Anschlag in Sarajevo

17 Personen in Serbien festgenommen

29. Oktober 2011, 10:22

Nach Schussattentat auf US-Botschaft: Täter leicht verletzt - Angebliche Kontakte nach Österreich

Belgrad/Sarajevo - Der serbische Polizeidirektor Milorad Veljovic hat nach dem Anschlag auf die US-Botschaft in Sarajevo vom Freitag die Festnahme von 17 Personen im Sandschak, der Region im Südwesten Serbiens, bestätigt. Einer der Festgenommenen stammt laut Veljovic aus Bosnien. Gegenüber der bosnischen Presseagentur SRNA sagte er, dass er nicht überrascht wäre, sollte es sich herausstellen, dass die festgenommenen Personen in Serbien eine ähnliche Aktion vorbereitet hätten wie in Sarajevo.

Alle festgenommenen Personen stünden in bestimmter Weise mit dem Attentäter von Sarajevo in Verbindung, präzisierte Veljovic. Die Identität der Festgenommenen konnte er nicht angeben. Nach seinen Angaben wurden in der heutigen Polizeiaktion im Sandschak von der Polizei 18 Computer und Laptops, 20 Handys, mehr als 1.800 CDs, diverse Literatur, etwa 30 Tonbänder, rund 50 SMS-Karten, fünf Tarnanzüge, eine Kamera, drei größere Messer, eine Säbel und anderes mehr sichergestellt.

Der Chef einer der zwei führendsten bosnischen Parteien, Zlatko Lagumdzija, forderte am Samstag alle Parteien im Lande auf, sich im Ringen gegen eine jede Form des Terrorismus zu vereinigen. Bei einem heutigen Sonderparteitag seiner Sozialdemokratischen Partei (SDP) bezeichnete Lagumdzija den gestrigen Angriff in Sarajevo als einen "Schuss in die Werte", für welche seine Partei stehe.

Eine Polizeisprecherin in Sarajevo bestätigte unterdessen, dass der Attentäter, Mevludin Jasarevic, von dem es zunächst hieß, dass er beim Anschlag ums Leben gekommen sei, nur mit einer leichten Wunde am Oberschenkel davon gekommen ist. Bei dem Angriff wurden zwei Wächter der US-Botschaft verwundet, einer von ihnen schwer. Der Attentäter ist der serbischen Polizei von früher bekannt. Als kürzlich die US-Botschafterin in Serbien Novi Pazar besucht hatte, wurde der Attentäter festgenommen, nachdem bei ihm ein Messer sichergestellt worden war, berichtete Medien in Belgrad. Jasarevic, bei dem am Freitagabend auch zwei Handgranaten sichergestellt wurden, war 2005 wegen eines Raubüberfalles in Wien festgenommen und nach dreijähriger Haftstrafe nach Serbien abgeschoben worden.

Angebliche Kontakte nach Österreich

Der 23-jährige Mann, der am Freitagnachmittag einen Anschlag auf die US-Botschaft in Sarajevo verübt hat, soll seine ersten Kontakte zu radikalen Islamisten in Österreich geknüpft haben. Das erklärte eine im serbischen Novi Pazar lebende Tante des Attentäters gegenüber der bosnischen Tageszeitung "Dnevni avaz" am Samstag. Ihr Neffe, dessen Eltern geschieden seien, sei bei ihr aufgewachsen, bevor er mit der Mutter nach Österreich gegangen sei.

Sie bestätigte die Medienberichte, dass der junge Mann wegen eines Raubüberfalls 2005 in Wien zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Danach war er nach Serbien abgeschoben worden. Vor zwei Jahren hatte der Attentäter nach Angaben der Tante geheiratet und war nach Bosnien umgezogen. Er hat einen zweijährigen Sohn. Die Tante, die ihn zuletzt vor zwei Monaten gesehen haben will, als er zu Besuch in Novi Pazar war, konnte seinen bosnischen Wohnort der Tageszeitung gegenüber nicht angeben.

Unter Berufung auf ein Polizei-Dossier über den Attentäter berichtete der bosnische TV-Sender RTF, dass der 23-jährige Mann seit dem Vorjahr an mehreren Treffen radikaler Islamisten in der Ortschaft Cande bei Brcko teilgenommen habe. Den Begegnungen sollten demnach weitere dreizehn Personen beigewohnt haben. Viele von ihnen kamen aus dem Sandschak, der Region Südwestserbiens, wo die meisten in Serbien ansässigen Muslime leben, je einer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Bei den letzten drei ging es dem Namen nach um Bosniaken (Muslime).

