Science Park nimmt Gestalt an

28. Oktober 2011, 15:47
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Schlüsselübergabe für zweiten Abschnitt - der dritte soll bis Mitte 2012 fertig sein

Linz - Die Linzer Johannes Kepler Universität (JKU) hat eine weitere Etappe ihres Ausbaus abgeschlossen. Am Freitag wurde der zweite von insgesamt vier Bauabschnitten des Science Parks eröffnet. Abschnitt drei soll Mitte 2012 fertig sein, der vierte Bau ist noch in der Planungsphase. Rektor Richard Hagelauer, Friedrich Faulhammer, Sektionschef im Wissenschaftsministerium, und der Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, Hans-Peter Weiss, stellten ihn in einer Pressekonferenz anlässlich des Festakts vor.

"Unser zweites Raumschiff" nennt Hagelauer den nun eröffneten, "futuristisch" aussehenden Komplex, mit dem der Campus sichtbar gestärkt worden sei. In dem Neubau mit rund 10.000 Quadratmetern Hauptnutzfläche sollen 250 Mitarbeiter forschen und lehren. Er beherbergt neben der Mathematik und der Kunststofftechnik auch außeruniversitäre Einrichtungen wie das Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics der Akademie der Wissenschaften.

Abschnitt 4 noch in der Planungsphase

Die Kunststofftechnik, die nun ein modernes Dach über dem Kopf hat, verzeichnet jährlich knapp 50 Erst-Inskribierende. Nach einem längeren Schlagabtausch mit der Montanuni Leoben haben sich die beiden Universitäten zuletzt darauf verständigt, gemeinsam ein Master-Studium anzubieten. "Kooperationen im Inland sind wichtig, um sich gegen die internationale Konkurrenz durchzusetzen", betonte Hagelauer. Erst vor eineinhalb Wochen war an der JKU der 16 Terabyte starke Supercomputer MACH in Betrieb gegangen, der gemeinsam von der Linzer und der Innsbrucker Uni angeschafft wurde, ab 2013 will auch Salzburg sich der Zusammenarbeit anschließen.

Der Science Park soll im Endausbau aus vier Teilen bestehen: Nach dem 2009 eröffneten, rund 30 Millionen Euro teuren Mechatronikgebäude und dem neuen Mathematik- und Kunststoffquartier um 26 Millionen soll Mitte 2012 der dritte Abschnitt folgen. Er ist bereits in Arbeit und dürfte rund 28 Millionen kosten. Der vierte Komplex werde spätestens in vier Jahren fertig sein, erwartet Hagelauer. Derzeit seien die Planungen aber noch nicht abgeschlossen, auch für die Finanzierung - veranschlagt sind etwas weniger als 28 Millionen Euro - werden noch Lösungen gesucht. "Wir wollen mit Firmen kooperieren, die forschungsorientiert arbeiten und sich bei uns einmieten", erklärte der Rektor. (APA/red)

  • Das "Raumschiff" ist gelandet, Abschnitt 2 des Science Parks eröffnet.
    foto: hertha hurnaus

    Das "Raumschiff" ist gelandet, Abschnitt 2 des Science Parks eröffnet.

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