Begutachtungsfrist abgelaufen

Definitionswünsche an den "Generationen-Scan"

29. Oktober 2011, 08:35
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    foto: hans punz/dapd

    Staatssekretär Kurz brachte den "Generationen-Scan" auf Schiene.

Senioren wollen explizit erwähnt werden - Soll am 8. November in den Ministerrat

Wie - Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) will sein "Generationen-Scan"-Projekt so rasch wie möglich auf den Weg bringen. Am Freitag endete die Begutachtungsfrist, und bereits im nächsten Ministerrat - der steht am 8. November an - soll eine Regierungsvorlage beschlossen werden, kündigte sein Sprecher gegenüber der APA an. Die derzeit noch nicht besonders zahlreichen Stellungnahmen sehen das Unterfangen grundsätzlich positiv, haben jedoch Verbesserungswünsche im Detail.

Mit dem Generationen-Scan soll bei neuen Bundesgesetzen und Verordnungen künftig vor der Beschlussfassung geprüft werden müssen, welche Auswirkungen sie auf im familien- und jugendpolitischen Bereich sowie auf die Ausgewogenheit zwischen den Generationen haben.

Dass im Gesetzesentwurf zwar von Generationen, aber nicht ausdrücklich von älteren Personen die Rede ist, wird in Stellungnahmen indes kritisiert: wenig überraschend vom Seniorenrat, aber auch vom Verfassungsdienst im Bundeskanzleramt, damit die im Text beschworene "Ausgewogenheit zwischen den Generationen a priori in Frage" gestellt sieht.

Dazu hat sich das Staatssekretariat freilich schon vorsorglich ein Argumentarium zurechtgelegt. Mit "Generationen" seien natürlich Ältere und Jüngere gemeint, heißt es dort. Und bei der Folgenabschätzung von gesetzlichen Maßnahmen seien vor allem langfristige Auswirkungen interessant - die wiederum würden vor allem junge Leute betreffen.

Mehr Definitionsarbeit wünscht sich das Frauenministerium für den Gesetzestext. Dort findet man es nämlich "fraglich, welcher Familienbegriff der Darstellung der familienpolitischen Auswirkungen zugrunde zu legen wären". Jedenfalls müssten darunter auch etwa Patchwork-Familien, Alleinerziehende oder "Regenbogenfamilien" verstanden werden. Ebenfalls ungenau definiert sei die "Ausgewogenheit zwischen den Generationen" und auch, was eigentlich unter Jugendpolitik zu verstehen sei. Ratschlag der Frauensektion im Bundeskanzleramt: Man möge diese Fragen in einem "Dialogprozess" mit Experten klären und in der Folge die Novelle präzise fassen.

Den Familienbegriff stellen auch die Bundesjugendvertretung und die Österreichischen Kinderfreunde zur Debatte - bzw. vermissen sie die Berücksichtigung von Kindern, diese seien nämlich nicht nur einfach als Teil der Familie zu betrachten, sondern als "eigenständige Individuen", so die Bundesjugendvertretung. Beide Organisationen wären auch gerne schon in den Vorarbeiten für die Novelle konsultiert worden. (APA)

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17 Postings
sonne-licht
 
10
8.11.2011, 10:08
senioren

mich würde interessieren wo ihre leistung war in den letzten jahrzehnten?

viele sind ja nach wenigen jahren in pension gegangen bzw. haben nur wenige jahre steuern gezahlt.

das sollte mir mal wer erklären bzw. statistik erhoben werden!

gegen menschen die wirklich beiträge zahlten, habe ich nichts, jedoch gegen viele senioren die vom aufschwung der nachkriegszeit lebten!

HansPeter10
00
9.11.2011, 17:53

Du scheinst wo angrennt zu sein. Dir was zu erklären ist sinnlos. Informiere dich selbst wie es nach dem Krieg ausgeschaut hat bei uns.
Du bist vor lauter Wohlstand ein bissel geschädigt über der Nase.

sonne-licht
 
00
13.11.2011, 21:02
ist das ihre entgegnung?

um überhöhte pensionszahlungen und frühpensionisten zu rechtfertigen? ein generationen-scan soll misstände aufdecken, gehaltsunterschiede bei einstiegsgehältern z.b. - natürliche wehren sich dagegen die "alten" senioren die nur sich selber sehen und in gesundheit und wohlstand spazierengehen - es gehört sehr wohl hinterfragt unter welchen umständen die menschen sich ihren wohlstand im alter erarbeitet haben? sie wollen mir was erklären, wo ist da ausser beleidigungen ihr erklärung? ich breche lieber eine lanze für die jungen die die missetaten der älteren generationen bezahlen sollen!

Lucius Vorenus
10
8.11.2011, 07:53
"Generationen-Scan" ist ein Witz!

