Verantwortliche erstatteten laut Tilak Selbstanzeige
Innsbruck - Nach einem Routineeingriff ist am Freitag ein dreijähriges Mädchen in der Innsbrucker Klinik gestorben. Das Kind war bereits seit mehreren Tagen auf der Pädiatrischen Intensivstation in Behandlung, dann sei es zu einer dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen, bestätigte ein Sprecher der Tilak am Samstag einen Bericht von ORF Radio Tirol.
Das Mädchen sei am 15. Oktober ins Bezirkskrankenhaus Schwaz eingeliefert worden, weil es angeblich Klebstoff verschluckt hatte. Von dort wurde das Kind sofort an die Klinik nach Innsbruck überwiesen. Laut ORF soll es im Zuge einer Magenspiegelung dann zu einem Narkosezwischenfall gekommen sein.
Obduktion angeordnet
"Alle in die Behandlung eingebundenen Mitarbeiter sind zutiefst betroffen und sprechen den Eltern des Mädchens ihr aufrichtiges Beileid aus", betonte der landeseigene Krankenhauserhalter Tilak in einer Stellungnahme. Alle Verantwortlichen arbeiteten derzeit mit Hochdruck daran, herauszufinden, was zu der drastischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Kindes geführt habe.
Als erster Schritt sei eine Obduktion angeordnet worden, zudem hätten die Verantwortlichen Selbstanzeige erstattet, hieß es seitens der Tilak. Derzeit sei unklar, ob schuldhaftes Verhalten von irgendeiner Seite Mitschuld am tragischen Tod der Dreijährigen habe. Sollten die Untersuchungen der nächsten Tage und Wochen Anzeichen in diese Richtung ergeben, dann "werden wir alle notwendigen Konsequenzen einleiten", so die Tilak. (APA)