200 Wohnungen gestrichen

Häupl macht am Steinhof Tabula rasa

28. Oktober 2011, 19:04
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    foto: der standard/christian fischer

    Die Gesiba soll ihre Pläne überarbeiten, verlangt Häupl.

Das Rehab-Zentrum kommt aber fix

Wien - Die geplante Bebauung der Wiener Steinhof-Gründe wird teilweise abgesagt. Das hat Bürgermeister Michael Häupl am Freitagmittag bekanntgegeben. Laut dem Stadtoberhaupt werden rund 200 der bisher 600 vorgesehenen Wohnungen, die am Areal entstehen sollten, "ersatzlos gestrichen". Die Pläne für die restlichen etwa 400 Wohnungen "werden an die Gesiba zur Neubearbeitung zurückgestellt", sagte Häupl. Das ebenfalls geplante Rehabilitationszentrum, das sich bereits im Bau befindet, wird aber jedenfalls kommen. Gegen die Bebauungspläne der Steinhof-Gründe macht seit längerem eine Bürgerinitiative mobil.

Die gestrichenen Wohneinheiten liegen nördlich des Rehab-Zentrums. Jene, welche die Gesiba noch einmal überarbeiten soll, befinden sich südlich davon. Die alten bestehenden Gebäude auf dem Areal, auf dem unter anderem das denkmalgeschützte Otto-Wagner-Spital und die berühmte Jugendstilkirche liegen, sollen saniert werden, kündigte der Bürgermeister an.

Auch restliche Neuwohnungen fraglich

Neben der fixen Streichung der 200 neuen Wohnungen ist allerdings auch noch offen, ob die restlichen 400 vorgesehenen Wohnungen überhaupt auf die Wiener Steinhof-Gründe kommen. Die Pläne für den betreffenden Arealabschnitt sollen von der stadtnahen Bauträgerfirma Gesiba jedenfalls überarbeitet werden. "Es gibt keine Vorgaben, was damit passiert. Rein theoretisch könnten auch keine Wohnungen gebaut werden", sagte Bürgermeister Michael Häupl am Freitag vor Journalisten.

Wann die neuen Pläne vorliegen werden, ist zurzeit unklar: "Es gibt keinen Zeitplan. Der Baubeginn wäre ohnehin erst in einem guten Jahr gewesen und so wird es eine adäquate Zeitverzögerung geben." Einen finanziellen Verlust für die Stadt Wien bedeute das teilweise Abrücken von den ursprünglichen Bauplänen allerdings nicht, versicherte der Bürgermeister. "Wir werden uns mit der Gesiba gut arrangieren. Die Stadt muss nichts zurückzahlen." Man werde die Aufträge anderwärtig vergeben.

Stärkere Einbindung der Bürger

Die Bürger sollen sich im zweiten Anlauf rund um die Bebauung der Steinhof-Gründe jedenfalls mehr einbringen können. "Im kommunikativem Bereich ist eine Menge falsch gelaufen", gab Häupl zu, betonte aber gleichzeitig, "nicht mehr mit Steinen nach irgendjemanden werfen zu wollen". Stattdessen soll es etwa für ein neues Verkehrskonzept ein Miteinbeziehen der Anrainer geben.

Die Bewohner der umliegenden Siedlungsgebiete hatten - nach den ursprünglichen Bauplänen - eine akute Verschlechterung der Parksituation befürchtet. Dies wird sich nun zum Teil durch das Streichen von 200 der bisher 600 vorgesehenen Wohnungen entschärfen. Auch die Befürchtung, dass die alten Jugendstil-Gebäude durch die Bebauung von neuen Gebäuden Schaden erleiden könnten, ist gebannt.

Alte Gebäude werden saniert

Das geplante Rehabilitationszentrum werde zwar gebaut, die alten Gebäude, die sich rund um das Rehabilitationszentrum befinden, werden aber hergerichtet, versicherte Häupl. Das Jugendstil-Gebäude der Pathologie werde ebenfalls saniert und der darin geplante Kindergarten "ist gestrichen", verkündete das Stadtoberhaupt.

Vassilakou begrüßt Überarbeitung

Die grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hatte Häupl vergangene Woche aufgerufen, ein Machtwort zu sprechen. "Es ist gut und richtig, das Projekt zu überarbeiten und neu zu dimensionieren", sagte sie am Freitag. Zentral sei nun, "die Bürger bei den Neuplanungen von Anfang mit einzubeziehen und umfassend zu informieren". (APA)

Kommentar posten
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bartleby schreiber
 
00
2.11.2011, 01:40
rein damit

"Häupl macht am Steinhof Tabula rasa"

- bei der Überschrift dachte ich zuerst, er hätte ihnen das Buffet leergefressen ..

baumfreund1
02
31.10.2011, 21:47
und was ist, wenn sich Häupl zurückzieht?

gilt sein Wort auch für seinen Nachfolger?

canis major
03
31.10.2011, 20:21
von 600 wohnungen werden 200 gestrichen

....und damit sind dann alle glücklich?

ich sehe es so wie der user "John Sandwich" etwas weiter unten..
nämlich die menschen auf gut deutsch blöd sterben zu lassen, man gibt der bevölkerung ein (zurechtgeschneidertes) zuckerl, lässt sich als held feiern und macht letztendlich trotzdem alles wie vorgesehen.

eine ganz feine sache, danke!

