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Krems - Musiktherapie als wichtiges Element ganzheitlicher Patientenbetreuung steht im Mittelpunkt einer hochkarätigen kostenlosen Veranstaltung der IMC FH Krems am 9. November 2011. Weltweit führende Experten präsentieren am Best Practice Day in fachlichen Diskussionen neueste Erkenntnisse in den Bereichen Neonatologie und Therapieforschung.
"Rund 900.000 Menschen sind in Österreich derzeit von psychischen Erkrankungen wie Depressionen betroffen - Tendenz steigend. Die Musiktherapie als wichtiges Element zur Behandlung und Vorsorge psychisch erkrankter Menschen ist einer der Schwerpunkte des 'Best Practice Day 2011', der europaweit seinesgleichen sucht", betont Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka. Bereits zum zweiten Mal findet diese Veranstaltung an der IMC FH Krems statt, die sich zu einem anerkannten Kompetenzzentrum für Musiktherapie in ganz Europa entwickelt hat. Ziel der Tagung ist, das Bewusstsein rund um die positive Wirkung von Musiktherapie im Rahmen einer ganzheitlichen Patientenbetreuung zu stärken.
Internationale Experten in Krems
Hochkarätige Experten aus Deutschland, Finnland und Österreich geben in Workshops und Vorträgen Einblick in neueste wissenschaftliche Entwicklungen in den Fachbereichen Therapieforschung und Neonatologie. Vorgestellt werden auch innovative Therapie- und Forschungsansätze zur Depressionsbetreuung mittels Musiktherapie aus Finnland. Bei psychischen Erkrankungen vermag Musiktherapie eine rasche Entlastung der Patienten zu bringen, schreiben die Veranstalter in einer Aussendung: "Bis Psychopharmaka wirken, dauert es bis zu 14 Tage, in dieser Zeit brechen viele die Behandlung ab - die Musiktherapie wirkt hingegen ab der ersten Sitzung", so Gerhard Tucek, anerkannter Musiktherapeut und Studiengangsleiter Musiktherapie an der IMC FH Krems.
Am diesjährigen Best Practice Day findet die, in mittlerweile 17 deutschsprachigen Kliniken verankerte, musiktherapeutische Behandlung im Bereich der Neonatologie besondere Beachtung. Früh- und Neugeborene werden während ihres Aufenthalts in der Klinik sowie in den ersten Monaten musiktherapeutisch begleitet. Dies ermöglicht eine erfolgreiche Behandlung von Schrei-, Fütter- und Schlafstörungen. Abgerundet wird das Programm durch eine Podiumsdiskussion zu den musiktherapeutischen Aus-, Fort- und Weiterbildungsperspektiven in Österreich. (red, derStandard.at)
Anmeldung
Die Veranstaltung ist kostenlos, Anmeldung unter: www.bestpracticeday.at
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"Früh- und Neugeborene werden ... musiktherapeutisch begleitet. Dies ermöglicht eine erfolgreiche Behandlung von Schrei-, Fütter- und Schlafstörungen." Das steht da so. Wenn man aber die jüngsten Studien anschaut, also z.B.:
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Isr Med Assoc J. 2011 Jun;13(6):354-8.
Combining kangaroo care and live harp music therapy in the neonatal intensive care unit setting.
Schlez A, Litmanovitz I, Bauer S, Dolfin T, Regev R, Arnon S. ------------------------------
dann liest man, dass vor allem die Angst BEI DEN MUETTERN durch Harfenklänge (live!) runter ging. Bei den Säuglingen tut sich nichts. ....
Musiktherapie in der Neonatologie hat viele Unterstützer, aber wenig Daten bislang. Auf zum fröhlichen Forschen!
...jeden Tag, ohne das bewusst zu tun. Um eine gute Stimmung zu verstärken oder eine schlechte zu vertreiben und auf andere Gedanken zu kommen.
Aber das enorme Potenzial, das Musik in der Medizin haben könnte, wird leider nur sehr dürftig genutzt. Dabei gibt es kaum etwas Billigeres und Effektiveres.
Es geht nicht um das generelle Potenzial von Musik. Vielmehr widmet sich die Tagung der Versorgung von Neonaten, die oft lebensbedrohlich krank sind. Ob Musik hier hilfreich sein kann, ist eine spannende Frage (sie sollten sich mal das Konzert anhören, dass 5-10 Monitore bei 5 verschiedenen NICUs in einer Intensivstation aussenden könnten, wenn sie akkustischen Alarm geben ...). Wie sie beantwortet werden kann, steht m.W. noch offen.
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Aber die FH Krems hat in der Zwischenzeit schon mal gute Publicity .... Die behauptete Sofort-Wirkung von Musik bei Depression war übrigens keine alleinige Musiktherapie, sondern als Add-on zur herkömmlichen Therapie gemessen (Erkkilä et al, 2011, Br.J.Psychiat, 199: 132-139)!
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