Laut Greenpeace

AKW-Stresstests werden nicht gründlich gemacht

27. Oktober 2011, 18:44
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    foto: lennart preiss/dapd

    Das Risiko durch Abstürze großer Flugzeuge werde bei den Stresstests weitgehend ignoriert.

Umweltschützer: "Große blinde Flecken" bei EU-weiten Prüfungen

Brüssel - Die im Juni gestarteten Stresstests für die europäischen Atomkraftwerke werden nach Einschätzung von Greenpeace nicht so gründlich ausgeführt wie angekündigt. Es gebe "große blinde Flecken", erklärte die Umweltschutzorganisation am Freitag in Brüssel. Demnach werde das Risiko durch Abstürze großer Flugzeuge weitgehend ignoriert, darüber hinaus sei das gleichzeitige Versagen mehrere Meiler in einer Anlage kaum berücksichtigt. Dies gehe aus einer Sichtung der vorläufigen Berichte hervor, die Betreiber und nationale Aufsichtsbehörden im August und September fertigstellen mussten.

Deutschland liege "in der besseren Mittelschicht", was die Qualität der Tests und Berichte angehe, sagte der Greenpeace-Experte Jan Haverkamp. Es werde beispielsweise nicht berücksichtigt, wohin bei einem Unfall radioaktiv verseuchtes Kühlwasser fließe. Besonders negativ steche Tschechien heraus, von wo zu sechs Atomkraftwerken nur insgesamt sieben Seiten Bericht vorlägen. In Tschechien wie Großbritannien, Spanien, Ungarn und der Slowakei werde das Risiko ignoriert, dass bestimmte Reaktoren nur eine einzige Schutzhülle besäßen. Frankreich zähle dagegen zu den Ländern, in denen eine unabhängige Atomaufsicht vergleichsweise gründliche Tests gewährleiste.

Die Tests waren im März von den Staats- und Regierungschefs der EU als Lehre aus der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima vereinbart worden. Entwickelt wurden sie von der EU-Kommission und der Gruppe der Europäischen Nuklear-Aufsichtsbehörden (ENSREG). Die Greenpeace-Analyse stützt sich auf vorläufige Prüfberichte und urteilt über die darin zutage tretende Qualität der Tests - nicht über die Sicherheit der Anlagen selbst. Der abschließende EU-Gesamtbericht soll im Juni 2012 veröffentlicht werden. (APA)

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20 Postings
Aracni Santini
00
12.11.2011, 12:24
Von wem werden unsere Politiker gesteuert?

Mangelndes Wissen haben sie wohl nicht...

Aracni Santini
00
12.11.2011, 12:18
Die Politik ist nicht interessiert an günstigen Energiepreisen und ausreichend Energieversorgung

denn auf Energie wird Steuer eingehoben auf Strom und Erdöl. Sie brauchen diese Einnahmen dringend für den Bedarf an Beamtengehältern + Beamte in Pension... die machen in Summe schon mehr aus, als alle tatsächlich geleisteten Sozialleistungen. Unsere Politik ist bereits Chaosmanagement - wie stopfe ich aktuelle Budget Löcher? Würde Österreich in den Ausbau von mehr grüner Energie (AKWs gehören da eindeutig nicht dazu sie verseuchen die Umwelt, Nahrung, sind Klimakiller und Krebsproduzenten) investieren wäre das Angebot höher und der Strompreis könnte sinken. Der Verbrauch steigt wahrscheinlich nicht in dem Ausmaß - die Steuereinnahmen könnten sinken...

Aracni Santini
00
12.11.2011, 12:23
und weil unsere Politik so kurzsichtig ist

vergessen sie, dass der Ausbau von mehr grünen Kraftwerken mehr Jobs bedeutet, dass geringere Energiekosten mehr Konsum, mehr Investitionsmöglichkeit bedeutet... also andere Steuereinnahmen generiert werden könnten... Hohe Energiekosten sind bekannt für den Anstoß einer Rezession... Unsere globale Wettbewerbsfähigkeit leidet darunter, dass bei uns die Energiepreise künstlich so hoch gehalten werden, Mrd fließen ins Ausland für den Kauf an Erdöl... Sind wir einer internationalen Diktatur ausgesetzt?

