Bürgerlicher Plewneliew wird neuer Präsident

31. Oktober 2011, 08:38
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    foto: valentina petrova/ap/dapd

    Der neue Präsident Rosen Plewneliew freut sich.

Offiziell: Klare Mehrheit - Sozialistischer Ex-Außenminister Kalfin verlor Stichwahl

Sofia -In Bulgarien ist der bürgerliche Regierungskandidat Rossen Plewneliew nach amtlichen Angaben zum Präsidenten des EU-Landes gewählt worden. Bei der Stichwahl am Sonntag erhielt der einstige Regionalminister 52,5 Prozent der Stimmen, teilte die staatliche Wahlbehörde nach Auszählung von 98 Prozent der Wahllokale am Montag mit. Der sozialistischer Ex-Außenminister Iwajlo Kalfin kam auf 47,4 Prozent, sagte die Sprecherin der staatlichen Wahlbehörde der Nachrichtenagentur Focus in Sofia.

Der frühere Bauunternehmer Plewneliew hatte sich als Minister mit EU-finanzierten Projekten zum Aufbau der Infrastruktur einen Namen gemacht. Im Wahlkampf setzte er auf die Modernisierung Bulgariens und den Bau neuer Autobahnen. Zudem möchte Plewneliew das Image des Balkanlandes im Ausland und vor allem bei der EU verbessern. Seine erste Auslandsreise werde ihn nach Brüssel führen, hatte Plewneliew vor der Wahl angekündigt.

Die erste Wahl nach Bulgariens EU-Beitritt 2007 galt als Test für die seit zweieinhalb Jahren amtierende Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow. "Von nun an wird der Regierungschef am stärksten eine zusätzliche Verantwortung tragen", sagte in einer ersten Reaktion Innenminister Zwetan Zwetanow als Leiter des Wahlstabs der GERB-Partei.

Die oppositionellen Sozialisten wollten der GERB nicht zum Wahlsieg gratulieren. "Diese Wahlen waren weder fair, noch demokratisch", kritisierte Sozialisten-Chef Sergej Stanischew. "Es ist nicht schamhaft zu verlieren, doch es ist eine Schande auf diese Weise zu gewinnen", meinte er.

Die Vollmachten des bulgarischen Staatschefs sind begrenzt. Ein Veto des Präsidenten gegen ein neues Gesetz kann mit einer zweiten Abstimmung im Parlament überwunden werden. Das Staatsoberhaupt ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte, vertritt unter anderem sein Land im Ausland und billigt neue Botschafter.

Auch bei der zweiten Wahlrunde der Präsidentenwahl gab es den Verdacht, dass Wählerstimmen gekauft wurden. Eine Stimme soll im Roma-Viertel der zweitgrößten Stadt Plowdiw nach einem Bericht des staatlichen Radios 20 Lewa (rund 10 Euro) gekostet haben. (APA)

Postingname geändert
00
31.10.2011, 13:56
jetzn

habe ich gedacht, dass sei der mock lois auf dem photo.

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