Asha: Nokias Billig-Handys mit "Angry Birds"-Appeal

13. Februar 2012, 16:41
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Vier Modelle mit QWERTY-Tastaturen, Touchscreens und neuen Apps für Series 40

Nokia richtet seine Handyschiene "Asha" vor allem an Nutzer in den sogenannten "Ermerging Markets", um damit die nächste Milliarde Handy-User zu holen. Die Modelle 200/201, 300 und 303 sind nun aber auch in Österreich gelandet. Der WebStandard hat die Geräte kurz ausprobiert.

Asha 303

Das interessanteste Asha-Modell ist das 303, das sowohl eine QWERTY-Tastatur als auch einen kapazitiven 2,6-Zoll-Touchscreen bietet. Ein 1 GHz schneller Prozessor, 3G und WLAN machen das Gerät fast zum "smarten" Phone. Allerdings läuft auch auf diesem Gerät - wie auf allen Ashas - Nokias Series 40. Immerhin wurde auch das App-Angebot für die Plattform erweitert. So stehen neue Apps wie "Angry Birds", WhatsApp, Flickr und Foursquare, aber auch die Eigenentwicklung Nokia Maps zur Verfügung.

Lange Akkulaufzeit

Für Fotos und Videos ist eine 3,2-Megapixel-Kamera integriert. Der mit 170 MB recht knapp bemessene interne Speicher kann durch microSD-Karten aufgefettet werden - eine Erweiterung, die Nokia der Windows-Phone-Serie Lumia nicht gegönnt hat. Interessant sind auch die Akkulaufzeiten, die Nokia für das 303 angibt: 35 Tage Standby und sieben Stunden Sprechzeit in 3G-Netzen. Die Tasten sind allerdings recht klein dimensioniert. Nutzer mit größeren Fingern müssen sich hier wohl längere Fingernägel wachsen lassen.

Asha 200/201

Die Zwillingsmodelle 200 und 201 zeichnen sich durch eine QWERTY-Tastatur aus, die direkt unter dem 2,4 Zoll großen Display sitzt, sowie durch eine große Auswahl an Gehäusefarben. Auf Touch muss man bei den Geräten verzichten, die Navigation durch Nokias Series-40-System erfolgt über Tasten unter dem Bildschirm. Eine Kamera ist für Fotos mit maximal zwei Megapixel Auflösung integriert. Der interne Speicher beträgt nur 64 MB, kann aber durch microSD-Karten erweitert werden.

Eigener Browser

UMTS wird auf dem Handy nicht unterstützt, mobil im Web kann man hier nur via EGPRS surfen. Dafür hat Nokia einen Browser entwickelt, der, wie von Opera Mini bekannt, Websites am Server komprimiert und für eine geringere Datenübertragung sorgt. Die Akkulaufzeit gibt Nokia mit 36 Tagen Standby und sieben Stunden Sprechzeit an. Der Unterschied zwischen dem 200 und dem 201: Das 200 unterstützt einen Dual-SIM-Modus. Der Wechsel zwischen beiden SIM-Karten funktioniert dabei sehr einfach.

Asha 300

Das Modell 300 ist ein klassisches Feature-Phone mit typischer Handytastatur. Nokia hat dem Gerät im Candybar-Format dennoch einen 2,4 Zoll großen, resistiven Touchscreen und HSPA spendiert. Der interne Speicher von 140 MB kann durch microSD-Karten erweitert werden. Interessanterweise arbeitet auch im 300 ein 1 GHz schneller Prozessor (auch ein simples Spiel wie "Angry Birds" benötigt zwar eine gewisse Rechenkraft, dennoch überrascht die CPU-Stärke). Eine 3-Megapixel-Kamera und FM-Radio sind ebenfalls vorhanden.

Fazit

Alle vier Geräte zeichnen sich durch eine solide Verarbeitung aus, wenngleich man den Plastik-Gehäusen auch das Preisniveau anmerkt. Für User, die vor allem ein Handy für Instant Messaging und SMS benötigen, sind die Ashas 303 und 200/201 durchaus eine interessante Wahl. Die Mischung aus klassischem Candybar-Handy und Touchscreen dürfte auch eine Käuferschaft für das Modell 300 finden.

Preise

Das Asha 303 kostet 159 Euro. Die Modelle 200/201 sind um 79 Euro erhältlich. Das 300 ist mit 119 Euro veranschlagt. Mit diesen Preisen sind die Geräte vor allem für jene User interessant, die dem Trend zu High-End-Smartphones (noch) nichts abgewinnen können.

Link

Nokia

  • Buntes Design, Touchscreen und/oder QWERTY-Tastatur und Apps wie "Angry Birds" und WhatsApp sollen die nächste Milliarde Handy-User bringen. 
    foto: birgit riegler

    Buntes Design, Touchscreen und/oder QWERTY-Tastatur und Apps wie "Angry Birds" und WhatsApp sollen die nächste Milliarde Handy-User bringen. 

  • Asha 303
    foto: birgit riegler

    Asha 303

  • Asha 200/201
    foto: birgit riegler

    Asha 200/201

  • Asha 300
    foto: birgit riegler

    Asha 300

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