Lockout? Eine Wutrede gegen die Gier!

Florian Vetter, 31. Oktober 2011, 20:58

Die NBA-Fans haben Spieler und Klubbesitzer in Amerika zu großen und kleinen Millionären gemacht - Auch im Tarifstreit sind sie zum Zu­schauen verdammt

Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert - Während sich die NBA in einer Sackgasse befindet und die Liga mit den Spielern weiter um Klubeinnahmen, Vertragslaufzeiten und Transferrechte streitet, kommen in den Medien immer wieder dieselben Leute zu Wort: NBA-Bosse, Gewerkschaftsvertreter, Anwälte, Berater. Und beten ihre Positionen herunter. Die einzigen, die keine Stimme haben, sind die Fans. Sie bleiben stumm. Und sorgen bisweilen weiter für den Großteil der Einnahmen von fast vier Milliarden Dollar pro Jahr. Dabei wird es endlich Zeit, dass die Liga bezahlt für die Verachtung ihrer Anhänger.

Als NBA-Fan erinnere ich mich in diesen Tagen gerne an die Detroit Pistons aus der Saison 2003/2004. Ein Team, zusammengesetzt aus "Outcasts" und Spielern, die bei anderen Vereinen nicht mehr erwünscht waren (Chauncey Billups, Ben Wallace, Rasheed Wallace) und an die niemand glaubte, außer sie selbst. Die Pistons holten in der Saison den Titel durch einen Sieg in den Finals über die hochfavorisierten Los Angeles Lakers und zeigten, dass auch weniger Geld Körbe wirft. Gekostet hat das Team knapp 52 Millionen Dollar, das bedeutete damals "nur" Platz 20 in der Rangliste der teuersten Klubs. Zum Vergleich: Spitzenreiter New York gab 103 Mio. Dollar für Spielergehälter aus, Dallas immerhin noch 90 Mio. Natürlich ging es auch in der NBA der Nullerjahre um die Kohle, aber so lang sich dies bei so manch sportlichen Erfolgsgeschichten dezent im Hintergrund abspielte, konnte mir das als Fan einigermaßen egal sein. 

Das Ignorieren einer neuen Protestkultur

Herbst 2011: Während NBA-Spieler und Team-Besitzer in Downtown New York erfolglos über ein neues milliardenschweres Gehaltssystem verhandeln, haben sie die Realität bereits aus den Augen verloren. Dabei spielt sich diese nur ein paar Blocks weiter ab, in Lower Manhattan, wo tausende Demonstranten ihrem Frust über die soziale Ungerechtigkeit in den USA Luft machen. Die Protestbewegung "Occupy Wall Street" hat es bereits zu weltweiter Popularität gebracht. "Wir sind die 99 Prozent der Bevölkerung, die nicht länger die Gier und Korruption von einem Prozent der Bevölkerung hinnehmen wird", schreien die Wutbürger. Und haben viel gemeinsam mit NBA-Fans. "Wie kann man den Menschen erklären", heißt es auf nba-blog.de, dass "sich milliardenschwere Besitzer und millionenschwere Spieler nicht über das letzte kleine Stück vom großen Kuchen NBA einig werden können, obwohl die gut genährten Bäuche sowieso nichts mehr zu fassen vermögen? Diese unsägliche Gier spiegelt in erschreckender Weise viele Probleme unserer Zeit wieder. Eine der Realität völlig entrückte Oberschicht, die den Kontakt zum normal arbeitenden und verdienenden Bürger komplett verloren hat und nur nach der totalen Gewinnmaximierung strebt."

Natürlich geht es ums Geld, aber die Arroganz mit der die Liga annimmt, dass die Zuschauer nach dem Ende des Lockouts und den abgesagten Spielen zurückkommen, schreit zum Himmel. Eine Annahme, die auf historischem Boden gewachsen ist: In den US-Profiligen gab es in der Vergangenheit zahlreiche Arbeitsstreiks, in der NHL fiel 2004 sogar eine komplette Saison aus. Die Fans haben aber immer wieder vergessen und verziehen und sogar teurere Ticketpreise geschluckt. Um den Ligen finanziell aus der Patsche zu helfen und die Geldbörsen der Spieler zu füttern.

