Die Videowebseite plant Kanäle mit professionellen Inhalten - soll Anfang November vorgestellt werden
Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, soll YouTube Anfang November bekannt geben, dass es mehrere Medien-Unternehmen und bekannte Persönlichkeiten gewinnen konnte, um Kontent für die Video-Webseite zu produzieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf involvierte Personen.
Tony Hawk mit an Bord
Unter anderem sollen Produktionsfirmen von Ruper Murdochs News Corp. und der RTL-Gruppe mit YouTube eine Partnerschaft eingegangen sein. Auch die Skateboard-Legende Tony Hawk und der Erschaffer von "CSI", Anthony Zuiker, sollen mit an Bord sein. Andere Partner dieses Versuchs sind bereits auf YouTube vertreten, z. B. Machinima Inc.
Dutzende Kanäle
YouTube versucht sich als Kabelfernsehanbieter der nächsten Generation. Es sollen dutzende gratis Online-"Kanäle" mit professionell gemachten Inhalten entstehen. Wie Quellen berichten, soll Google dafür 100 Millionen US-Dollar investieren. Durch Werbung soll sich das Projekt refinanzieren. Von YouTube gibt es keinen Kommentar zu diesen Plänen.
"Einzigartige" Sendungen
In Zukunft soll YouTube voll auf "Kanäle" ausgerichtet sein. Damit sollen Besucher animiert werden, die Kanäle zu abonnieren. Einige Partner sollen für mehrere Kanäle verantwortlich sein, die in Kategorien wie Essen, Comedy oder Nachrichten eingeteilt werden. Die Quellen haben WSJ auch verraten, dass die Verantwortlichen bei YouTube keine Kopien von Fernsehsendungen möchten, sondern dass die Partner eigene einzigartige Shows produzieren sollen. Die Urheberrechte sollen bei den Produzenten bleiben.
60 Milliarden Dollar
Google möchte an den 60 Milliarden US-Dollar mitnaschen, die jährlich für Werbung für Fernsehübertragungen und im Kabelfernsehen ausgegeben werden. Außerdem möchte YouTube so den Fernsehgeräten und Settop-Boxen gerecht werden, die es den Nutzern ermöglichen Online-Videos zu sehen.
20.000 Content-Partner
Bisher hat YouTube bei populären Videos Werbung geschalten und das eingenommene Geld mit den Machern geteilt. Immerhin 20.000 sogenannte Content-Partner verdienen so Geld. Diesen Weg wird Google auch weiterhin bestreiten. (soc)