Lectrice
03
31.10.2011, 17:19

V. fordert Hilfe in Form von bürgermeisterlich-männlicher Schützenhilfe - was für ein Rückzieher und Absage an weibl. Durchsetzungsfähigkeit - ich breche nieder.

Emil Sacklinger
 
05
31.10.2011, 11:47
tabula rasa sieht allerdings anders aus

da gäb's keine einzige neue wohnung.

(somit daher: einmal mehr ein fauler kompromiss)

atomkraft neindanke
02
30.10.2011, 18:35
Der Steinhof ist das Schönbrunn des Jugendstils!

naja, sie sind halt ein Begünstigter, net wahr?

der Standort ist nicht mit dem Denkmalschutz zu vereinen, Sorry, Ziehen Sie nach Aspern, dort fährt die UBahn hin und die haben richtig Probleme Leute zu finden, von wegen Wohnungsnot?!?!

das war dort für die Alt-eingesessenen auch nicht so toll!, aber dort gab es eben nur das Flugfeld und kein Kulturjuwel!

Immer dieses Alles oder Nichts- geht halt nicht, dort wo es passt und verträglich ist, passt es!

tricky1
30
30.10.2011, 17:29
@für Wohnungen ist anderswo platz

ja sicher ...für wohnungen ist anderswo platz...ich hab ja eine in feiner lage und im grünen. was geht mich ein andere/a an. eine strasse bei mir..nein....baut die woanders hin..ich hab zwar ein auto und das reicht...es braucht kein anderer auch hier fahren wollen. ja ...nichts soll gebaut werden, niemand soll zuziehen, ich habs fein und das reicht.
also wenn man das liest...wird einem schlecht!!!

tschamba fii
02
30.10.2011, 18:32
in diesem areal hat eben niemand eine wohnung, außer pflegepersonal

ringsum gibts anlagen genug, von allen bauträgern, fein haben es in wien ohnehin die wenigstens - betreffend wohnungen und so, aber warum soll etwas zerstörrt werden, wovon wenigstens alle die wollen etwas haben

und wenn sie das geld haben für so eine wohnung in der "feinen" lage, warum kaufens ihnen dann nicht eine in einer "feinen" lage

Lectrice
50
31.10.2011, 17:21

Die Welt verändert sich - das wollen viele nicht wahrhaben.

yasmin huber
00
2.11.2011, 10:36
halloo lecktrix, ich bin die tschasmin huber

supaa nick , klingt so exklusiv ! also wie meinst du das mit die welt verändert? also mein richtiger papa sagt, die welt ändert sich nicht, nedamol die menschen bist a a........ - des must da jetzt denken ich weiß nicht ob ich des da so schreiben darf, mei a papa is a bisi prolo, aber sonst ur lieeb, also bist a tüüüüüt bleibst a tüüüüüt. meinst du mit ändern so sachen, also ich bin vor kurzen noch in die schule gangen. zuerst hat des noch hauptschule gheisen , aber dann wars mittelschule naa blödsinn neue mittelschule, weil wenn etwas neu ist, hat sich ja auch was gändert oder?
lg tschasmin

kater bruno
14
30.10.2011, 13:41

Die Wiener Steinhof-Gründe zu verbauen, ist eine Schande für Wien und wäre sehr sehr schade. Da haben es sich wieder eine paar Reiche gerichtet. Nicht mit uns "Wutbürger", die sich nichts mehr gefallen lassen.

ama2deus
05
30.10.2011, 11:18
kurzsichtigkeit der stadt wien

die stadt wien war ja immer schon mit weniger weitblick gesegnet als stadtplanungs- und architekturexperten.

otto wagners pläne für die stadt sind hierfür ein musterbeispiel. hätte er seine planungen umgesetzt, wäre die stadt um einiges schöner und vor allem hauptsächlich bekannt für den jugendstil

das stadtmuseum am karlsplatz
die gestaltung des karlsplatzes selbst
die akademie auf der schmelz
die währinger kirche
die unibibliotheken in der spitalgasse
die aspernbrückengestaltung
die donaukanalgestaltung samt brücken
die rathausplatzgestaltung samt KFJ-denkmal
die gestaltung der schönbrunner schlossbrücke
die stadtbahn zum südbf
der entwurf für das TMW
der entwurf für das kriegsministerium

alles projekte, die die stadt gebraucht hätte!

Freie Welt
00
2.11.2011, 01:40
War da nicht auch ein Wagnerscher Plan

über einen Ausbau des Nordturms von St. Stephan?
Uiuiui...

