Reaktorstilllegung

Belgien will ab 2015 aus Atomkraft aussteigen

31. Oktober 2011, 06:53

Sieben Reaktoren sollen schrittweise stillgelegt werden

Brüssel - Belgien will ab 2015 aus der Atomkraft aussteigen. Die Gesprächspartner bei den Verhandlungen zur Bildung einer Regierung in Belgien einigten sich am Sonntag auf die schrittweise Schließung der sieben belgischen Reaktoren und damit auf die Rückkehr zu einem entsprechenden Gesetz aus dem Jahr 2003. Ein konkretes Datum zur Schließung der ersten Anlagen wurde allerdings noch nicht festgelegt, wie es aus übereinstimmenden Quellen hieß.

Unter dem Anstoß ökologischer Parteien hatte das belgische Parlament 2003 die schrittweise Stilllegung zwischen 2015 und 2025 der sieben Reaktoren beschlossen. Der Zusammenbruch der Regierung im vergangenen Jahr und die seither andauernde politische Krise hinderten das Parlament jedoch daran, das Gesetz voranzutreiben. Die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima im März hatte die Debatte um die Atomkraft in Belgien - wie in anderen Ländern auch - neu entfacht. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 181
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DerAndere34
00
1.11.2011, 16:19

wer weiss obs 2015 bzw 2025 überhaupt noch ein belgien gibt ...

meineMeinung
00
1.11.2011, 15:03

Wenn ich beim AKW in der Nähe des Flughafens Brüssel vorbeifahre, wird mir immer mulmig.

Johannes Widi
 
11
1.11.2011, 16:22
Angst beim Vorbeifahren...

.. kann ich gut verstehen, Autofahren ist ja bekanntlich eine ziemlich riskante Form der Fortbewegung.

gigngogn
 
21
1.11.2011, 12:33
Sehr lustig, die Belgier machen also einfach dasselbe nochmal :)

Sie sind ja schon einmal 'ausgestiegen' und auch damals hat man kein konkretes Datum genannt und es bei einem Lippenbekenntnis belassen.
Denn 2025 ist *das neueste* belgische AKW dann 40 Jahr in Betrieb und müsste so oder so geschlossen werden :)

Genau dasselbe wird auch weiterhin passieren, also jetzt erstmal ein paar Jahre nichts tun und von einem Ausstieg in 10-15 Jahren reden und dann schaun mal wieder weiter :)

Bis dorthin ist D aber schon ordentlich auf die Schnauze gefallen und das wars dann mit dem Ausstieg.

Dann kommen neue AKWs oder vielleicht auch Gas (aus dem neuen britischen Feld)

Jo H
02
1.11.2011, 11:38

es gibt ja auch gute nachrichten. :-)

petrarca
27
31.10.2011, 22:24
An alle Unkenden:

Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion beträgt weltweit ca. 16 %. Für einzelne Länder mag es durchaus ein Problem sein ihren Kernenergiestromanteil zu ersetzen. Global gesehen ist eine Substitution ohne weiteres machbar.

Durch bessere Wärmeisolierung und intelligentere Bauweisen ließen sich momentan ca. 30 % der verbrauchten Energie einsparen (ok, ist nicht nur Strom, aber ich könnte das Eingesparte für Stromproduktion verwenden), von energiesparenden Geräten mal gar nicht geredet. OÖ hat z.B. in den letzten Jahren einen sinkenden Energieverbaruch!

Und da reden wir noch nicht einmal von erneuerbaren Energien ... aber klar hat alles Vor- und Nachteile.

gigngogn
 
32
1.11.2011, 12:16
Natürlich liessen sich die 16% Atomstromanteil technisch einfach ersetzen, allerdings sollteman so ehrlich sein und dazusagen wodurch sie erstetzt werden würden, nämlich durch Kohlestrom der ein vielfaches dreckiger und gefährlicher ist als Atomstrom

>Durch bessere Wärmeisolierung und intelligentere
> Bauweisen..
Hilft ihnen im Bezug auf den Strombedarf aber genau nichts

>ich könnte das Eingesparte für Stromproduktion
> verwenden
Also Erdöl befeuerte Kraftwerke?

