Cup-Folgen

Schöttels Schmerz und Gludovatz' Hieb

27. Oktober 2011, 12:10
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    foto: apa/ andreas pessenlehner

    Paul Gludovatz ist sicher kein Facebook- und Twitter-Trainer, er ist aber sicher Rieds erster Trainer, der seinen Anteil an einem Auswärtssieg bei Rapid hat.

Einen Seitenhieb auf Teamchef Marcel Koller gönnt sich Paul Gludovatz nach Rieds erstem Erfolg im Hanappi-Stadion. Rapid bleibt nach dem Aus im Cup nur noch die Meisterschaft und ein Versprechen von Trainer Peter Schöttel

Wien/Ried - "Mich freut das, denn man gewinnt nicht alle Tage auswärts gegen Rapid. Wir haben diese einmalige Chance genützt", sagte Paul Gludovatz nach Rieds in der Verlängerung, also innert 120 Minuten erzwungenen 2:1-Cupsieg am Mittwochabend im Gerhard-Hanappi-Stadion.

Der routinierteste Coach Österreichs hatte nicht zu hundert Prozent recht. Denn die Innviertler haben genau genommen noch nie bei Rapid gewonnen - egal ob im Cup oder in der Meisterschaft. Wenn jemand tatsächlich auf dieses Ereignis gewartet hat, dann hatte er sich nach flinker Berechnung der Oberösterreichischen Nachrichten seit dem Bundesliga-Einstieg des SV Ried Anfang August 1995 genau 5929 Tage zu gedulden. In jenen mehr als 16 Jahren besuchten die Rieder 30-mal Hütteldorf und fuhren 21-mal als Verlierer wieder nach Hause. Achtmal reiste wenigstens ein Punkt mit retour. Das Minus an Toren belief sich alles in allem auf 50 (22:72), Gludovatz' Freude ist also durchaus berechtigt.

Sozial ohne Netzwerk

Dass dabei selbst einem 65-Jährigen die Pferde durchgehen können, bewies Gludovatz durch die Antwort auf die Frage nach seinem Anteil am Erfolg. "Bei uns stehen die Spieler im Mittelpunkt. Wir haben keinen Facebook- oder Twitter-Trainer, der sich besser verkaufen muss, als es die Arbeit auf dem Platz zeigt." Das galt wohl dem neuen, in der Welt sozialer Netzwerke und alternativer Nachrichtenplattformen schon heimischen Teamchef Marcel Koller, der sich in etwa zeitgleich mit dem historischen Wiener Cup-Match in Hannover am 1:0-Pokalerfolg der Mainzer samt Treffer von Andreas Ivanschitz delektierte.

Auf Kollers Bestellung vor drei Wochen hatte Gludovatz, der selbst als möglicher Nachfolger von Dietmar Constantini gehandelt und als solcher auch von seinem ehemaligen Arbeitgeber ÖFB kontaktiert worden war, noch verhalten beleidigt reagiert und sich offiziell gar nicht übergangen gefühlt. "Ich weiß nur, dass ich die Punkte im Anforderungsprofil erfüllt hätte, außer dass ich vielleicht zu wenig verlangt habe."

Während Ried am Samstag keine weitere Chance auf einen historischen Erfolg hat - in Salzburg gelangen bisher schon drei Siege -, spielt Rapid daheim gegen Meister Sturm, der Liga-Spitzenreiter Admira zum Abschluss des Achtelfinales recht souverän mit 3:1 aus dem Cup entfernte, wider die völlige Depression. Trainer Peter Schöttel traut sich nach wie vor zu, "das Ganze wieder auf einen besseren Weg zu bringen. Wir werden diese Phase durchtauchen" , versprach der 44-Jährige.

Gegen Ried hätte es vom Ansatz her gar nicht schlecht ausgesehen, "aber wir gewinnen im Moment eben die engen Partien nicht" . Den im Finish ausgeschlossenen Jungspunden Christopher Drazan und Michael Schimpelsberger wollte Schöttel keine gesonderten Vorwürfe machen. "Wir haben uns in einigen Situationen naiv benommen, und da rede ich gar nicht von den Ausschlüssen."

