was wiederum bewirkt, dass die benachbarten β-Zellen vermehrt Insulin produzieren. Bei körperlicher Tätigkeit wird damit über den IL-6-GLP-1-Hormonkreislauf mehr Insulin hergestellt, sodass der Blutzucker sinkt und der Verlauf des Diabetes günstig beeinflusst wird.

Interessanterweise produziert bei Übergewichtigen das Fettgewebe ebenfalls IL-6, ebenfalls mit dem Ziel, die Insulinproduktion zu steigern, um dem erhöhten Bedarf zu genügen. Bei gewissen Patienten reicht dies aber nicht aus, und es kommt zu Diabetes. In diesen Fällen kann körperliche Tätigkeit die IL6-Produktion aus dem Muskel unterstützen und dem Diabetes vorbeugen oder ihn lindern, wenn die Erkrankung schon vorliegt.

Neue Therapieoptionen

Der neu entdeckte hormonelle Regelkreis eröffnet verschiedene therapeutische Möglichkeiten für Diabetes, wie die Forscher berichten. So können gezielt Sportinterventionen geplant werden, damit es bei den Patienten zu einer möglichst hohen Produktion von IL-6 kommt. Weiter lassen sich Medikamente einsetzen, die den Abbau vom GLP-1 hindern, sogenannte DPP-IV-Inhibitoren. Kombiniert man diese Medikamente mit körperlicher Tätigkeit, ist ein verbesserter Therapieerfolg zu erwarten. Diese Hypothese wird derzeit am Universitätsspital Basel in einer klinischen Studie bei Übergewichtigen und Diabetikern überprüft. (red, derStandard.at)

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12 Postings
astemp79
73
31.10.2011, 20:50
Es muss nicht Sport sein

medizinisches Qigong entfaltet seine Wirkung bei sog. "unheilbaren" Krankheiten, darunter Diabetes, noch weit stärker.
Warum?
Weil Qigong nicht nur körperliche Übungen bedeutet, sondern das Körperliche mit dem Geistigen verbunden wird. Wer Qigong richtig betreibt, erhöht seinen Stresslevel, verbessert sein Immunsystem, atmet und entspannt tiefer, und die Organe gewinnen ihre Fähigkeiten zurück. Insgesamt findet eine - nachgewiesen durch Studien! - energetische Ausbalancierung statt. Das führt zu Besserung bis hin zu Heilung auch bei Krankheiten, die die Schulmedizin als unheilbar bzw. chronisch bezeichnet.

fertigprodukt
10
2.11.2011, 16:55

und das geniale: es gibt keine nebenwirkungen!

zu yoga gibts da übrigens auch schon gute studien, auch wenn ich qigong bevorzuge.

Balkonbepflanzer
00
3.11.2011, 06:53

Wenn Sie den entsprechenden Sport, zB Nordic Walking, Laufen, Schwimmen,... richtig ausüben, gibts auch keine negativen Nebenwirkungen. Und dem hängt kein esotherischer Touch an.

Neuer Nick neues Glück
32
1.11.2011, 14:35

Oh ja, super!
Dazu gibt es doch bestimmt Studien statt Geschwurbel, oder?

rr772
00
2.11.2011, 11:44
Nein,

aber es gibt Seminare.
Die ersten 10 Teilnehmer kriegen 30 Prozent Rabatt, also hopp hopp!

Frau Techne
01
1.11.2011, 12:37
Ich habe kein Interesse daran, meinen Stresslevel zu erhöhen.

Was ich derzeit um die Ohren habe, reicht mir.

oblomow II
02
1.11.2011, 10:48
interessant

... und was ist ein energetischer ausgleich?
und wie misst man dieses gleichgewicht?

mach mir den hirsch!

Neuer Nick neues Glück
00
1.11.2011, 20:04

"und wie misst man dieses gleichgewicht?"

Natürlich in Joulegramm.

marty fink
31
1.11.2011, 10:07
Herr gib uns unseren täglichen Esoschwurbel!

Bonair
42
1.11.2011, 07:50
Oder - noch besser:

Statt diesem QiGong-Schas, dessen Wirkung kein Schwein jemals belegen konnte (und den eh keiner hier machen wird): Lebensstilmodifikation, d.h. Ernährungsumstellung und Bewegung. Richtig angewandt werden sogar laut Ihrem Unwissen "unheilbare" Erkrankungen heilbar.

Friederich
01
1.11.2011, 09:11

Kann ich nur bestätigen.
Seit ich 24 kg abgenommen habe und Sport treibe,
habe ich keine Medikamente mehr nötig.

gaisbock
11
1.11.2011, 09:47

Ich auch.
Seit ich Sport betreibe habe ich nicht zugenommen und noch kein Medikament genommen, kann immer noch Qigong machen, modifiziere täglich meine Ernährung und wende meinen unheilbaren Wissensdurst dabei an, verschiedene Möglichkeiten des Lebens akzeptieren und in Ruhe betrachten zu können.

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