Die Krise als (un)günstiger Zeitpunkt

Vielleicht wollen die Fans auch gar nicht so genau wissen, warum nicht gespielt wird. Zahlenspiele im Vertragswerk hin oder her, vielleicht geht es einfach nur um Respekt. Die Liga in Zeiten der großen Wirtschaftskrise ganz den Bach runter gehen zu lassen, würde genau das Gegenteil beweisen. Die Streitparteien haben wenig Argumentationsspielraum, die Arbeitslosenrate ist in den USA auf knapp zehn Prozent hinaufgeschnellt, zehntausende Jobs sind unmittelbar von den NBA-Teams abhängig. Und stehen an der Kippe, weil sich 30 Klubbesitzer und 400 Spieler nicht einigen können, wie der vier Milliarden Dollar teure Kuchen aufgeteilt werden soll.

Während die Erinnerungen an die heuer großartigen NBA-Finals zwischen Lebron James und Dirk Nowitzki verschwimmen, muss sich der NBA-Fan mit Langzeitgedächtnis auch darüber ärgern, dass die Liga aus ihrer Gier nichts gelernt hat . Nach dem letzten Lockout im Jahr 1999 sanken die Zuschauer-Einnahmen auf einen Schlag um vier Prozent und die TV-Quoten der NBA fielen in drei aufeinander folgenden Jahren. Das Produkt NBA hatte einen massiven Imageverlust erlitten. Paradoxerweise hatte das für den österreichischen Basketball-Fan sogar etwas Gutes. Ich erinnere mich an die legendäre verkürzte Lockout-Saison, in der die New York Knicks die NBA-Finals erreichten. Damals waren die Übertragungsrechte so billig zu haben, dass sogar im ORF zu nächtlicher Stunde Michael Knöppel live zu den Spielen begrüßen durfte. Nun stellt sich die Frage, ob die NBA und die Spieler den Aufschwung der letzten Jahre aufs Spiel setzen wollen. Denn erst die letzten Jahre haben die NBA wirtschaftlich in die Höhen getrieben, die sie vor dem Lockout vor 13 Jahren erreicht hatten.

Nichts gelernt haben auch die Spieler. Sie rücken von ihren hoch dotierten Verträgen nicht ab, verlangen die ultimativen finanziellen Sicherheiten in ultimativ unsicheren Zeiten. Sparmeister werden sie in der Krise keine mehr. Es fehlt nur, dass die Aktiven wie beim letzten Lockout zynische Werbespots drehen (siehe Youtube-Video), in denen sie Hilfstätigkeiten wie Rasenmähen und Hundepflege anbieten, als Anspielung auf ihre Arbeitslosigkeit. "Jobs für große Männer" - das war der gängige Werbeslogan. Der blanke Hohn gegenüber der Masse von Sportfans, die täglich um kleine Einkommen kämpfen muss.

Sowohl die Demonstranten von "Occupy Wall Street" als auch die Spielergewerkschaft sind unzufrieden mit den herrschenden Verhältnissen. Das ist aber auch schon deren einzige Gemeinsamkeit. Die NBA hat eine harte Lektion verdient, vielleicht bleiben die Hallen leer, wenn wieder angepfiffen wird. Vielleicht stopft der Fan aber auch weiter wie bisher der Liga die Taschen voll, wenn er sich nicht endlich beginnt zu wehren. (Florian Vetter, derStandard.at, 31.10.2011)

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c c
02
4.11.2011, 18:18

was anscheinend nicht und nicht rüber zu bringen ist:
die NBA macht einen großen haufen kohle, aber die alte CBA hat den spielern viel, viel, viel zu viel gehälter nicht nur zugestande, sondern garantiert. das hat die NBA profis zu den im durchschnitt mit am abstand am besten bezahlten sportlern überhaupt gemacht.
owner sind selbst schuld könnte man sagen. aber dann müsste man auch sagen, ok das wars, lassen wir halt jede saison ein paar teams pleite gehen, weil sie sich nicht einmal die garantierten mindestgehälter mehr leisten können.
fakt ist, das risiko tragen die owner zu 100%.
fakt ist auch, dass bei einem 50/50 split die spieler noch immer die bestbezahlten sportler der welt bleiben würden. wer ist da also gierig?

