Islamistische Al-Shabaab-Miliz droht Kenia mit Krieg

27. Oktober 2011, 14:44

Reaktion auf Einmarsch kenianischer Truppen in Somalia

Mogadischu - Die islamistische Al-Schabaab-Miliz in Somalia hat dem Nachbarland Kenia mit Krieg und gewaltigen Anschlägen gedroht. Die Islamisten reagierten damit auf den Einmarsch des kenianischen Militärs, das sie seit knapp zwei Wochen auf somalischem Boden verfolgt.

"Die Zeit, Kenia zur Beendigung des Krieges aufzufordern, ist abgelaufen", rief Scheich Muktar Abu Mansur, ein ranghoher Vertreter der mit Al-Kaida verbündeten Al-Schabaab, auf einer Kundgebung nahe der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Die einzige Option sei der Kampf gegen das Nachbarland. "Kenia, du hast den Krieg begonnen, und nun musst du die die Konsequenzen tragen." Mansur forderte die von Al-Kaida in Afghanistan trainierten Kämpfer auf, nicht länger nur Granaten auf Busse zu werfen. "Wir brauchen einen gewaltigen Anschlag auf Kenia. Handgranaten zu werfen kann sie verletzen, aber wir wollen riesige Explosionen."

Vier Tote bei Anschlag in Kenia

Am Donnerstag wurden bei einem erneuten Anschlag in Kenia nach Behördenangaben mindestens vier Mitarbeiter der Regierung getötet. Unbekannte hätten im Nordosten im Grenzgebiet zu Somalia ein Fahrzeug mit Granaten angegriffen. In den vergangenen Tagen hatte es bereits zwei Anschläge gegeben, bei denen zwanzig Menschen verletzt und einer getötet wurde.

Die Regierung in Nairobi macht Al-Schabaab für die Entführung zahlreicher Ausländer aus Kenia verantwortlich. Die Islamisten bestreiten dies. Das kenianische Militär hatte vor zwölf Tagen eine Offensive gegen die Al-Schabaab-Miliz im Nachbarland Somalia begonnen und ist auch auf somalischen Boden vorgedrungen.

Dazu habe Kenia auch das Recht, sagte Somalias Ministerpräsident Abdiweli Mohamed Ali in einem Reuters-Interview. Allerdings müsse klar sein, dass Somalia die Führungsrolle habe. "Unser Militär hat die Führung bei allen Einsätzen, die in Somalia stattfinden." Er unterstütze den Einsatz des kenianischen Militärs gegen die terroristische Al-Schabaab in Somalia, weil die kenianischen Soldaten den somalischen Truppen hülfen und sie trainierten, sagte der Ministerpräsident. "Wir sind Kenia sehr dankbar." Seine Regierung unterstütze jede Selbstverteidigung Kenias gegen die Al-Schabaab-Miliz, da deren Anschläge der Wirtschaft schadeten.

Die Anschläge und Entführungen ausländischer Urlauber und Entwicklungshelfer beeinträchtigen den Tourismus - eine wichtige Einnahmequelle Kenias. Außerdem belasten sie Kenias Hilfe für die mehr als 400.000 somalischen Flüchtlinge, die das Land aufgenommen hat. (Reuters)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
1 2
Islam ist Frieden.

guter witz

und wieder mal die Religion des Friedens am Werk...

In 30/40 Jahren wird Frieden und Toleranz bis Kapstadt vordringen.

ja, die religion des friedens und der toleranz...

Können diese ...

Schwachmaten eigentlich noch was anderes als drohen, zerstören, zerbomben, töten?????

Frauen steinigen.

Allah "will" es so!

Allahu akbar! Nur gesehen und mit ihm gesprochen hat noch keiner.

Nur sein selbsternannter Prophet (wozu braucht Gott einen Propheten?) hat Gewalt, Mord und Todschlag gepredigt.

"da deren Anschläge der Wirtschaft schadeten."

Und ich war doch tatsächlich so naiv zu glauben das schlimme an Anschlägen wären die vielen Toten.

Und die arabischen Scheichs halten sich die Bäuche vor Lachen, wie toll ihre jahrelangen wahabitische Indoktrination in ihren Koranschulen gewirkt hat, da weiß man wenigstens, wofür man überall auf der Welt sie finanziert hat!

Und sie applaudieren, wenn diese indoktrinierten Leute ohne Hirn anwatscheln zur Hadsch, diese anständigen, gläubigen, mörderischen, männlichen Leute! Alle mit Ticket direkt in den Himmel.

diese beuteln sollen es nicht übertreiben.

sonst enden sie so wie die roten khmer. die habens ja auch übertrieben.

Hätte man Äthiopien vor ein paar Jahren nicht zum Abzug gedrängt sondern sie ermuntert zu bleiben, bis somalische und internationale Kräfte die Kontrolle übernehmen, gäbe es heute keine Al-Shabaab.

Oh, die somalische "Generation Facebook" übt den arabischen Frühling!

UNO und NATO

rasche Hilfe für Kenia!

Warum? Die sind doch immer auf Seiten der Rebellen!

Die Ursache:

Wie praktisch für Finanzinvestoren, dass gerade jetzt, wo sie Afrikas Felder aufkaufen möchten, sich deren Eigentümer auf der Flucht befinden. Denn die Warlords werden gerne Geld gegen Vertriebenen-Land tauschen.

finanzinvestoren wollen afrikas felder aufkaufen, soso ...

das ist leider wahr

Und die Warlords in Aethiopien verscherbeln jetzt das Land an Finanzinvestoren - vermischen Sie da nicht 2 verschiedene Paar Schuhe?

Tatsache ist, das in Afrika - nicht nur in Athiopien - in großen Maßstab Land an Kapitalinvestoren 'übertragen' wird. Geschätzt 20 Mio Hektar seit 2006. Da es in Afrika kein Grundbuch gibt, kann das durch die jeweilige Militärmacht relativ leicht durchgesetzt werden.
Besonders günstig sind dafür die Umstände in Bürgerkriegsregionen. In Dafur wurde es vorgemacht: Südkorea 700TS Hektar, die VAE 400TS Hektar ebendort. In Somalia macht das nun möglicherweise Schule.

In Somalia würde ich eher nicht investieren.

Wo bleibt ihre Risikofreude ;-?

Man muß ja nicht gleich dort wohnen.
Ein Haus/Grund in/bei Kismaayo ist auch heute nicht billig, aber warten Sie mal ab, was das Ding in 30-40 Jahren erst wert ist!
Da werden dann Phantasiepreise dafür bezahlt...

Jip Huete ist das Feld vielleicht 5 Cent wert in 30-40 Jahren vielleicht einen Euro. Dafür darf man auch jeden Blindgänger und jede Landmine die man findet behalten und weiter verkaufen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.