> OÖ hat z.B. in den letzten Jahren einen
>sinkenden Energieverbrauch
Klar, eine Krise und Abwanderung von Industrie verursacht sowas, aber ist das wirklich wünschenswert?

>Und da reden wir noch nicht einmal von
> erneuerbaren Energien
Na zum Glück, denn die können die Grundlastversorgung schlicht nicht leisten, weder technisch, noch wirtschaftlich

Andreas Mittermayer
31
1.11.2011, 19:53
"...denn die [erneuerbare Energieen] können die Grundlastversorgung schlicht nicht leisten, weder technisch, noch wirtschaftlich...

.
Gigngogn! Stehen Sie wirklich sooo auf der Leitung!?

petrarca
13
1.11.2011, 15:00

> Also Erdöl befeuerte Kraftwerke?
Gaskraftwerke - die leifern nämlich die dringend benötigte kurzfristige Last. Ein KKW lässt sich nicht in 30 min anfahren. Aber es gibt auch viele Ölkraftwerke.

> OÖ
>Klar, eine Krise und Abwanderung von Industrie >verursacht sowas, aber ist das wirklich >wünschenswert?
Stimmt so nicht, schauen Sie sich den Energieplan an. Hatten auch 2008 sinkenden Verbrauch.

> erneuerbaren Energien
>Na zum Glück, denn die können die >Grundlastversorgung schlicht nicht leisten, weder >technisch, noch wirtschaftlich.
Und langfristig keine Kohle, kein Öl, nix Gas und noch schneller ist Uran alle. Was dann? Und die Wirtschaftlichkeit hängt massiv mit der Besteuerung fossiler Energieträger zusammen ...

gigngogn
 
00
3.11.2011, 14:29
Geheizt wird bei uns aber hauptsächlich mit Heizöl, Wärmeisolierung spart also hauptsächlich Erdöl. Nur haben wir keine (kaum) Heizölkraftwerke

>Ein KKW lässt sich nicht in 30 min anfahren
*Kein* thermisches Kraftwerk lässt sich in 30Minuten anfahren, auch kein GUD Gaskraftwerk.
Nur reine Gasturbinenkraftwerke können sie in der Zeit hochfahren, weil die eben keinen Dampfkreislauf haben, die haben allerdings nur einen bescheidenen Wirkungsgrad von ~30% und sind im Betrieb recht teuer

>Aber es gibt auch viele Ölkraftwerke
In Ö? Welche denn?

>Hatten auch 2008 sinkenden Verbrauch
Und bereits eine Krise

>keine Kohle, kein Öl, nix Gas und noch schneller
>ist Uran
Gas reicht noch für ~90Jahre (in Europa), Kohle für über 900Jahre und Uran selbst bei heutiger Technik mehrere zehntausend Jahre.
Das ist mir ehrlich gesagt lang genug :)

WBR
33
1.11.2011, 08:56
Unkerei oder Realismus?

16 Prozent klingt nach niedlich wenig. Tatsächlich ist aber z.B. der globale Wasserkraftanteil ebenso hoch.

Trotzdem ist eine Substitution durch Kohle oder Gas absolut kein Problem.
Schwierig wird es erst mit einem Ersatz durch erneuerbare Energie.

Und was das Einsparungspotenzial angeht: Ja, sicher! Man könnte......!!!

Im Krisenjahr 2009 ist der Energieverbrauch in ganz Österreich zurückgegangen. Ebenso wie die Wirtschaftsleistung.
Normalerweise steigt der Energieverbrauch in Österreich aber jährlich um etwa 1,7 Prozent.
Das ist zwar kein unabänderliches Naturgesetz, aber nur sehr schwer zu ändern.
Wie lange wird schon Energiesparen gepredigt? Und wie lange ist der Verbrauch trotzdem permanent gestiegen?