Mr Neutron
01
3.11.2011, 09:37
Was ist das? Artikel, Kommentar, Klugscheißerei?

Zur Klarstellung:

Die NBA ist eben nicht das gute Geschäft. Die Mehrzahl der Teams machten in den vergangenen Jahren Verluste.

2004 war die Liga genauso gut/böse wie sie heute ist. Die Pistons waren eben eine der größten Titelsensationen der Geschichte. Nach dem Trade von Wallace lagen sie in der Salary-Rangliste außerdem auf Platz 17.

Den Durchnitts-Johnny-Sixpack-NBA-Fan mit den Deminstranten auf der Wall Street zu vergleichen, ist eigentlich ein Hohn für zweitere.

Mr Neutron
00
3.11.2011, 09:37
Was ist das? Artikel, Kommentar, Klugscheißerei?

Zur Klarstellung:

Die NBA ist eben nicht das gute Geschäft. Die Mehrzahl der Teams machten in den vergangenen Jahren Verluste.

2004 war die Liga genauso gut/böse wie sie heute ist. Die Pistons waren eben eine der größten Titelsensationen der Geschichte. Nach dem Trade von Wallace lagen sie in der Salary-Rangliste außerdem auf Platz 17.

Den Durchnitts-Johnny-Sixpack-NBA-Fan mit den Deminstranten auf der Wall Street zu vergleichen, ist eigentlich ein Hohn für zweitere.

Martin Silenus
01
2.11.2011, 18:37
For the love to the game...

Toller Artikel, aber die Sache mit dem Abstrafen der Fans hat einen kleinen Haken. Die meisten verfolgen die NBA einfach deshalb weil sie den Sport lieben. Das Image der NBA ist mir doch komplett egal, sogar die irrsinnigen Summen um dies hier geht spielen nicht die geringste Rolle. Ob die Finals jetzt Heat Mavs oder Bobcats Timberwolves heißen juckt mich zum Beispiel nicht im geringsten, hauptsache das Spiel an sich bleibt das selbe. Man kann ruhig darüber streiten, ob ein Jordan jemals ersetzt wurde, ein James gut genug ist oder eigentlich nicht doch Brian Scalabrine der heimliche MVP der letzten Saison war. Der Lockout kann gar nicht so schlimm sein, dass ich nicht wieder am ersten Spieltag happy den LeaguePass aktiviere!!!! :-)

Manni Lekmi
00
2.11.2011, 02:03
Die Gier, die Gier...

Schaue schon seit dem ersten Lockout nicht mehr und bereue nichts!

p.s.@Standard, letzter Absatz: unter den _Demonstranten_ von occupy gibt's sicher auch Katholiken... meint Ihr nicht? ;)

PeterMehl
01
2.11.2011, 08:31
ich schau genau seit dem lockout ´99 und habe ebenfalls nichts bereut...

...danke ORF! (auch nicht geglaubt das ich das mal sag)

living reef
00
1.11.2011, 18:59
wie nett, wenn millionäre den rachen nicht vollbekommen

ryuu
00
1.11.2011, 19:42

ich glaub das verhältnis von millionären die den hals net vollbekommen zu denen die in vollbekommen ist in etwa so wie das von reich zu arm.

Joe Malik1
 
01
1.11.2011, 18:18
Die Challenge wird sein, den Casual Fan zurückzuerobern.

Die eingefleischten NBA-Fanatiker kommen sowieso zurück. Ich hab mir auch überlegt, wie ich das System ein wenig boykottieren kann. Aber an dem Tag, an dem der Lockout vorbei ist, wird mein League Pass reaktiviert. Tja.

Und ich denke vielen hier wird's ähnlich gehen. Sonst würden wir uns nicht zum gefühlten 500. Mal über eine Liga unterhalten, die nicht existiert.

Entscheidend wären Spiele im Dezember, v.a. zu den Weihnachtsfeiertagen. Da beginnt sich auch der Durchschnittsami wieder für Basketball zu interessieren.

masterlu23
 
04
1.11.2011, 17:52
Gleich im ersten Absatz ein schwerwiegender Fehler ...

... der das Wissen über US-Sport des Autors schwer in Frage stellt.

