Linzer Johannes Kepler Uni

Zweiter Abschnitt des Science Parks eröffnet

28. Oktober 2011, 11:58

Rektor Hagelauer: Campus deutlich gestärkt - Zwei weitere Bauteile sollen in den kommenden Jahren folgen

Linz - Die Linzer Johannes Kepler Universität (JKU) hat eine weitere Etappe ihres Ausbaus abgeschlossen. Am Freitag wurde der zweite von insgesamt vier Bauabschnitten des Science Parks eröffnet. Abschnitt drei soll Mitte 2012 fertig sein, der vierte Bau ist noch in der Planungsphase. Rektor Richard Hagelauer, Friedrich Faulhammer, Sektionschef im Wissenschaftsministerium, und der Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, Hans-Peter Weiss, stellten ihn in einer Pressekonferenz anlässlich des Festakts vor.

"Zweites Raumschiff"

Die ersten beiden Teile des Science Parks bestechen durch ihr futuristisches Design. "Unser zweites Raumschiff" nennt Hagelauer daher den nun eröffneten Komplex, mit dem der Campus sichtbar gestärkt worden sei. In dem Neubau mit rund 10.000 Quadratmetern Hauptnutzfläche sollen 250 Mitarbeiter forschen und lehren. Er beherbergt neben der Mathematik und der Kunststofftechnik auch außeruniversitäre Einrichtungen wie das Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics der Akademie der Wissenschaften.

Masterstudium mit Montanuni

Die Kunststofftechnik, die nun ein modernes Dach über dem Kopf hat, verzeichnet jährlich knapp 50 Erst-Inskribierenden. Nach einem längeren Schlagabtausch mit der Montanuni Leoben haben sich die beiden Universitäten zuletzt darauf verständigt, gemeinsam ein Master-Studium anzubieten. "Kooperationen im Inland sind wichtig, um sich gegen die internationale Konkurrenz durchzusetzen", betonte Hagelauer. Erst vor eineinhalb Wochen war an der JKU der 16 Terabyte starke Supercomputer MACH in Betrieb gegangen, der gemeinsam von der Linzer und der Innsbrucker Uni angeschafft wurde, ab 2013 will auch Salzburg sich der Zusammenarbeit anschließen.

Fertigstellung in vier Jahren

Der Science Park soll im Endausbau aus vier Teilen bestehen: Nach dem 2009 eröffneten, rund 30 Mio. Euro teuren Mechatronikgebäude und dem neuen Mathematik- und Kunststoffquartier um 26 Mio. soll Mitte 2012 der dritte Abschnitt folgen. Er ist bereits in Arbeit und dürfte rund 28 Mio. kosten. Der vierte Komplex werde spätestens in vier Jahren fertig sein, erwartet Hagelauer. Derzeit seien die Planungen aber noch nicht abgeschlossen, auch für die Finanzierung - veranschlagt sind etwas weniger als 28 Mio. Euro - werden noch Lösungen gesucht. "Wir wollen mit Firmen kooperieren, die forschungsorientiert arbeiten und sich bei uns einmieten", erklärte der Rektor. (APA)

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