Der Attentäter selbst hat laut der Tageszeitung der bosnischen Polizei gegenüber erklärt, dass er im Februar in der Ortschaft Gornja Maoca bei Brcko, der bekanntesten Siedlung radikaler Islamisten in Bosnien, gelebt habe. Danach sei er nach Novi Pazar zurückgekehrt, um den Islam zu verbreiten, soll er erklärt haben.

In Belgrad sind unterdessen die Sicherheitsmaßnahmen um die westlichen Botschaften, allen voran die US-Vertretung, erhöht worden.

Bosnien-Beauftragter Inzko geschockt

Der internationale Bosnien-Beauftragte, der österreichische Diplomat Valentin Inzko, zeigte sich über den Anschlag auf die US-Botschaft in Sarajevo geschockt. Vom Büro des Bosnien-Beauftragten würden die Bemühungen der Ermittler, alle Details des Anschlages aufzuklären, unterstützt, damit die volle Wahrheit über die Täter und den eventuellen Hauptorganisator an den Tag komme, wurde Inzko auf dem Internetportal der Tageszeitung "Nezavisne novine" am Samstag zitiert. (APA)

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Roter Baron
1219
30.10.2011, 09:23
serbien wird über kurz oder lang seine ewig gestrigen therapieren müssen

sonst schaffen sie nie den sprung ins 21. jht.

Z. Ristic
00
3.11.2011, 12:37

Sie haben wirklich keine Ahnung...

kroate061
00
1.11.2011, 12:48
>sonst schaffen sie nie den sprung ins 21. jht.<

die spannende frage ist ob sich die gesamte EU im 21.jht halten kann

themistokles
01
31.10.2011, 18:12

Roter Baron,
diese Typen sind keine Serben. Das sind fanatische Moslems, die Serbien hassen und am liebsten jeden einzelnen Serben umbringen würden, wenn sie dies nur könnten. Diese Typen als Serben zu bezeichnen ist äußerst derb.
Aber, es gibt da ja so ein berühmtes Sprichwort, welches so ähnlich klingt, wie "zuerst in den eigenen Vorgarten schauen". Damit meine ich, dass gerade in Ö komischer Weise immer wieder solche Radikale zu Terroristen mutieren. Noch dazu schrumpft die österr. Bevölkerung und Moslems haben außerordentlich hohe Geburtsraten.
Sie meinen, dass das ein rein serbisches Problem wäre?? Wir werden ja sehen, wie weit das Ganze in Wien und Ö kommen wird.

Toni Mayr
02
30.10.2011, 11:56

Ich weiss dass Sie es wissen, aber nur dass andere nicht einen falschen Eindruck bekommen. Diese Tätergruppe, obwohl Serben, hassen Serbien mehr als die USA. Und dass hat irgendetwas mit Religion zu tun, weil ethnisch kanns ja nicht sein!

Gib 8
05
30.10.2011, 11:15

Ausgebildet in Österreich, lol.

NaUnd
06
30.10.2011, 10:59
Euch Fundi's kann man's nicht recht machen

Myu
06
30.10.2011, 10:44

schreibt der ewig gestrige ...

1ager
 
24
30.10.2011, 07:33
Was ist los mit Allah???

Also entweder gibt es Allah nicht (wovon die meisten Menschen - so auch ich - überzeugt sind), oder ER toleriert, was seine Gläubigen so tun. Dann toleriere ich IHN nicht mehr.

Wo bleiben die sogenannten "guten Moslems"? Wo bleibt deren Empörung?

Die Angst ist groß!

Ach nein, es heißt ja: Allah ist groß!

zlatni
00
2.11.2011, 09:29
Du Kasparl

Was hat Gott mit dem zutun?

Warum kann der Papst nicht Italien helfen? hm?
Wo ist der Papst hat er sich wider einnige Knaben geholt...

Stani83
01
31.10.2011, 09:32
Redens keinen Blödsinn. Das hat nichts mit einer "bösen" Religion zu tun

Hier geht es um Menschen die eine Religion missbrauchen

Karl Kater
20
30.10.2011, 06:58
Schon wieder?

Bei seinem Besuch in Sarajevo wurde der Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand, von Mitgliedern einer bosnisch-serbischen nationalistischen Bewegung erwartet. Nachdem der Erzherzog einen ersten Anschlag unverletzt überstanden hatte, wurden er und seine Gemahlin Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg von Gavrilo Princip ermordet. Das Attentat in der bosnischen Hauptstadt löste den Ersten Weltkrieg aus.

themistokles
11
31.10.2011, 18:27
ha ha ha! War FF etwa auf Friedensmission in Sarajewo?