Denn die Liga hat letzte Saison nicht 4 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Tatsächlich handelt es sich um das "Basketball related income", sprich alle Einnahmen, die die Liga in der Saison gemacht hat. Eigentlich macht die Liga 300-400 Millionen $ Verluste (diese Zahl ist umstritten).

Im bisherigen Tarifvertrag haben die Spieler 57 % des BR davon erhalten. Diese Zahl ist der Knackpunkt bei den Verhandlungen. Die Besitzer wollen einen 50/50 Split.

Es ist einfach ein arbeitsrechtlicher Kampf, und meiner Meinung nach legitim, wie er zwischen jedem Arbeitgeber und -nehmer geführt werden kann. Das das Popularität kostet, damit muss die Liga wohl Leben.

Derrick Coleman
00
2.11.2011, 19:11
Einnahmen nicht gleich Gewinn

Korrektur: kein schwerwiegender Fehler im Artikel, da am Anfang von Einnahmen die Rede ist und nicht von Gewinn. Also besser zuerst aufmerksam lesen, dann klugsch... ;)

masterlu23
 
00
3.11.2011, 22:07

Da es sich um ein Online-Medium handelt, kann jederzeit und immer was im Artikel geändert werden. Wie hier geschehen. Dort stand, kurz nachdem der Artikel online ging ganz sicher noch "Gewinne".

MfG an den unfreundlichen Derrick

alsoz
00
2.11.2011, 08:58
"... Meiner Meinung nach legitim..."

Legitim wärs vielleicht dann, wenn die Liga+Besitzer nicht vor 12 Jahren einen Vertrag gebastelt hätten der ihnen nur Nachteile bringt und seitdem Geld für Mitelklassige Spieler raushauen würden! Der neue CBA soll ja in erster Linie die Teams davon abhalten zu prassen. Also leicht skurril!
Man darf nie vergessen, dass der "Arbeitskampf" von den Teambesitzern ausgeht und dabei muss man vorsichtig sein: wenn sich in den USA ein Milliardär ein Profi-Sportteam zulegt, kann er erstmal nicht davon ausgehen, dass er große Gewinne verbucht, vielmehr gehen viele davon aus, einen Abschreibposten zu bekommen! Aber jetzt, da die Liga plötzlich profitabel wird, wollen alle reich (noch reicher) werden damit?! Da wären wir wieder bei der Gier!

masterlu23
 
00
3.11.2011, 22:14

Wenn sich die ökonomischen Rahmenbedingungen ändern, dann wird natürlich neu verhandelt. Und nicht so, wie bei den Metallern jedes Jahr, sondern nur alle 6 Jahre. Zum damaligen Zeitpunkt war die Liga am aufsteigenden Ast, die Fans stürmten die Hallen. Die Spieler haben daher auch einen gerechten Anteil an den Einnahmen erhalten.

Zu Gewinnen: Die NFL etwa ist eine hochprofitable Liga, in der fast alle Teams Gewinne machen. Also scheint es möglich zu sein, mit richtigen Rahmenbedingungen auch Gewinne zu erzielen. Die müssen halt nun neu ausverhandelt werden. Die Besitzer haben schon in gewisser Weise Recht, wenn sie den Kuchen neu verteilen wollen. Aber von den Spielern zu verlangen, über 7 Prozent runter zu steigen ist viel verlangt.

vikto1313
00
1.11.2011, 23:22
Man stelle sich vor die Meisterschaft beginnt und niemand geht hin!

Die Masse hat, wenn sie eine Einheit bildet, die Macht.

Nur ein Gedankengang (ich weiß, dass es nicht realistisch ist): Was würden die Klubbesitzer und Spieler machen, wenn sich die Menschen auf der ganzen Welt von deren Gier (Spieler, Clubbesitzer) abwenden würden und ihre Interessen und Geld anderen Dingen zukommen lassen würden. (kann man auf alle Sportbereiche umlegen))

Es ist erschreckend wie egal es vielen "Spitzensportlern" ist, wie es anderen Menschen geht und was sie denken.

z.B.: Formel I Bahrain. Bestes Beispiel dafür. Eccelstone ging es nur um Verträge und Geld. Kein Fahre gab ein Statement dazu ab. Besser gesagt, sie gaben schon eines ab, aber erst nachdem feststand, dass der Lauf abgesagt wird.