Was die ÖVP und der Kurz, der bisher rein gar nichts zu Stande bekommen hat, hier versuchen als innovatives Projekt zu verkaufen, sollte in der Politik eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein! Das ist doch ein Witz sondergleichen, wie hier das Volk wieder einmal für blöd verkauft wird. Wir nehmen also etwas was selbstverständlich sein sollte, verpassen dem Thema einen coolen Namen und verkaufen das dann über den hippen Geilomobilpolitiker! Lachhaft!

Le Fou du Roi
02
30.10.2011, 10:42
Pensionisten in die Bundeshymne...

Wär' doch was zur Beschäftigung des Parlamentes.
;-)

Althase
04
30.10.2011, 09:28

Das ist der nächste Versuch die Bevölkerung zu polarisieren - Inländer gegen Ausländer, Katholen gegen Islam, Arm gegen Reich und jetzt Jung gegen Alt.

Das soll jetzt nicht heissen, man soll sich Gesetze nicht hinsichtlich ihrer Auswirkungen genauer ansehen, aber Herr Kurz fasst das zu kurz.

lagrangian
24
30.10.2011, 03:02

Endlich etwas zukunftsweisendes! Sowas gibts in Österreich ja sonst leider kaum.

Silberling
02
30.10.2011, 09:51

dafür brauche ich keinen Generationencheck, wenn man will, das es allen gut geht.

Radio Eriwan
03
29.10.2011, 21:49
ÖVP-Bla-bla.

ivoryhunters
20
29.10.2011, 19:52
super unsere pensionsten diktatur

da sind wir eh schon angelangt.

jetzt mischen sich die pensionisten sogar schon in projekte ein, die genau dafuer geschaffen wurden, den ungesunden oesterreichsichen hang zur zukunftsvernichtung durch uebervorteilung der jungen einzudaemmen.

lang haben wir zugeschaut, jetzt ist es zu spaet. die pensionisten demokratie ist schon da und junge die sich aufregen gibts keine mehr.

funkyforty
01
30.10.2011, 10:44
genau!

logans run als vorbild für eine alternative zu der von hier beschworenen pensionistendiktatur!

auch wenn's eines tages einen selbst be-trifft.

SterzinOz
10
30.10.2011, 04:22
Die Pensionisten umfassen ja in Österreich

nahezu alle Generationen, bei der Frühpensionistenepidemie...

didi111
12
29.10.2011, 17:32
Ganz klar ist das nicht...

Unterstellend, daß dieser Generationsscan nicht nur auf ein Klopapier geschrieben ist, WAS soll das in der Praxis bringen ausser heisser Luft?

Okay, sollte man damit meinen, die Jugend will mitsprechen bei den Pensionshöhen, dann kann man ja auch seitens der Älteren fordern, bei den Einkommen der Jüngeren mitreden zu wollen.

Das wäre ja nur fair!!

Das von Kurz Gewünschte müsste auch ein Einspruchsrecht bei Einstiegsgehälter der Jüngeren beinhalten. Denn wie kommen die Älteren dazu, die Ausbildung der Jungen ZUR GÄNZE zu finanzieren? Hier kann ja auch ein monatlicher Prozentssatz einbeahlten werden zur Rückzahlung der Ausbildung..

Da kommen ja lustige Zeiten auf uns zu.

Die Jungen ärgern die Alten und umgekehrt...

Yes..

mike sierra
10
29.10.2011, 18:17

??? Einspruchsrecht bei Einstiegsgehältern ?

Sollen die Jungen noch weniger für die SV und damit die Pensionen einzahlen können?

Fon
05
29.10.2011, 13:36

Mich würde interessieren, welche Auswirkungen parlamentarische Beschlussfassungen auf das Verhältnis zwischen armen und reichen ÖsterreicherInnen haben. Zum Beispiel wie sich die gegenwärtige Stipendienregelung in Bezug auf die Kinder von Landwirten und denen von FacharbeiterInnen auswirkt. Oder das reiche Familien für ihre Kinder genau so viel Kinderbeihilfe bekommen wie arme etc. Vielleicht sollte es einmal einen Gerechtigkeitsscann geben.

viridisdens
03
29.10.2011, 13:18
övp-scan:

was bringt mir und meinen freunden möglichst viel?!

/ .
02
29.10.2011, 12:54

"Und bei der Folgenabschätzung von gesetzlichen Maßnahmen seien vor allem langfristige Auswirkungen interessant."

Na dann los, analysiert und schreibt Berichte. Ich bin schon gespannt auf das Ergebnis, wenngleich ich das Resultat schon zu wissen glaube. Vielleicht werden dann endlich einmal Blecha&Co aus ihrer UNtätigkeit entlassen und zu retten begonnen was zu retten gehört.

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