Aracni Santini
00
12.11.2011, 12:13
Atomfaschismus pur

Aracni Santini
00
12.11.2011, 12:12
das ganze ist lächerlich

man kann sich schon auf einen ordentlichen Zwischenfall in Europa einstellen...

schlecht gewartet
veraltet, zu lange in Betrieb
auf zu geringe Erdbebenstärke ausgelegt
unter Staumauer
in Überschwemmungsgebiet
Vertuschung von Störfällen
schlecht geschultes Personal

Dauerbelastung durch ständige Freisetzung von radioaktiven Stoffen und Verseuchung der Umwelt und ergo Nahrung...

Nur DIREKTE DEMOKRATIE ist Demokratie!
12
28.10.2011, 21:27
[underreported stories, n°6] Brennstäbe bleiben noch Jahrzehnte in Fukushima

-
Japan will likely need more than 3 decades to take out melted fuel rods from damaged reactors and dismantling the crippled Fukushima plant, where workers still face high levels of radioactive water and debris, the Atomic Energy Commission said today.

The AEC nuclear experts and government advisors called for the removal of melted nuclear fuel rods to start within 10 years, underscoring the challenges in world's worst nuclear accident since Chernobyl. (In 3-Mile-Island fuel removal started 6½ years after the meltdown accident).

The report did not provide estimated costs.

Tepco has acknowledged it may not be able to remove the fuel rods for another 10 years and experts say cleanup could take several decades.

(REUTERS, 28.Okt.)

Marlon62
00
28.10.2011, 13:47
Welch Überraschung!

orkney
 
01
28.10.2011, 13:17
Also ein auffälliger "blinder Fleck" in Deutschland ist,

dass das Prüforgan (TÜV Süd) nicht unabhängig ist, sondern den deutschen Energiekonzernen gehört!

@?
01
28.10.2011, 09:26
Warum wunderts mich nicht

das bei den Tschechen ganze 7 Seiten Bericht für 6 Kraftwerke vorliegen...

Ignoranten A*.........

Nik M
00
28.10.2011, 09:03
Es scheint mir praktisch unmoeglich,

die Stresstests gruendlich zu machen. Sicherheitsanalysen fuer KKWs nehmen Jahre in Anspruch, die Stresstests mussten in drei Monaten durchgefuehrt werden. Die Zeit reicht fuer die Betreiber gerade, sich in ihre Sicherheitsreports einzulesen.

Sun Zi der II
72
28.10.2011, 07:30
Was passt euch den nicht?

Die Burschen täten wohl gern einen Kanister Benzin in der Steuerwarte des AKW ausleeren, anzünden und dann erst von einem "Stresstest" sprechen oder wie? Am besten Greepeace, ihr macht wieder was ihr am besten könnt, mit eurem neuen Luxus-Kahn um die Welt segeln und Spenden eintreiben. Von Technik habt ihr keine Ahnung....

Hofzwerg
00
28.10.2011, 08:17
na, schlecht gelaunt mit ihren akw im garten?

Superstarr
04
28.10.2011, 03:36
"Das Risiko durch Abstürze großer Flugzeuge..."

Wenn man das hernimmt dann können gleich alle dicht machen.

Hofzwerg
02
28.10.2011, 08:16
akw`schließen, dass wäre gut

Chris Quast
01
28.10.2011, 02:03

also dass die lieben nördlichen nachbarn immer blöde auffallen müssen.

sir osis of liver
 
01
28.10.2011, 16:46

hauptsache, wir importieren brav ihren atomstrom. oder was glauben sie, wo die riesigen strommasten im weinviertel herkommen - von den kraftwerken der thaya oder den kamptalstauseen?

Erwin Wolfram
01
27.10.2011, 23:40
Uebersetzung

Die Krise ist vorbei und wir verzinsen den Atommuell und die Lagerung und Arbeit daran mit 2% um die Kettensicherheitsueberlegungen und Budgets ab absurdum zu fuehren. 50.000 Jahre 2% Zinsenszins naja das wird hart.

`gsi
00
27.10.2011, 21:37

Link zum Greenpeace Bericht?
Wer erstellt den Greenpeace bericht?

Ich spiel mal Devil's Advocat und frag nach...
Denn ENSREG scheint jetzt auch nicht gerade Know-How in Mangelware zu haben...

[http://www.ensreg.eu]

Raubmordkopierer
01
28.10.2011, 02:22

Das Hauptproblem bei ENSREG dürfte auch nicht mangelndes Know-How sein, sondern eher politische Einflussnahme.

paulchenpanther
01
27.10.2011, 19:59

Also damit konnte aber nun wirklich niemand rechnen!

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