Lauter Hohlköpfe.

kauf nix
00
1.11.2011, 19:31
werbespot gibts auch

mit griffin z.b.

smeexseus ...
 
11
1.11.2011, 16:28

die hintergrundfarbe haut mir die augen ein beim lesen.

Montgomery McFerryn
00
1.11.2011, 16:54

Ich hab ihnen gerade ein grünes Stricherl gegeben, ich man kann es sehen. :-)

song
00
1.11.2011, 16:17

"Die Leidtragenden sind die Zuschauer, das Feindbild der NBA-Boss David Stern."

mir scheint, der typ auf dem bild will sich eher bei stern als spieler anbieten...

CT87
00
1.11.2011, 15:52

Der Text beschreibt das Ganze recht gut.
War ein komisches Gefühl, Werbung für das PlayStation Spiel NBA 2012 zu sehen, wo die Saison noch nicht mal begonnen hat.
.
Habe letzte Saison die Suns und die Bulls besucht und muss sagen, die Tickets & das Essen vor Ort werden immer teurer.

Was mich zusätzlich ärgert, ist die Schließung des großen NBA-Store in New York letztes Jahr an der 5th Ave, mit der Begründung man suche eine bessere !! Lage.

Schade, wie sich manche Dinge entwickeln, wenn zuviele Finanzen optimiert werden sollen...die Hoffnung gebe ich nicht auf, es gibt auch gute Entwicklungen, das noch recht neue Team aus OKC und deren Fans sind eine Bereicherung !

Tiannanmen
13
1.11.2011, 13:07

Die Dummheit der Masse ist vielleicht doch grenzenlos. Tagsüber Occupy Wallstreet und am Abend Sport im TV oder im Stadion.

Ausgeflippter Lodenfreak
22
1.11.2011, 13:46

Für die Phrase, dass die Masse der Menschen dumm ist, gibt es keinerlei wissenschaftlich oder statistisch haltbaren Beweis. Im Gegenteil ist es so, dass die Masse sogar intelligenter ist als die einzelnen Mitglieder.
Diese Phrase wird immer nur von Menschen verwendet, die sich nicht damit abfinden können, dass eine Mehrheit andere Prioritäten oder Ansichten hat, als sie selbst. Außerdem erhöht man sich so über die anderen.
Meist ist also der Einzelne, der die anderen nicht versteht der Dumme und nicht die Masse.

Tiannanmen
00
1.11.2011, 14:25

Möglicherweise haben Sie recht.

Ganz ehrlich: Verstehen Sie Leute, die tagsüber gegen die Reichen demonstrieren und abends Millionäre anfeuer/anhimmeln?

Ansonsten stimme ich Ziegen Käse voll und ganz zu.

Dummheit muss ja nicht unbedingt ein Nachteil sein. Ich behaupte sogar, dass die meisten ganz glücklich darüber sind, weil sie sonst vielleicht nicht in Ruhe Frauentausch schauen könnten, sondern darüber nachdenken müssten wie sie ihr (gefühlt) hart verdientes Geld/Eigentum sichern könnten.

Tom Schaffer
00
1.11.2011, 17:41

"Ganz ehrlich: Verstehen Sie Leute, die tagsüber gegen die Reichen demonstrieren und abends Millionäre anfeuer/anhimmeln?"

Ja, ist an sich kein Problem. Wenn man nämlich einfach nur die höchste Perfektion eines Sports lässig findet, dann findet man die (in populären Sportarten) bei diesen Millionären. Und das kann man respektieren und bewundern.

Dass die zu viel verdienen kann man dann immer noch finden, diskutieren und bekämpfen. Aber nur weil z.B. eine Band zu viel verdient, hör ich deshalb auch nicht nur mehr die Garagenband meines 14-jährigen Nachbarns.

Tiannanmen
00
1.11.2011, 18:24

Zweifellos ein guter Einwand.

Ob immer die höchste Perfektion gesucht und gefunden wird ist eine andere Frage. Um das zu diskutieren bin ich zweifellos der Falsche :-)

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