R., der Hundefreund
30
31.10.2011, 23:05
Und der Häupl ist schuld daran?

Dass die Stadt die Donauinsel gebaut hat, ist auch eine Riesensauerei, und dann noch diese scheusslichen Gemeindebauten á la Karl-Marx-Hof - lauter Jugendstilvillen hätte man statt deren errichten können. Seien´s froh, dass in Wien leben...

tschamba fii
01
30.10.2011, 10:13
sanatorium gesiba?

wird des dann irgendwann umbenannt? von der größe her und in weiterer folge und so mein ich...

Elisa B
02
30.10.2011, 10:10
Wohnungen vergeben

wer schon mal eine Wohnung via Gesiba gesucht hat kann berichten, dass solche Wohnungen bereits vergeben sind! Auf den "Markt" kommt sowas doch nie.

Elisa B
14
30.10.2011, 10:01
Platznot in Wien

wenn weiterhin soviele zuziehen oder sich hier vermehren müssen wir in Wien noch viel mehr verbauen! Die Alternativen sind Wohnungsnot, Bettgeher etc. Durch die Übervölkerung sind die Preise bereits am explodieren. In Wien haben etwa 1,5 Mio Menschen schön Platz - alles andere ist zu viel! Wer Zuwanderung will muss auch Wohnung bieten. In den Grünlagen steigt der Druck Wohnungen oder Häuser für Begünstigte zu bauen.

atomkraft neindanke
22
30.10.2011, 18:27
Mal sehen, wer dort wohnen darf!

in Wien stehen viele Wohnungen leer, damit man die Preise oben halten kann, viele haben ein Haus am Land und sind auch dort gemeldet, weil sie die Pendlerpauschale absetzen wollen, auch wenn sie eh die ganze Woche von der Wiener Wohnung aus arbeiten gehen, von Bettgehern keine Rede, es ist Platz genug, natürlich nehmen die Singlehaushalte zu. Dafür sind die Wohnungen aber sicher noch zu groß! Wer braucht alleine 60 m²? Generell sind die Wohnungen in anderen Städten 1. viel teuer und 2.viel kleiner. Wir bauen in Aspern eine neue Stadt, die mit der Ubahn angebunden wird!
bei der Gesiba Steinhof Connection geht es nur um die Versorgung von SPÖ FunktionärInnen, wenn das kommt, werden dann hoffentl alle Namen veröffentlicht, die da einziehen!

wien 1220
 
01
31.10.2011, 13:46

Schlafen die Funktionäre der anderen Parteien unter der Brücke oder im Substandard am Gürtel?

Almi66
08
30.10.2011, 07:43
Für Wohnungen gibt es anderswo Platz!

Jetzt erwarte ich von der Politik ein Gesamtkonzept zur Nachnutzung des Spitals. Die 40 Pavillons gehören (Ausnahmen gibt es ja schon) so saniert, dass man dort betreutes Wohnen, für Alte, Behinderte, verprügelte Frauen, Waisen, etc. anbieten kann.

So könnte der Steinhof international wieder Vorzeigeprojekt werden. Wohnungen, egal ob tlw. gefördert, haben dort (gerade dort) nichts zu suchen!

wien 1220
 
60
31.10.2011, 13:50

Sanieren, aber dann leerstehen lassen! Alles andere macht wieder nur Lärm und stört die Anrainer!

Ev. kann man ein Museum dort unterbringen, aber nur mit sehr eingeschränkten Öffnungszeiten. Der Park ist ausschließlich zum Spazierengehen da.

BK W. Shoyssel
01
30.10.2011, 10:02

betreutes Wohnen kommt eh - für Bonzen und Protektionskinder

Wer behauptet DIE Wahrheit zu kennen - lügt
 
13
29.10.2011, 15:20

die k.z. macht ein bisserl druck, die gr. sind still obwohl dieses projekt diese scheinheiligen zu einer kerzerlaktion hätte verleiten müssen, und die spö denkt dank der k.z. noch ein bisserl nach
die nächste wahl in w wird lustig
spö wird wohl verlieren
gr werden unter 10% sein (versprechen/wahlziele klar verfehlt, performance im rathaus unter aller sau, etc.)
wer dann wohl w regieren wird?

wien 1220
 
50
31.10.2011, 13:55

Dann werden endlich alle Ausländer aus Wien vertrieben, die Sozialschmarotzer aus den Gemeindebauten in die eh. Ausländerwohnungen umgesiedelt und dann ist endlich für alle Fleißigen und Anständigen Platz genug. Es braucht nichts mehr gebaut werden. Das ersparte Geld kann man den privaten Hausbesitzern zur Verfügung stellen.

John Sandwich
017
29.10.2011, 15:13
abgekartetes Spiel

gesiba: michl, wir woll'n 400 wohnungen am steinhof bauen.
häupl: sogt's in der öffentlichkeit 600, daun drah i eich 200 oh; daun bin i da höld und eich lossn's mit de 400 in ruah.

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