Besuch

Töchterle holt sich in Schweiz Anregungen für Studiengebühren

28. Oktober 2011, 14:31

Abkommen über schweiz-österreichische Allianz in der Forschung - Wissenschaftsminister lobt ETH-Zürich

Wien/Zürich - Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) hat mit dem Schweizer Staatssekretär für Bildung und Forschung, Mauro Dell' Ambrogio, ein Abkommen über die Schaffung einer schweizer-österreichischen Allianz zur Förderung der Forschung für die nachhaltige Entwicklung europäischer Gebirgsräume unterzeichnet, teilte das Ministerium am Freitag in einer Aussendung mit.

Töchterle lobt Schweizer Uni

Bei einem Besuch an der ETH Zürich zeigte sich Töchterle von den für Studenten und Lehrende "optimalen Rahmenbedingungen", die zudem "eine hohe Verbindlichkeit der Studierenden schaffen", angetan. So gebe es "sehr prognosestarke, wertschätzende und individuelle Zugangsregelungen", auch die Beurteilung der Lehrenden durch die Studierenden werde groß geschrieben.

Gebühren-Modell als Vorbild

Bei einem Gespräch mit dem Präsidenten der renommierten Hochschule, Ralph Eichler, und deren Rektorin Heidi Wunderli-Allenspach, ging es u.a. auch um Studienbeiträge: An der ETH Zürich liegen diese bei 1.288 Franken (1.055 Euro) pro Jahr. So wie Töchterle das gerne für die österreichischen Unis hätte, legen die Schweizer Hochschulen die Studienbeiträge autonom fest. Im laufenden Studienjahr betragen sie zwischen 1.000 und 4.000 Franken für Studierende aus der Schweiz sowie zwischen 1.000 und 8.000 Franken für ausländische Studenten.

Regelmäßige Treffen

Außerdem hat Töchterle mit dem Schweizer Bundesrat Didier Burkhalter eine gemeinsame Erklärung zur bilateralen Zusammenarbeit von Schweiz und Österreich im Bereich Hochschulbildung, Forschung und Innovation unterzeichnet. Diese sieht u.a. regelmäßige Treffen von Experten des Schweizer Staatssekretariats für Bildung und Forschung und des österreichischen Wissenschaftsministeriums vor. Schon jetzt gibt es laut Wissenschaftsministerium vielfältige Kontakte, so arbeiten etwa seit 2003 der Wissenschaftsfonds FWF und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) eng zusammen, im Hochschulbereich gibt es bereits mehr als 19 Partnerschaften. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 34
1 2
skyrock
01
2.11.2011, 09:20
wenn er schon in der Schweiz ist

bitte auch gleich die Dotation für die dortigen Universitäten in Erfahrung bringen

skyrock
00
4.11.2011, 08:30
dann kommt er nicht mehr wieder zurück

MartinB
00
31.10.2011, 09:56

Universitaeten sind in der Schweiz Kantonssache, ich nehme daher and dass die Kantone die Gebuehren festlegen. Die grossen Unterschiede sind gar nicht so gross wenn man die UniLugano mit 4000+4000 Franken weglaesst, die naechstteurere Uni ist dann schon jene in St.Gallen mit "nur" mehr 2040+300...

Nur der ETH-Bereich (ETHZ&EPFL) wird vom Bund finanziert. Nachdem dem Minister die ETH so gut gefaellt, zur Erinnerung die 1.8millionen Franken die so ca durch Studiengebuehren reinkommen stehen einem Finanzierungsbeitrag des Bundes von ca 1Mrd Franken (Fuer die FinanzMinisterin: 11Mrd schilling pro Jahr) gegenueber. Der Herr Minister kann sicher rausfinden wieviel Prozent dieses Bundesbeitrags die ETH als Miete an den Bund zurueckzahlt...

trace route
05
30.10.2011, 13:38
Dazu ein paar Anmerkungen: Erstens sind bei den Schweizer Gehältern 1000 Euro jährlich ungefähr so viel wie 500 Euro in Österreich.

Zweitens bieten die Schweizer Unis den Studierenden TATSÄCHLICH exzellente Bedingungen. In Österreich würden Studiengebühren hingegen bloß zum Stopfen von Budgetlöchern und für die Finanzierung der Gebäudeverwaltung der Unis verwendet werden. Das Service würde sich NULL verbessern. Dass sich durch die Studiengebühren NICHTS verbessert, haben wir ja schon alle erlebt - dafür gibt es also eine Präzedenzfall.

