Margit Schratzenstaller

Krise entscheidet über Schuldenabbau

Kolumne | Margit Schratzenstaller, 28. Oktober 2011, 16:24

Der Bundeshaushalt für 2012 hängt von der Bekämpfung der Finanzkrise mittels geeigneter internationaler Regulierungen ab

Ob der geplante Bundeshaushalt für 2012 und der mittelfristige Budgetpfad halten, hängt zunächst davon ab, ob es gelingt, die Finanzkrise mittels geeigneter international zu vereinbarender Regulierungen in den Griff zu bekommen und die europäische Schuldenkrise nachhaltig zu lösen.

Eine Krisenverschärfung würde die Konjunktur stärker und länger als derzeit erwartet dämpfen und die nationalen Budgets entsprechend belasten. Auch ist Österreich an den bisherigen Rettungsmaßnahmen für drei Euro-Schuldenkrisenländer beteiligt. Fällt der an Griechenland vergebene Kredit von 1,4 Milliarden Euro teilweise aus oder würden die für Irland und Portugal übernommenen Haftungen von insgesamt 2,65 Milliarden Euro schlagend, erhöhte dies Defizit und Gesamtverschuldung entsprechend.

Zudem ist nicht auszuschließen, dass ein zusätzlicher Eigenkapitalbedarf der österreichischen Banken - die Rede ist derzeit von etwa drei Milliarden Euro - zum Teil auch durch die öffentliche Hand in Form von weiterem Partizipationskapital gedeckt werden wird: Wodurch der Schuldenstand zumindest vorübergehend stiege.

Auch könnte sich die Rückzahlung des bereits in den Jahren 2008 bis 2010 an die Banken gewährten Partizipationskapitals in Höhe von insgesamt 5, 25 Milliarden Euro weiter verzögern. Insgesamt könnten also die europäischen Entwicklungen direkt oder indirekt die für 2013 von der EU-Kommission geforderte Unterschreitung der Maastricht- Obergrenze für das Budgetdefizit von drei Prozent des BIP beträchtlich erschweren. Und auch die Ausgangsposition für den Schuldenstand, der nach dem reformierten EU-Regelwerk ab 2016 beschleunigt abzubauen ist, würde sich verschlechtern. Allerdings verstellt die Fokussierung auf die externen Budgetrisiken den Blick darauf, dass ein Teil der österreichischen Budgetprobleme hausgemacht ist.

Nur einige Beispiele: Die notverstaatlichten Banken haben bisher voraussichtlich uneinbringliche Zuschüsse in Höhe von zwei Milliarden Euro erhalten; weiterer Zuschussbedarf in Milliardenhöhe ist nicht auszuschließen. Die Pensionsausgaben des Bundes legen trotz der vereinbarten Konsolidierungsmaßnahmen zwischen 2011 und 2014 um mehr als 14 Prozent auf mehr als zwanzig Milliarden Euro zu und steigen damit mehr als doppelt so schnell wie die Gesamtausgaben.

Die Ausgaben für Förderungen liegen deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Zu der offiziellen Schuldenquote von knapp 75 Prozent kommen weitere außerbudgetäre Schulden von mindestens zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), die nicht zuletzt einer in Teilbereichen zu wenig rationalen Infrastrukturinvestitionspolitik geschuldet sind.

Die Finanzkrise ist Hauptursache für den Anstieg der österreichischen Schuldenquote um 15 Prozent des BIP seit 2008. Gleichzeitig gibt es krisenunabhängig erhebliche Ineffizienzen und Einsparpotenziale im öffentlichen Sektor. Eine Politik, die die österreichischen Budgetprobleme lösen will, hat daher mehrgleisig zu fahren.

Sie muss neben der Bekämpfung der akuten europäischen Schuldenkrise auf Maßnahmen drängen, die künftige Finanz- und Schuldenkrisen mit ihren hohen budgetären Kosten verhindern helfen und die Europa die dringend benötigten Wachstumsimpulse geben. Auch darf sie die in Österreich anstehenden Strukturreformen zur Realisierung von Einsparungen in Föderalismus und Verwaltung, Gesundheits- und Spitalswesen, Fördersystem sowie im Pensionsbereich, deren Umsetzung ganz allein in der Hand der heimischen Akteure liegt, nicht aus dem Blick verlieren.