Franz Ferdinand ist als Besetzer nach Sarajewo gekommen. Glaubte er, dass sich die größte Bevölkerungsgruppe dieser Gegend eine Annexion durch Ö-Ungarn so einfach gefallen lassen wird??? Wenn ich zB Jemanden sein Hab und Gut abjagen möchte, muss ich damit rechnen, dass es vielleicht beim falschen Typen meinen Kopf kosten wird.

Ausserdem, wer sich mit der Geschichte der Beziehungen zwischen Ö-Ungarn und Serbien befasst hat, weiss, dass das megalomanische Ö-Ungarn immer wieder Kriege mit Serbien provoziert hat.

Und noch etwas. Wenn man schon das Wesen eines ganzen Volkes mit der Tat eines einzelnen Attentäters beurteilt, würde ich gerne die Taten eines Adolf Schicklgrubers erwähnen wollen!
Deswegen: Klappe zu und setzen!

Karl Kater
03
30.10.2011, 06:52
Und

Und - es ist erst der Anfang!
Die ganze Welt soll noch von den Friedliebenden beglückt werden.

Früher war mehr Lametta.
04
30.10.2011, 00:07

die zensur ist heute aber recht hart.

dia_lektik
01
29.10.2011, 23:17

off topic, aber das muss auch mal gesagt werden: wer um alles in der welt schreibt bei der apa und in welchem zustand?

"...rund 50 SMS-Karten, fünf Tarnanzüge, eine Kamera, drei größere Messer, eine Säbel und anderes mehr sichergestellt."

da waren sicher sim-karten gemeint und man beachte den weiblichen artikel zu säbel, was natürlich falsch ist.

im text geht es noch lustig weiter:

"Der Chef einer der zwei führendsten bosnischen Parteien"

"führendsten" erinnert mich an kindergartensprech - würd gern wissen, was die für bewerbungskriterien bei der apa haben.

Fritz Wunderlich
02
29.10.2011, 22:43

sandschak-novi pazar ist eine hauptsächlich von moslems bewohnte region

JBGrenouille
00
2.11.2011, 18:00
Trotzdem Serben

Wenns ums Kosovo geht heisst es auch immer ist serbisch ob Moslems oder Hindus oder Aborigines oder sonst was. Und man erzählt auch immer wie sehr man seine Minderheiten liebt und wieviele Rechte sie haben.
Weiterhin ist auch Serbien dafür verantwortlich was seine Bürger tun, sind ja auch deren Staatsbürger auch wenn nicht serbisch orthodox.

mitchfizzl
01
30.10.2011, 10:30

wobei man aber dazu sagen muss, dass die meisten muslime aus dem sandschak zu zeiten des ehemaligen jugoslawien und auch jetzt in einem kleinen serbien zum großen teil loyal gegenüber dem staat sind/waren in dem sie lebten...

derrabe
00
5.11.2011, 12:03

als die türkei gegen serbien bei der wm in basketball gewonnen hat,

haben die alle auf der straße geschrien:

"ovo je turska" -->"hier ist die türkei"

die sehen sich als moslems im nationalen sinne, somit sind sie eine minderheit und keine ethnischen serben

Valjevac
00
31.10.2011, 11:59
Hm........... Loyalität ist so ne Sache, Tausende Islamisten aus Raska Oblast die Sie als Sandzak bezeichnen waren freiwillige im Krieg gegen Christen im Bosnischen Krieg .

Liburna
101
29.10.2011, 22:11
Oje

Die Serben können nicht mal Krieg führen wenn sie sich als Vahabiten verkleiden. Kosovo ist futsch, Sandžak wohl auch. Ah ja, Vojvodina sowieso.

Valjevac
01
31.10.2011, 15:30
Viva Italia Istria , Zivela Srpska Krajna usw.usw.usw.

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit steinen um sich werfen :-)

HAJDUK-S-TORCIDA
18
30.10.2011, 10:57

Zuerst DALMACIJA, weg von den EU Eseln aus Zagreb (!!!) Wobei deine Liste unendlich lang sein könnte, aufgeschrieben wurden nur deine eigenen Befriedigungen :)

FreeDalmacija (Zagreb und Europa erwürgt uns)

Die Provinz lebt
01
29.10.2011, 21:13
es wird Zeit, dass diese Gebiete endlich der EU angegliedert werden

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