Drittens muss festgehalten werden, dass die Studiengebühren gerade den MITTELSTAND am meisten belasten. Denn die sozial Schwächsten bekämen Stipendien. Den ganz Reichen ist es egal. Belastet würde - wieder einmal! - der Mittelstand.

Eigentlich dachte ich, die ÖVP wäre eine Partei, welche die Belastung des Mittelstands REDUZIEREN will?

macekk
00
30.10.2011, 20:17

stimme ihnen zu, hab mal ein auslandsemester an der schweiz studiert, das mit den excellenten studienbedingungen kann ich nur bestätigen.
ihrem post ist nichts hinzuzufügen.

trace route
01
30.10.2011, 13:52
Und wenn Töchterle schon so eifrig auf Reisen ist, dann soll er BITTE gleich auch nach Deutschland fahren zu seinen dortigen Amtskollegen in den Ländern (in D ist Bildung Ländersache). Dort könnte Töchterle ENDLICH das umsetzten, auf was seit...

Liesl Gehrer nun fast zwei Jahrzehntelang VERGESSEN wurde: Nämlich eine HARMONISIERUNG zwischen deutschen Bundesländern und Österreich bei der Zulassung zum Medizinstudium.

Wenn die Deutschen den Eignungstest für das Medizinstudium (der in Österreich als "alleniger Gral der Weisheit" gilt) stärker bewerten, und umgekehrt die Österreicher die Noten der letzten Klasse und der Matura (Abitur) zumindest ein bisschen in Form von Punkten miteinbeziehen, mit zusätzlichen Punkten für Sozialarbeit etc, und sich dann BEIDE SEITEN AUF EINE EINHEITLICHE VORGANGSWEISE EINIGEN, dann wäre das "Problem Zulassung Medizinstudium" gelöst. Denn der Ansturm deutscher Studenten zum Medizinstudium ist ja nur dadurch bedingt, dass die Zulassung in Ö anders ist!

trace route
01
30.10.2011, 14:06
Was man auch nicht vergessen sollte,...

... ist die Tatsache dass ein Akademiker in der Schweiz das Doppelte bis Dreifache von einem Nichakademiker lukriert.

In Österreich verdienen Akademiker im Schnitt um 50 Prozent mehr.

Dadurch sind Studiengebühren in Ländern wie der Schweiz viel eher gerechtfertigt. In Österreich braucht ein Akademiker sein halbes Berufsleben, um einmal den Vorsprung an Einkommen einzuholen, den Nichtakademiker dadurch haben dass sie zudem auch früher zu arbeiten begonnen haben...

firewalkwithme2
02
30.10.2011, 12:19
Vieleicht

bringt er gleich eine €100.000 Spende für die Universitäten mit

Fritz Meyer
02
30.10.2011, 10:02
Jaja, der Herr Töchterle.

Wenn er sich nur FÜR die Studenten so einsetzen und reisen würde.

linuxforeverlinux
00
30.10.2011, 09:01
bitte nicht nur über den töchterle schimpfen

auch wenn ich die ganze sippschaft von blauen u schwarzen verachte, so sollte man nicht vergessen, dass die grünen nun auch studiengeühren einführen wollen.
damit haben sich die grünen nun auch aus meiner liste der wählbaren verabschiedet, beim nächsten male gibt es nur weiss mehr!
aber was will man auch von einer partei die mit dem motto lebt: ich bin klüger, ich weiss alles u ihre seit nichts.
jetzt kommt deren grossmannssucht od auch grossfrauensucht voll zur geltung. einerseits eine pleitegriechin die uns in wien schamlos belügt u jetzt ein süchtler der studiengebühren einführen will sagt ja schon alles über diese partei aus!unwählbar wie alles andere in unserem land!

Phan Tast
01
30.10.2011, 18:15
Nein,

nicht "Die Grünen", sondern VdB. Das ist kein pars pro toto.

silverfinger
00
30.10.2011, 08:37

vl holt er sich auch anregungen wie große konzerne geld für die unis auf den tisch legen ...

bei uns schreien sie immer nur: "ahh wir sind so arm, bekommen keine gscheiten absolventen, vor allem techniker, ahh uuhh ahhh"
tja woanders schauen unternehmen schon dass gscheite leut ausgebildet werden, bei uns machen sie nur einen recruiting event und hoffen dass sich einer verirrt ... wahnsinnig professionell!

3dGeist
11
29.10.2011, 18:28
Er soll sich auch gleich über Zugangsbeschränkungen informieren

Die bräuchten wird dringender.

Herzerzog Johann
00
29.10.2011, 15:53
Ich hoffe für die Gegner der Studiengebühren ...