Schließlich erfordert eine dauerhafte Budgetsanierung auch die Stärkung der Wachstumspotenziale durch höhere Zukunftsausgaben für Bildung, Innovation und Umwelt. Die bislang zwischen 2011 und 2015 geplanten Ausgabenzuwächse von 3,9 Prozent für die Bildung und 4,6 Prozent für die Forschung, die real einen Ausgabenrückgang darstellen, sind hierfür unzureichend. (DER STANDARD; Print-Ausgabe, 29./30.10.2011)

MARGIT SCHRATZENSTALLER ist Referentin für öffentliche Finanzen beim Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo).

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Posting 1 bis 25 von 37
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didi111
00
30.10.2011, 16:13
Die Ausgaben für Bildung können wir uns schenken,

solange uns es nicht gelingt, eine Primärvoraussetzung zu schaffen, nämlich

Die Lehrer wieder ins Klassenzimmer und in die Schule zu bekommen!!

Denn es ist geradezu moralisch verwerflich, in dieses System, in dem die Lehrer nicht einmal 2 Stunden pro Woche länger in der Schule bleiben wollen, noch ETWAS zu investieren.

Das Bildungsvolksbegehren ist echt für die Katz!!

Wir sollen ALLE zahlen, und die LehrerInnen sind Weltmeister im Fach "Freizeitoptimierung".

Da lachen doch die Hühner..

alpentiger
11
30.10.2011, 16:09
Transnationale Finanzpolitik und Demokratie im Schrebergarten ....

Das ist die momentane "Klemme" im System, insbesondere der EURO-Staaten. Während die globale Finanzwelt weder Ländergränzen noch demokratische Entscheidungen kennt und die "Gegenspieler", die demokratischen Nationalstaaten "in den Seilen" hängt, versucht sich die Medienwelt und breite Teile der Bevölkerung durch Politikerpashing wenigsten bei Stimmung zu halten.

Die EU hätte nur die Chance, mit radikalen Gesetzesrestriktionen gegen die Finanzwelt vorzugehen (Tobin-Tax, Verbot von Derivaten) und Neulizenzierung der Börsenhändler unter verschärften Bedingungen und begleitend, in jedes EURO-Mitgleidsland, welches die Maastricht-Kriterien nicht schafft mit einem "Staatskommissär" zu verwalten.

Leider gelingt das, nicht! Oder doch?

kein tee auf partys
00
30.10.2011, 09:23

"Zudem ist nicht auszuschließen, dass ein zusätzlicher Eigenkapitalbedarf der österreichischen Banken - die Rede ist derzeit von etwa drei Milliarden Euro - zum Teil auch durch die öffentliche Hand in Form von weiterem Partizipationskapital gedeckt werden wird: ..."

was? "partizipationskapital"?
ist das sicher???
bitte nicht ..
wenn es zu einer "rekapitalisierung" kommt, dann bitte nicht wieder in dieser hybridform, sondern mittels echtem eigenkapital!

mikromalist
 
00
30.10.2011, 08:19
Ja, die Mehrgleisigkeit ist unverzichtbar.

Ein grosses Potential liegt im Abbau kontraproduktiver Subventionen.
Aber, Wirtschaft und Finanz nicht regulieren, sondern klug besteuern.
Von Sparkassen und Investmentbanken gleichprozentiges Kernkapital zu fordern, ist einfach goof. Es geht um das Risikoprofil.
Durch progressive FTS nach Volumen, Geschwindigkeit, Hebel, vielleicht sogar Korrelation würden Blasen durch lawinenartiges Schwarmverhalten weitgehend gedämpft und innovative, diversifizierte Wirtschaftsleistung "belohnt"?

recycling
00
31.10.2011, 08:38
Die letzten größeren Finanzkrisen ...

waren mit der einzigen Ausnahme der DotCom-Krise nicht auf eine Blasenbildung zurückzuführen, die mit so einer Steuer bekämpft werden könnte.

mikromalist
 
00
31.10.2011, 09:04
Die Subprimcrisis drückte sich in einer

Riesenkorrerlation aus. Banken boten -Augen zu- die unsäglichen Bush-Greenspan niedrigzinslichen Hypothekarfloater an, weil sie sich zu recht Riesenvolumina erwarteten. In der Euphorie haben sie ganz auf das Putoptionsrisiko vergessen.
Und ALLE sprangen nach (aus dem Fenster)
Mit einer progressiven FTS wäre das nicht geschehen.

