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Wien - Nach der Aufregung um einen im ÖVP-Parlamentsklub gelandeten Brief der Justiz an den BZÖ-Abgeordneten Gerald Grosz hat dieser jetzt Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien erstattet. Als Verdächtige führt er Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP), ÖVP-Mandatar Johann Singer sowie unbekannte Täter an, nicht aber Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek. Der Vorwurf lautet auf Verletzung des Brief- und Amtsgeheimnisses.
Stein des Anstoßes: In der Debatte um den ÖBB-U-Ausschuss zitierte Singer Mitte Oktober im Nationalrat aus einem Brief Pilnaceks an Grosz, den dieser nach eigenen Angaben noch gar nicht geöffnet hatte. Das Bündnis tobte und ortete eine skandalöse politische Verbindung zwischen Ministerium und ÖVP-Klub. Dort versuchte man zu kalmieren, man habe das Schreiben anonym zugespielt bekommen. Pilnacek stritt auf APA-Anfrage die Weitergabe ab, verwies aber darauf, dass die Ministerin von dem Brief informiert gewesen sei. Karl wiederum sah keinen Anlass zur Vermutung, dass ihr Ressort die Finger im Spiel gehabt haben könnte.
Grosz schenkt in seiner Sachverhaltsdarstellung - die am 27. Oktober von jener Anwaltskanzlei eingebracht wurde, in der BZÖ-Justizsprecher Ewald Stadler als Konzipient tätig ist - lediglich Pilnacek glauben. Für ihn besteht der Verdacht, dass Karl bzw. politische Gewährsleute aus ihrem Kabinett die Weitergabe in die Wege leitete, Unbekannte im Ministerium diese durchführten und Singer die Übergabe veranlasste. Grosz sieht sich als Opfer dieser Vorgänge, hat sich dem Verfahren als Privatbeteiligter angeschlossen und behält sich die Bezifferung seiner Schadenersatzansprüche vor. (APA)
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In der Kanzler Steier. Dort passt er auch gut hin.
http://www.kathprint.at/
Dass die jeweilige Partei aus dem Ministerium, das sie im Rahmen einer Regierungsbeteiligung gerade besetzt, mit Informationen versorgt wird, ist doch, unabhängig von der Farbe, ganz normal, ganz unabhängig vom geltenden Recht. Die Anzeige ist nur konsequent und im Sinne der Gesetze folgerichtig. Allerdings, was letztlich geahndet würde: Nicht der gesetzlich untersagte Informationsfluß, sondern die Dummheit, sich erwischen zu lassen.
Vielleicht will die ÖVP aber in Wahrheit nur etwas demonstrieren: Dass sie sich alles erlauben können, ohne dass man ihnen noch rechtlich ankommt. Das würde auch erklären, warum die Aktion so gekünstelt wirkt, inhaltlich kann das nämlich gar nichts, nur dem Prinzip des Bruchs des Amtsgeheimnisses nach.
War jedenfalls sein Wahlversprechen.
Sollte er sich aber weiterhin fälschlicherweise als aktiver BZÖ-Politiker ausgeben, müßte man doch glatt eine Klage in Erwägung ziehen.
warum erwähnt ein völlig unbekannter övp hinterbänkler, ein schreiben der justiz an grosz vor,
in dem die verfahrenseinstellung in einem verfahren gegen grosz bekannt gegeben wird,
also warum soll ein övpler eine frohe, aber noch unbekannte botschaft für einen bzöler im nationalrat erwähnen?
Obwohl ich kein BZÖ Anhänger bin und Grosz für einen untauglichen Politiker halte, gehört die SAche aufgeklärt und diejenigen, die das Schreiben an den ÖVP-Club weitergeleitet haben zu Verantwortung gezogen.
Es gehört auch aufgeklärt, ob es usus ist, dass die ÖVP aus dem Justizministerium mit solchen Dingen versorgt wird, denn dies gehört einfach abgestellt.
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