... daß der Herr Minister in der Schweiz nicht auf die Idee kommt, daß man darüber volksabstimmen könnte ...

erkelteter tiger
05
29.10.2011, 15:26
die eth zürich hat ein jahresbudget

von 1.113 millionen euro, die studiengebühren machen 18 millionen aus, der finanzierunganteil geht gegen null

die haben einfach ein vielfaches der mittel der österreichischen unis, deshalb sind sie so gut, und nicht weil es studienbeiträge gibt

erkelteter tiger
00
29.10.2011, 15:13
ein hilfloser armer kerl

er verrennt sich in die studiengebühren und wird noch dazu von der eigenen partei verarscht

Herbert Novak1
03
29.10.2011, 13:53
Ein Töchterle der Zeit

Töchterle war als Professor gegen Studiengebühr, als Parteisoldat ist er plötzlich so parteilinientreu geworden rein nach dem Motto, die Partei schafft an, ich mache das ohne wenn und aber. Als Wissenschaftler müßte er eigentlich wissen, die Probleme der Unis beginnt nicht mit Geld, sondern eine veraltete Struktur. Die Drittmittelfinanzierung steckt noch in der Kinderschuhen. 500€/Semester hochgerechnet auf 300.000 kommt max 300 Mio/Jahr. Er müßte eigentlich von seiner Parteikollegin Fekter mehr Geld verlangen als von seinen Schützlingen-> die Studierenden. Aber die ÖVP muß eigentlich die Parteiname ändern, nämlich ÖWP: österreichische Wirtschaftspartei, dann habe ich kein emotionsproblem mit dem Verein.

recall
00
29.10.2011, 17:16
...

Find' den Post gut und sympathisch. Bin nur neugierig - woher hast du (valide) Statistiken darüber, wieviele Studierende wir ca. haben?

exile in mainstream
00
29.10.2011, 12:08

da man in zürich coffeshops beschlossen hat ergibt sich klar ein ausweg aus der universitären finanzierungskrise. ein, um medizinischen und juristischen kalamitäten von vornherein den wind aus den segeln zu nehmen von der medizinischen und juristischen fakulät der uni wien betriebener coffeshop im alten akh brächte mehr als sadistischeste gebührenmodell

Radio Eriwan
00
29.10.2011, 09:16
Mikls Töchterle

Ein Schutzschirm gegen Universitätsmigranten.

Fisch Suppe
01
28.10.2011, 18:24
Martin Graf in Chile

Im Gegensatz zum Schweiz-Besuch des Wissenschaftsministers lassen sich - bis auf zwei APA-Meldungen - eigentlich keine Medienbenberichte über den Chile-Besuch unseres Nationalratspräsidenten und Vorsitzenden des Wissenschaftsausschusses finden:

http://www.ots.at/presseaus... ngetroffen
http://www.ots.at/presseaus... f-in-chile

Klaus Klaus3
016
28.10.2011, 17:44
was man ergänzen sollte

Was Töchterle in seiner Aussendung zum Arbeitsbesuch verschweigt, ist die finanzielle Seite des schweizerischen Erfolges. Die Daten lassen sich auf der Webseite der Hochschule rasch nachschlagen. Heruntergerechnet auf das Individuum gibt die ETH mehr als acht mal so viel für jeden und jede Studierende aus. Die ETH hat ein Gesamtbudget von 1,1 Milliarden Euro für 16 000 Studierende, während die TU mit 277 Millionen Euro für 29000 Studis auskommen muss. Diese großzügige Ausfinanzierung lässt sich allerdings nicht mit Studienbeiträgen und Drittmitteln erklären: 80 Prozent des ETH-Budgets – das sind 885 Millionen Euro – kommen vom Staat. Das ist mehr als ein Viertel des Geldes das allen österreichischen Unis zusammen zur Verfügung steht.

vertex
01
28.10.2011, 21:27
Uni-Misere:made in austria

Was sollten die Uni Wien mit 90.000 oder die WU mit 28.000 Studenten dazu sagen?
Sollten die oesterreichische Unis pro Student denselben Betrag bekommen wie in der Schweiz, wurden auch die 2% des BIPS nicht ausreichen.
Die Uni Zurich bekommt naemlich pro Student und Jahr cca. 37.000EUR .

Pingu
01
29.10.2011, 12:33

Natürlich wird man das nicht erreichen können. Bedenklich ist es aber, dass die Schweiz bei deutlich weniger Studenten gleich viel oder sogar mehr für die Unis ausgibt als Österreich.

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