Auch die jetzige Schuldenkrise wurde viel Risiko in der Annahme genommen CreditDerivatives können es hedgen - mit Riesenvolumina. Was falsch ist.

Die Gefahren von HFS wären ebenfalls zu bannen.

Übrigens ich gehöre zu jenen, die sagen: keine Produktregulierung und Vorsicht keine überzogenen Kernkapital-Forderungen, aber kluge, faire FTS.

recycling
00
1.11.2011, 18:49
(Teil II)

Dazwischen haben noch Bill & später George dereguliert, sodass reichlich unbesicherte Kreditaufnahmen explodiert sind.
Spät. 2006 waren die Short-Seller sicher, dass der Markt platzen wird, aber die Mehrheit blieb Long. Der Aufprall wurde vertagt + härter.

Wie wird die Zukunft aussehen?
Weiß natürlich keiner, aber alle glauben irgendwas anderes. Gier, Angst, Lust etc. sind in den Menschen eingeschrieben. Egal welche Technologien kommen u. welche Regulierungen gefunden werden - Finanzkrisen wird es vielleicht immer geben, weil obige Gefühle und Triebe der Menschen sehr oft bestimmend sind.

Die Vernunft wäre ein Ausweg (Kant usw.), aber das ist auch nur ein westliches Konzept und diese greifen ja bekanntlich nicht immer sehr gut.

mikromalist
 
00
1.11.2011, 21:10
In einem gebe ich Ihnen recht.

Wirtschaft hst mit Poker mehr zu tun, als mit jeder anderen Theorie. Auch die neuste nobel-preis-fähige rational expectations ist es nicht.

Allein, dass jeder Marktpreis sich verändert, davon abhängig, wer ihn publiziert.

Aber Poker hört auf, wenn immer die Selben hoch gewinnen und nix in der Gemeinschaftskassa bleibt.

Vielleicht sollten wir auch in der Wirtschaft nur Preisgelder ausspielen? ;)

recycling
00
1.11.2011, 18:49
Ich glaube nicht, dass diese progressive FTS Finanzkrisen verhindern würde. (Teil I)

Die Ursachen d. meisten Krisen (auch "Subprime") sehe ich in d. Realwirtschaft, tw. auch i. d. Kultur eines etwas zu sozialistischen Kapitalismus.

Menschen wurden mit unlauteren Methoden dazu getrieben alles auf Kredit zu kaufen (siehe auch Bourdieu: "D. Einzige u. sein Eigenheim"). Die Bedeutung von Eigenmitteln wurde hingegen verdrängt. Das ist nicht schlau.

Kreditverträge entsprachen nachweislich keinerlei Standards, es stand scheinbar sehr viel im Kleingedruckten. Hypothekarfloater vergrößerten die Unsicherheit auf den Märkten. Jedoch noch wankten F&F nicht.
Die darauf aufbauenden CDS wurden scheinbar nur persönlich zw. ein paar Playern gehandelt, denn größere Märkte existierten dafür 03/04 nicht.

Ob hier progr. FTS gegriffen hätte?

B.P.
00
29.10.2011, 22:41
auch wenn ich...

