Französischer Jubel in der Stadthalle

David Krutzler, 30. Oktober 2011, 18:22
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    Jo-Wilfiried Tsonga...

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    ...krönt sich in der Stadthalle.

Jo-Wilfried Tsonga sicherte sich den Titel in der Wiener Stadthalle - Er bezwang Del Potro in drei Sätzen

Wien - Mehr an internationaler Qualität hätte die Wiener Stadthalle am Sonntag nicht aufbieten können. Die Nummer zwei der Erste Bank Open, der 23-jährige Juan Martin del Potro, forderte die Nummer eins, den 26-jährigen Publikumsliebling Jo-Wilfried Tsonga. Dennoch verirrten sich nur 3500 Zuschauer zum Showdown. Die beiden Topstars nahmen es dem Publikum aber nicht übel, in einem sehenswerten Finale setzte sich Tsonga nach 2:28 Stunden mit 6:7 (5), 6:3, 6:4 durch. Es war im vierten Duell sein erster Sieg über den Weltranglisten-15. aus Argentinien.

"Es war sehr schwierig. Er hat wirklich großartig gespielt" , sagte Tsonga, der gleich 25 Asse servierte. "Nach dem Tiebreak war es hart, wieder ins Spiel zurückzukommen." Der siebente ATP-Titel bringt dem Weltranglisten-Siebenten nicht nur 104.850 Euro an Preisgeld, sondern auch 250 Punkte. Im für die Teilnahme am World-Tour-Finale maßgeblichen Ranking stößt der 26-Jährige auf Rang sieben vor.

Turnierdirektor Herwig Straka zog schon vor dem mager besuchten Traumfinale eine zufriedene Bilanz. "Sportlich hätte es nicht besser laufen können. Mit der Ausnahme, dass wir imFinale natürlich gerne eine österreichische Beteiligung gehabt hätten. Aber das können wir uns nicht jedes Jahr wünschen." Jürgen Melzer, der die vorangegangenen beiden Auflagen gewonnen hatte, war diesmal nicht über das Viertelfinale hinausgekommen. Melzers Niederlage gegen den Südafrikaner Kevin Anderson, der seinerseits von Del Potro verabschiedet wurde, war seine erste in der Wiener Stadthalle nach neun Siegen en suite.

50.000 Zuschauer haben sich in der Turnierwoche für Tennis entschieden. Eine Zahl, mit der laut Straka auch ATP-Bewerbe einer höheren Kategorie zufrieden wären. Das Abschiedsspiel von Thomas Muster gegen Dominic Thiem am Dienstag hatten sich 8000 Fans gegeben. Doch auch abseits der Lokalmatadore zeigte sich der Turnierdirektor von der Besetzungspolitik - trotz kurzfristiger Absagen wie der Top-20-Spieler Viktor Troicki und Richard Gasquet - überzeugt.

Ein Anreiz, wieder einen absoluten Topstar nach Wien zu locken, sei auch die für ein Turnier der 250er-Kategorie vergleichsweise hohe Dotation von 650.000 Euro. Straka: "Wir wollen auch in Zukunft ganz weit vorne fischen. Ein Top-3-Spieler wäre wichtig." 2013, wenn die ATP-Verträge mit den Turnieren der 500er-Kategorie auslaufen, könne man sich zudem um ein Upgrade bemühen - wenn alle Umstände passen.

Davor kommt aber noch 2012. Und Hauptsponsor Erste Bank hat sich nach der Premiere noch nicht entschieden, das Engagement fortzusetzen. Straka versicherte aber nach Gesprächen mit den Geldgebern: "Man ist vom Turnier beeindruckt gewesen."

Doppel Peya/Marach

Der Doppelbewerb hatte nebst hochklassigen Partien auch die Erkenntnis zu bieten, dass Österreich mit einer Weltklasse-Paarung in das Olympia-Jahr 2012 geht. Der 31-jährige Wiener Alexander Peya tut sich nach der Trennung vom Deutschen Christopher Kas mit dem zweifachen Masters-Teilnehmer Oliver Marach zusammen. "Ich bin glücklich, dass er sich so entschieden hat" , sagte der gleichaltrige Steirer, der schon länger auf Partnersuche war. "Natürlich hat Olympia eine Rolle gespielt" , kündigte Peya ein großes Ziel an. Diese Woche tritt Peya beim Turnier in Basel noch einmal mit Kas an. Jürgen Melzer trifft bei den "Swiss Indoors" in der ersten Runde auf den 22-jährigen US-Amerikaner Donald Young. (krud, DER STANDARD Printausgabe, 31.10.2011)

Kommentar posten
25 Postings
Jim Panse1
05
31.10.2011, 13:10
grandmaster B
00
31.10.2011, 12:15
Doppel?