Andreas Mittermayer
24
1.11.2011, 11:28
"...Wie lange wird schon Energiesparen gepredigt? Und wie lange ist der Verbrauch trotzdem permanent gestiegen..."

.
Na, von selbst wird es nicht gehen. Da muss man schon Anreize schaffen.

Ja bitte
12
2.11.2011, 23:52
"Da muss man schon Anreize schaffen." Sie meinen sowas..

wie der heutige Beitrag im Fernsehen: "Patient Stromverbrauch"! da gings darum, dass in den Krankenhäusern ach so Phöse Strom verbraucht wird weil in der Nacht am Gang(!) das Lich brennt. -Ich meine nicht, dass ein Fußlahmer oder Schmerzmittel-benebelter Patient unverletzt das Klo erreichen sollte oder die Gänge schlicht auch Fluchtwege bei Notfällen sind?! Da muss man natürlich SOFORT nach der Strompolizei und Zwangsmaßnahmen schreien. Mangelwirtschaft samt Zuckerbrot und Peitsche System -Wie in der DDR ,und darauf sind wir dann auch noch stolz! -und am Erzberg hätten in einer hochgradig strukturschwachen gegend 200Arbeitskräfte geschaffen werden können -Ich meine WENN wir die Energie dafür hätten...aber das ist ja nicht Ihr Problem oder?

Andreas Mittermayer
31
2.11.2011, 23:59
Wissen Sie was!?

.
Ich kann Ihnen im Gegensatz zu Ihnen hunderte Beispiele bringen, wo es nicht möglich ist, Energie einzusparen.

Und??

Es gibt wahrscheinlich noch mehr, wo dies möglich ist.

Und mit Ressourcen jeder Art effizient umzugehen, war noch das erfolgsrezept JEDES langfristig bestehenden Systems (falls Sie sich jemals mit Systemtheorie beschäftigt haben).

Effizienz als "Mangelwirtschaft samt Zuckerbrot und Peitsche System" zu bezeichnen oder in dieser Weise verächtlich darzustellen ist wieder einmal die in ihrer Intention leicht durchschaubare Strategie der Atomkraftlobby.

Wozu Sie wohl gehören.

Ja bitte
11
3.11.2011, 00:58
"underte Beispiele bringen, wo es nicht möglich ist, Energie einzusparen. "

Ach was: Ganz offensichtlich ist es doch ÜBERALL Möglich Enrergie einzusparen. -Man muss nur wollen, sprich die entsprechenden Bereiche einfach Abschaffen und abschalten, bzw. ganze Krankenhäuser, Wohnblocks usw. vom Netz trennen. Ich halte es nur nicht für Sinnvoll. -Und da unterscheiden wir uns eben am meisten: Ich halte es auch nicht für Sinnvoll im Krankenhaus auf die nächtliche Flurbeleuchtung zu verzichten!
Und wer glaubt nur durch eine Handvoll neuer Leuchtstoffröhren, LEDs usw. das Klima retten zu können hat meiner Meinung nach weder Verstanden für wieviele Dinge wir Energie brauchen und dass in einem normalen Wirtschaftlichen Umfeld zwar Einsparungen teilweise möglich und auch sinnvoll sein können aber letztlich immer durch

gigngogn
 
11
3.11.2011, 14:24
Geben sie es auf mit dem Herrn Mittermayer zu reden wie mit einem erwachsenen Menschen der Argumenten zugänglich ist oder sie zumindest versteht, da kommen sie nicht weiter.

Wenn er wieder mal Unsinn postet oder lügt, stellen sie es einfach in einem kleinem Folgeposting richtig und ignorieren ihn ansonsten, das ist die einzige Vorgehensweise, bei der sie sich kein Magengeschwür holen.

Andreas Mittermayer
11
3.11.2011, 22:18
;-))

.
Nett! Gefällt mir!!

Nur eine Frage: Zeigen Sie mir die Stelle, wo ich je gelogen habe!!