... ihnen im Großen und Ganzen zustimme, sehe ich das größte Problem noch immer in der Umsetzung der notwendigen Strukturreformen (in welcher Art auch immer). Diese "nur" nicht aus dem Blick zu verlieren ist wohl zum jetzigen Zeitpunkt schon bei weitem zu wenig. Bereits seit den 80ern bzw. frühen 90ern weicht der "Blick" der Politiker nicht von notwendigen Reformen im Pensions- und Gesundheitssystem, in der Verwaltung und in Sachen Bildung... nur Geschehen ist bis heute nichts (Wesentliches)...
Warum sollte gerade die Garde besonders rückradloser Sesselkleber in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Zeug dazu haben die immer dringender notwendigen Reformen nicht nur anzugehen sondern auch wirklich aktiv umzusetzen?!?...

CurtisGranderson
11
29.10.2011, 18:09

Danke Frau Schratzenstaller, ein ökonomischer Lichtblick in einer Wüste aus Blendern - vielleicht sollte es einfach mehr Frauen geben, die sich dem Thema widmen.

Der Artikel gehört eingerahmt und jedesmal hevorgeholt, wenn wieder ein Sozialstaatabschaffer meint, ebenjener sei die Ursache für alles Böse...das Gegenteil ist der Fall.

ravenna
00
30.10.2011, 11:09

So gut wie der Artikel ist, so überflüssig ist Ihr Posting.

Horst Fiedler
 
00
29.10.2011, 23:14

Ins Licht blicken hilft leider nicht gegen Blender. Nur wenn man Blendern nachläuft (oder wegblickt) wird man nicht geblendet. Das ist leider so.
Zur "wenig rationalen Infrastrukturinvestitionspolitik" hätte ich noch ein Beispiel:
http://www.tifff.com/tifff/s7/... sfinag.pdf

leser 4712
00
29.10.2011, 13:25
ein guter tag beginnt...

solange wir uns sprücheklopfer leisten, die außer arbeitskreisen und zu nichts führenden untersuchungsausschüssen nichts relevantes weiterbringen, brauchen wir nicht hoffen, dass es besser wird.

notverstaatlichte banken, gesponserte industriezweige oder krankgesparter gesundheitssektor: danke

Friederich
00
29.10.2011, 09:31
Gesundschrumpfen

Die EU ist doch nur noch eine Umverteilungsinstitution
von dem was eigentlich nicht vorhanden ist.
Und das macht sie mit einem riesigen Verwaltungsaperrat.
Es gibt nur eine langfristige Lösung: „Gesundschrumpfen“

amused8
13
29.10.2011, 09:28
Das gesparte Geld der Privaten sind die Schulden des Staates. Sollte der Staat Gewinn ausweisen, müßten die Spareinlagen der Bürger sinken. Ergibt sich aus einfachen Bilanzregeln: Soll = Haben! Wo Schulden sind gibt es Guthaben gleicher Höhe.

Wenn es um Staatsschulden geht, hat sich das von Reagan ausgegebene neoliberale Credo "Der Staat ist nicht die Lösung sondern das Problem" tief in die Volksmeinung eingenistet. Kein Wunder, Schulden sind einfach bei so gut wie allen Menschen negativ besetzt. Was nicht gewußt wird:

- unser gesamtes Geldsystem ist auf Schulden gebaut - Sparen von Privaten in einem FIAT Geldsystem ist kontraproduktiv, denn Geld wird der umlaufenden Geldmenge entzogen. Es wird auch nicht für Kredite gebraucht, denn die Banken schöpfen Kredite aus dem Nichts. Mit gespartem Geld werden hauptsächlich Staatsanleihen (= Staatsverschuldung) gekauft.
- das durch Sparen entzogene Geld muß durch einen Schuldner ersetzt werden - kann nur der Staat sein.

peace & love
11
29.10.2011, 08:40
'Bekämpfung der Finanzkrise mittels geeigneter internationaler Regulierungen'

wenn das budget von derart naiven ansätzen ausgehend konstruiert wird, ist keine besserung zu erwarten.

'interventionismus' hat nämlich noch NIE in der geschichte funktioniert.

