Nachschub bei der Weltraumstation angekommen - in zwei Wochen sollen wieder Menschen zur ISS gebracht werden
Moskau - Ein unbemanntes russisches "Progress"-Frachtraumschiff hat 2,6 Tonnen Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Der Transporter dockte am Mittwoch nach dreitägigem Flug planmäßig an, wie das Flugleitzentrum bei Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte.
Damit heißt es erleichtert aufatmen: Ende August war ein unbemanntes "Progress"-Versorgungsraumschiff mit
Nachschub für die ISS nach dem Start nicht in die korrekte Umlaufbahn
gelangt und abgestürzt. Daraufhin setzte die Raumfahrtbehörde Roskosmos
alle Raketenstarts zunächst aus. Käme es öfter zu Problemen, wäre die
gesamte bemannte Raumfahrt in Gefahr: Denn Russland kommt hier fürs
erste eine entscheidende Stellung zu, weil es nach dem Ende des
US-Shuttleprogramms im Juli als einziges Land über Raketen für bemannte
Flüge zur ISS verfügt.
Der jetzt eingetroffene Frachter, der am Sonntag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet war, brachte unter anderem Treibstoff, Obst und Post für die dreiköpfige Besatzung in den Orbit. Am 14. November soll eine Kapsel mit weiteren drei Raumfahrern zur ISS fliegen. (APA/red)