Wie schon von anderen Forumsbesuchern erwähnt hätte auch ich mir erwartet dass diesem Weltklasse Doppelfeld mehr Beachtung geschenkt wird. Habe mich zwar sehr gefreut einen neuen 24h Sportkanal zu besitzen jedoch finde ich es eine Frechheit sich nach dem Einzelfinale zu verabschieden und das Doppelfinale mit den Bryans nicht mehr zu zeigen. Wer das Spiel gegen Kas/Peya gesehen hat weiß was ich meine...Wenigstens wurden die Doppel gezeigt die in der großen Halle stattfanden und großteils österreichische Beteiligung hatten. Trotzdem ist es mir unverständlich aber dieser artikel zeigt die Bedeutung des Doppels da nichtmal hier ein Finalergebnis veröffentlicht wurde... Schade

propagandaresistent
00
31.10.2011, 13:36

Mein Sohn war gestern in der Stadthalle. Er hat mir erzählt, dass die TV - Kameras beim Doppelfinale gar nicht mehr aufgestellt waren. D.h. nicht einmal eine Aufzeichnung des Doppelfinales gab es.
Und es wäre tatsächlich Zeit, dass der Standard in seiner Onlineausgabe das Ergebnis des Doppels bekanntgibt. 7:6, 6:3 für die Bryans.

[Cotton]
00
31.10.2011, 12:21

Ist leider so. Doppel- oder Mixed-Titeln wird kaum Beachtung geschenkt - auch wenn die Bryans noch so viel gewinnen würden: die Konkurrenz im Doppel ist nicht so stark wie im Einzel. Es gibt einige, die im Einzel zu schwach waren und daher auf das Doppel umgestiegen sind - hier erkennt man schon eine gewisse Wertigkeit. Wenn man es im Einzel nicht packt, spielt man eben Doppel...aber richtig Respekt sollte man vor Spielern haben, die im Einzel und Doppel vorne mitspielen können.

unbreakbar
02
31.10.2011, 11:06
Positive Bilanz

Super Tennis! In Einzel und Doppel war die Woche top!

Es waren aber mehr als 3.500 beim Finale - 4.500 bestimmt. Dafür waren beim Muster keine 8.000! Generell war die Woche gut besucht. Möglich, dass 2010 insgesamt mehr Leute in die Halle gekommen waren; 2011 verbrachten die Zuschauer aber sicher mehr Zeit am Centrecourt.

Meine Turnierbilanz:
http://unbreakbar.blogspot.com/2011/10/s... gutes.html

Schlecht waren wirklich der DJ und der neue Platzsprecher - alle von derselben Firma. Und natürlich die Verabschiedung von Tom...

Lorenzo von Matterhorn
00
31.10.2011, 19:10

Ich war sowohl in Linz, als auch in Wien. Die Musik in Linz, war absolut ok! wien, einfaach nur schrecklich und einfallslos, weder aktuell Chartlieder noch Rock bzw. Metall oder jösass, an HipHop...
Die Cheerleader waren auch unnötig, sie wollen ja immer den Leuten "was bieten", insgesamt wirds aber irgendwann zuviel, über ein paar Breakdancer oder eine Parcour Show in den Pausen, hätte ich besser gefunden.

Super Saubär
00
31.10.2011, 18:32
Schlecht waren wirklich der DJ ....

Sie sprechen mir aus der Seele. Wobei noch zu bemerken wäre, dass dieses nervtötende Gehämmer in den Matchpausen wie ein Tritt in den Allerwertesten der Spieler ist, die sich entspannen bzw. konzentrieren wollen. Ich bin neugierig, wann der erste Top-Spieler sich so einen Schwachsinn nicht mehr bieten lässt und einfach abtritt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Trennscheiben-Beschallungen den Spielern angenehm wäre ...

Stahl_____666
10
31.10.2011, 09:19
.

3500 sind eh viel für ein Basketballspiel.

Andreas Sonnberger2
02
31.10.2011, 00:44

Als 250er-Turnier kriegt Wien nie einen Top3-Spieler.
Weil das Ranglistensystem den Top-Spielern völlig unattraktiv macht, solche Turniere zu spielen.
Schließlich fließen von den besten 18 Turnieren, die für die Rangliste zählen, fix die 4 Grand-Slam-Turniere, 8 Masters-1000-Turniere, 4 ATP-500-Turniere. Bleiben nur noch zwei Turniere übrig, die 250iger sein könnten (aber auch 500er oder 1000er Turniere).
Daher bringt nur ein "Upgrading" die gewünschten Topspieler.
Basel hat vor ein paar Jahren das Upgrading gemacht, dort spielen nächste Woche Djokovic, Federer und Murray.