Clemo
00
28.10.2011, 19:56
Die Finanzkrise ist Hauptursache für den Anstieg der österreichischen Schuldenquote um 15 Prozent des BIP seit 2008

Liebe Frau Schratzenstaller

Sie schreiben doch selber, dass das bis dato "nur" 2 Mrd sind. 2 Mrd sind nicht 15%!!
Wir haben ein strukturelles Defizit. Bis dato hat die Finanzkrise im wesentlichen Risiken für uns gebracht. Und willkommene Ablenkungen für unsere Politiker (und Medien und Experten wie sie) von den Strukturproblemen abzulenken.

Das heißt nicht, dass eventuell noch Mrd auf uns zukommen aus der Finanzkrise. Das beschreiben Sie meiner Meinung nach korrekt. Und ja, es muss hier reformiert werden. Bis dato gibt es für den Finanzsektor bestenfalls Reförmchen, aber das ist wohl Euphemismus hoch 2.
Schattenbanken
Überforderte Aufsichtsbehörden
Unklare Aufgaben der Banken (Investment, Beratung)
Schwarzgeld
usw

ino
00
28.10.2011, 22:48
na geh,

die finanzkrise hat sich ja nur in bankenpaketen ausgewirkt. sonst war nix, oder? dass kurzarbeit und abwrackprämie auch ein wenig geld kosten könnten, scheint ihnen unplausibel? dass die nachfrage nach exporten aus ö leidet, wenn rings um auf der welt gespart wird, kommt ihnen komisch vor?

aber statt zuschüssen für banken wäre es zeit für beteiligungen, wenn schon steuergeld fließt dann hätten wir auch gern was dafür!

Clemo
00
28.10.2011, 22:58

Genau, weil vor der Finanzkrise hat Österreich kein Defizit gemacht und in 2011 (Hochkonjunktur) machen wir auch kein Defizit. Die bösen Griechen sind Schuld.
Und erst die Kurzarbeit und so weiter. Dramen.

Aber nein, der Bundeszuschuss zu den Pensionen ist von 2009 auf 2011 nicht um über 1 Mrd zusätzlich pro Jahr gestiegen, nein... Und die Mittel für die ÖBB sind auch nicht angestiegen, nein....

Oder war Ihr Posting ein bisserl zynisch ;-)

Andreas Prucha
00
29.10.2011, 02:58

Vorher ist die Staatsschuld aber gemessen am BIP gesunken.

http://www.google.at/publicdat... 6sterreich

Nichtschweiger
 
00
29.10.2011, 09:51
Das ist Chuzpe!

Zuerst Schüssel dafür verdammen dass er durch Einsparungen, Reformen etc. die Staatsverschuldung im Laufe seine Amtszeit auf unter 60% bringt und es jetzt als positives Argument dafür zu bringen, dass ja vor der Krise die Staatsschulden gesunken wären!!!

ino
00
28.10.2011, 23:17
2011 war hochkonjunktur?

in der größten krise seit dem zweiten weltkrieg bricht überall die nachfrage weg,... nur ein kleines dorf .. äh... land inmitten der eu ist ganz unberührt und hat hochkonjunktur. was spielts denn sonst so in ihrem paralleluniversum?

und ja, defizite hatten wir auch davor, aber halt nicht in dem ausmaß

her wig
00
28.10.2011, 19:52
Regeln nützen nix, wenn trotzdem mehr Geld ausgegeben wird als da ist

siehe Maastricht-Kriterium.

Ausserdem bemerkenswert dass "nur" 2 Mrd. an die Banken fliessen, aber 20 Mrd. an die Pensionisten. Und dabei hätten die Pensionisten eh ihre eigene Versicherung, jedwede "Rettung" der Pensionshöhe mit Budgetmitteln ist absurd und eigentlich ein Betrug.

Reich sein muss sich lohnen!
02
28.10.2011, 21:06
Nachdem Geld nur durch Schulden ensteht

muss immer jemand mehr ausgeben als er einnimmt damit überhaupt Geld vorhanden ist.

Firmen und Private können und wollen sich nur begrenzt verschulden, daher muss der Staat das verschulden übernehmen.

Es können nicht alle mehr einnehmen als ausgeben. Irgendwo muss das Geld für die Gewinne auch herkommen (und ohne Gewinne funktioniert unser Wirtschaftssystem nicht).

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