Ein scheinbar sicheres Erfolgserlebnis winkt Rapid übrigens erst wieder Anfang Dezember in Kapfenberg. Der KSV ist nämlich der letzte der aktuellen Bundesligisten, gegen den Rapid - egal ob daheim oder auswärts - noch nie verloren hat. (DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 28. Oktober 2011, APA, red)

Kommentar posten
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MASCH49
 
00
31.10.2011, 23:06
Hob'n jetzt Olle aan Kolla ?

fragt sich der nicht mehr begeisterbare
Fan heimischer, mit den Füssen getrete-
ner, Ballkunst.

RedBullSoizburg
00
30.10.2011, 20:04

Der Gludo könnte sich selbst einen Hieb erteilen!

Won Ton
01
29.10.2011, 08:09

Er wirkt schon länger etwas unausgeglichen, der Gludovatz. Der Frust entsteht wohl aus dem ehemaligen Glauben als netter und kluger Mensch in Österreich etwas erreichen zu können :-)

Daviddavidovich
 
10
28.10.2011, 19:31

Unbestritten ist das Gludo alle Nati Spieler am besten kennt und er der Fachlich beste für das Team wäre,wenn da nicht seine komische Außendarstellung wäre.Außerdem sind manche Oberlehrer Aussagen von ihm entbehrlich.Ich erinnere
an Zellhofer mit Pasching Super aber mit den Großklubs versagt was ich damit sagen will Ried ist leichter zu Händeln als Rapid Austria oderSalzburg und Sturm geschweige die Nati.Ich kann mit Face book auch nicht´s anfangen aber deswegen kann ich es auch nicht schlechtreden.

cjlpa
32
28.10.2011, 17:31
Schämen Sie sich, Herr Gludovatz

belabala
28
28.10.2011, 14:44

Gludowatz hatte genug Zeit ruhig und gelassen auf koller zu reagieren. Das hat er im Unterschied zu daxbacher nicht geschafft. Peinlich.
Shame in you, gludowatz

They call me mellow yellow
10
28.10.2011, 18:31
Darf ich sie höflichst korrigieren?

Shame ON you ...
sonst klare Übereinstimmung!

PS:
Die Trainer, die sich neutral verhalten haben, heißen:
Walter Kogler, Peter Schöttel, Franz Lederer, Didi Kühbauer, Ricardo Moniz.
Trainer die zum neuen Teamchef befragt wurden und ein seriöses Statement abgaben sind:
"Sir" Karl Daxbacher und Franco Foda.
Trainer, die gar nix schnallen oder einfach leicht überfordert sind:
Werner Gregoritsch, Peter Stöger (net Fisch o. Fleisch) UND
Paul Gludovatz als DIE ENTTÄUSCHUNG des Jahres.

Die anderen Cordoba-Deppen erwähne ich erst gar nicht ...

Illusionist
11
28.10.2011, 15:24

in you ??
kroneflüchtling ?
falsch abgeschrieben ?

belabala
11
28.10.2011, 16:12

Hihi
macht das Handy automatisch.

They call me mellow yellow
00
28.10.2011, 18:47
Wenn man nicht aufpasst ...

dann wir auch ein BUSSI zu BISSIG ;-)))

belabala
00
28.10.2011, 21:58

Ja, man beginnt einen Lapsus zu lieben.

Rumo von Zamonien
09
28.10.2011, 13:46
Sehr gutes Interview mit Gili Prilassnig!

http://sport10.at/home/fuss... kl?seite=2

Babylon Circus
 
27
28.10.2011, 13:17

Und der Kleinstkindergarten geht munter weiter... Ich nehm jetzt einfach mal an, dass es Gludo zigfach wichtiger ist was über ihn in der Zeitung steht als Koller wieviel Freunde er auf irgendeinem FacebookProfil hat. Traurig wie sich einer nach dem andern der heimischen Trainerelite so peinlich äussert. Als ob das jetzt Kollers Arbeit beeinträchtigen würde weils auf Facebook ein Profil gibt. Bravo, noch einer der offen zugibt, dass er wenig kapiert, unnötigst rumgrantelt und dabei anscheinend selbst nicht checkt wie peinlich er sich macht. Bravo, Gludo!

the Uberist
10
28.10.2011, 14:17

so wies aussieht verwaltet hr. koller sein profil nicht selbst - insofern ist die aussage noch sinnloser.