Überdies wird es nächstes Jahr noch schwerer, da wieder zwei Konkurrenzturniere, außerdem ist unmittelbar davor das Masters1000 in Shanghai.

tar heel
00
31.10.2011, 01:16

den Grundaussagen zu den Schwierigkeiten des Turniers von Wien kann ich nur voll zustimmen;

2 kleine Anmerkungen:
-- diese sonstigen 2 Turniere können keine 1000er oder 500er sein (sondern nur 250er oder was noch niedrigeres)
-- diese Klausel mit höchstens 2 250er-Turnieren gilt nur für Spieler, die Ende des Vorjahres in den Top-30 waren; für den Rest können mehr in die Wertung (ist zB relevant für Del Potro oder Tipsarevic)
-- vor der Reform 2009 war Basel "International Series" und Wien sogar "International Series Gold"; letzteres ist ähnlich zur 500er-Serie jetzt, allerdings waren die Unterschiede bei den Weltranglisten-Punkten weitaus kleiner

Andreas Sonnberger2
00
31.10.2011, 12:57

Ok, höchstens zwei 250er-Turniere.
Angeboten werden während des ganzen Jahres aber unzählige.

Und ein 250iger-Turnier ist für fast alle schon fix verplant, nämlich das Vorbereitungsturnier zu Wimbledon. Weil alle Vorbereitungsturniere vor Wimbledon (Queens, Halle...) sind 250iger Turniere.

tar heel
00
31.10.2011, 17:17

außerdem spielen viele auch noch ein 250er-Vorbereitungsturnier auf die Australian Open (Doha ist recht beliebt)

allerdings haben nicht nur viele 250er, sondern auch einige 500er Probleme, mehrere absolute Top-Spieler zu bekommen (Memphis, Hamburg, Washington DC)

Lassen wir das
44
30.10.2011, 19:31
typisch Österreich

Bei aller Liebe zum Herrn Muster: Seine (an Lächerlichkeit angrenzende) Zeremonie der Siegerehrung vorzuziehen, war doch eine Beleidigung für beide Spieler, die an diesem Tag wirklich tolle Leistungen erbracht haben!

[Cotton]
00
31.10.2011, 12:16
Muster-Ehrung vor der Siegerehrung ...

Ich fand es ziemlich dumm vom Veranstalter, so vergrault man sich einen Tsonga oder del Potro. Es ist nämlich eine Herabwürdigung der Leistung der beiden Finalspieler, dass Muster geehrt wurde, bevor die beiden ihre Siegerzeremonie hatten - noch dazu wo Muster nach dem Match gegen Thiem seine Verabschiedung schon hatte. Das Theater am Sonntag hätte man sich sparen können - oder, wenn es schon unbedingt sein muss, NACH der Siegerehrung durchführen.

Franz Kavkic
 
00
30.10.2011, 21:46

indeed...und dann wars noch so eine dilletantisch Vorgetragene Vorstellung

Greta Gabbro
 
01
30.10.2011, 20:24

Ich bin absolut Ihrer Meinung! Man hätte das nach der Siegerehrung machen sollen. Tom wäre das sicher auch lieber gewesen.

Höhepunkt der Peinlichkeit war die gezwungene Laola-Welle für Tom :-)!! Und die Handy-Kamera-Botschaft von Kafelnikov...und die "awkward silences" bei Goran's Auftritt...schlimm!

Die Veranstalter haben echt Kindergarten-Mentalität.

ra mses
00
30.10.2011, 19:02
wieviele leute passen eigentlich in die stadthalle? 3500 kommt mir nucht wenig vor!

jewlz
00
30.10.2011, 19:23

sogar mehr als 8.000 - auch das Spiel Muster-Thiem war nicht ganz ausverkauft

? ? !
00
30.10.2011, 19:11
wie der Artikel schon sagt,

wohl auch 8000...

Irre Gut
01
30.10.2011, 18:49
starkes Finale. Großartiges Tennis von den Finalisten. Hätte zwar lieber DelPo als Sieger gesehen, aber Tsonga ist auch sehr ok.

Dramaqueen
00
30.10.2011, 18:30
Jo, Wilfried, da schau her! Toll

jewlz
08
30.10.2011, 17:51
Endspiel auf hohem Niveau

War ein wirklich sehenswertes Stadthallen-Finale auf hohem spielerischem Niveau. Haette zwar Delpo den Sieg ebenfalls gegoennt aber Tsonga hat heute einfach besser und aktiver gespielt und somit aeusserst verdient gewonnen. Abgesehen davon ist Tsonga einfach ein spezieller Typ, der spektakulaeres Tennis spielt. Sehr charmant, es macht riesen Spass ihm zuzusehen!!! War wirklich ein schoenes Turnier heuer mit einer netten Zeremonie fuern Tom am Ende - Respekt! Und dass kein Oesterreicher uebers Viertelfinale hinausgekommen ist hat mich persoenlich nicht im Geringsten gestoert, Hauptsache es wird tolles Tennis geboten!

sonja1978
02
30.10.2011, 17:27

Tsonga find ich gut. Freut mich.

Roland Garros
03
30.10.2011, 17:09
2 supersympathische finalisten!

der extrovertierte tsonga und der ruhige "turm von tandil"!

Toxo Logic
 
00
11.1.2012, 09:39

test

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