Andreas Mittermayer
21
3.11.2011, 09:42
"...einfach Abschaffen und abschalten, bzw. ganze Krankenhäuser, Wohnblocks usw. vom Netz trennen..."

.
Geht´s noch billiger??

Bei Ihnen wahrscheinlich schon! ;-))

Es wirft auch ein bezeichnenendes Licht auf die Qualität Ihrer Ausbildung. Denn während meiner (technischen) Ausbildung habe ich sehr wohl gelernt bzw. mir das Wissen erworben, dass es in der Gegenwart möglich ist, die Energie- und Ressourceneffizienz noch deutlich zu erhöhen. Und das noch vollkommen OHNE jede Verhaltensänderung, die übrigens ebenfalls keine Nachteile, sondern in vielen Bereichen sogar deutliche Vorteile für die Menschen und die sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systeme bringen könnte.

(Fortsetzung a) unten)

Andreas Mittermayer
21
3.11.2011, 09:41
Fortsetzung a):

.
Womit wir wieder beim von Ihnen so gefürchteten Tellerrand wären!

JA, da glauben (!!) Sie lieber an die Kernkraft. Da fühlen Sie sich sicher. Das ist etwas, das man "bestellen, bauen, bezahlen und einschalten" kann.

Oh wie nett ist es doch, wenn die Welt so einfach ist.

Nicht wahr!?

Auf zur nächsten Runde!

Ja bitte
11
3.11.2011, 00:58
Teil2

Bevölkerungswachstum, Wohlstands und Qualitätssteigerungen usw. selbige wieder aufgebraucht bzw. sogar überkompensiert werden.
Zu hoffen, dass das Klima rein durch freiwillige und keine substantiell die Lebensqualität tangierende Einsparungen beim Energieverbrauch gerettet werden kann ist wie der Glaube ans heilige Christkind.
Da Glaube ich lieber an die Kernkraft: das ist nur eine verdammte Industrienalage: die kann ich bestellen, bauen, bezahlen und einschalten, da ist kein Glaube, kein Wunder und kein sonstiger Wudu(beugen physikalischer und wirtschafticher Zusammenhänge, Technologien die noch nicht existieren usw.) nötig. Nur der Wille und ein paar 1000 fleißige Monteure :)

gigngogn
 
51
1.11.2011, 12:17

>Da muss man schon Anreize schaffen
Sprich Steuergeld verbrennen, damit sind die Ökos immer schnell zur Hand

Andreas Mittermayer
22
1.11.2011, 15:36
Ja, lieber gigngogn!

.
Wie ich schon einmal geschrieben habe:

Nicht alles, was an den Haaren herbeigezogen wurde, ist schon ein Argument!

;-))

gigngogn
 
00
3.11.2011, 11:11
Also meinten sie mit 'Anreize schaffen' gar nicht weitere Subventionen?

Andreas Mittermayer
10
3.11.2011, 12:03
Na, dann denken Sie einmal nach, was ich gemeint haben könnte!

.
Wenn Sie es nicht alleine schaffen, geben Sie mir bitte Bescheid. Dann helfe ich Ihnen schon!

;-))

Coleman Silk
02
1.11.2011, 09:54

sie sind wohl einer von denen die sich morgens in der autokolonne denken, wären doch die anderen mit dem bus gefahren , dann wäre ich schon in der arbeit ;)

die atomenergiebehörde erhebt sehr genaue zahlen(ahnen sie warum?), der anteil liegt bei 15, 89 %. hat mich 5 min surfen gekostet.

und abschließend: tun sie was sie tun können, dämmen sie ihr haus, verschrotten sie ihr auto,fliegen sie nur mehr wenn es unbedingt nötig ist (oma in buenos aires stirbt gilt, sie möchten gerne einmal australien sehen gilt nicht.), kaufen sie regionale lebensmittel und essen sie kein fleisch mehr, kaufen sie second hand kleidung und möbel und dann dürfen sie weiter unken.

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