Babylon Circus
 
00
28.10.2011, 18:43

I know, aber eben selbst wenn...! Ob sich der Typ (Gludo) mit Facebook, Internetz oder sonstwas auskennt is mir aber sowas von bare. Eben selbst wenn die FacebookSeite von Koller wäre, der Typ behauptet also, dass es jetzt einen Einfluss darauf hat wie er trainieren lässt, Koller will sich sMn angeblich in den Mittelpunkt stellen, dabei ist ja die Mannschaft der Star, Kollers "Verhalten" somit untragbar. Mein, der hat nonedmal ein Training geleitet, geschweigedenn einen Kader nominiert, aber diejenigen welchen werden sich dann wohl voll verarscht vorkommen ;) Finds einfach schön wie Koller auf diesen ganzen Schwachsinn reagiert. Einem von mir eigentlich geschätzten Schneck lieber Blumen streuen, ein Gludo wird anscheinend ignoriert. ;)

They call me mellow yellow
00
28.10.2011, 19:02
Sehr interessant

ist für normal Lesende ihr Beitrag nicht. Ich habe kein Wort davon geschnallt. Früher war das aber schon so.
Na ja, die Zeit des Bockbiers hält bereits Einzug - sagt der Hausverstand ;-)

the Uberist
00
28.10.2011, 19:25

oh das bockbier - das hätt ich fast vergessen.

Hier ist das Salzburger Augustiner Bräu nur zu empfehlen! ;)

Victor Jugo
11
28.10.2011, 13:35

finde auch, dass die Aussage ziemlich unwürdig für einen guten Trainer ist, und der ist Gludowatz sicherlich. Natürlich zählen am Ende des Tages die Ergebnisse, aber ich finds schon positiv, wenn ein Trainer moderne Medien nutzt und ein bisschen was nach außen kommuniziert. Kann mir gut vorstellen, dass das einige interessiert und vielleicht sogar ein bisschenw was positives zur Fanbindung beiträgt.

Wenn man böse wäre, könnte man sich ja auch fragen, ob der Gludo nicht vielleicht schon zu alt für das neumodische Zeug ist. Aber das tut man natürlich nicht.

Kölle Allaaf
11
28.10.2011, 13:08

Da ich Handyverkäufer bin, weiß ich wie vielen 65 Jährigen Facebook, Twitter etc. vollkommen unbekannt sind. Den wahren Nutzen dieser Netzwerke wird auch der Ried Trainer nicht erkannt haben.

meresi
12
28.10.2011, 18:31
na da bin ich aber froh, das sich mir der echte nutzen

von diesen pseudo-spielzeugen einer gierigen industrie noch nicht erschlossen hat und bin froh wenn es so bleibt...hab dafür mehr zeit mich um nicht so wichtige dinge zu kümmern,wie essen selbst zu zubereiten, sport betreiben, bücher lesen....blablabla

Prügelprinz mit Schirm
10
29.10.2011, 20:26

Genau. Das geht ja alles nicht mehr wenn man bei Facebook ist. Keine Ahnung haben aber die Fresse aufreißen, das gefällt mir immer ganz besonders.

meresi
01
30.10.2011, 07:53
na na , du kleiner pubertierender...

wer wird den darob gleich so die fassung verlieren...wenn du willst bezahl ich dir eine behandlung bei Dr.Gonzo...

Prügelprinz mit Schirm
00
30.10.2011, 19:07

Nun, wie ich bereits schrob: keine Ahnung aber große Fresse. Bravo!

Kölle Allaaf
01
28.10.2011, 19:35

Da können Sie sehr stolz darauf sein !

Sky7
01
28.10.2011, 15:49
Lustig wie hier alle ihre Weisheiten verbreiten

ohne irgendetwas zu hinterfragen.

Gludovatz ist selbst auf Facebook vertreten. Er ist halt der Meinung, dass es wichtiger ist, die Mannschaft, als den Traner in den Vordergrund zu stellen. Finde ich durchaus nachvollziehbar.

Er ist ein großartiger und erfolgreicher Trainer, der den österreichischen Nachwuchs wohl besser kennt als jeder andere. Schade, dass er nicht Teamchef geworden ist.

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