US-Demokraten wollen drei Billionen Dollar sparen

27. Oktober 2011, 07:58

Zum Abbau der hohen Staatsverschuldung

Washington - Zum Abbau der hohen Staatsverschuldung in den USA planen die Demokraten von Präsident Barack Obama ein Sparpaket von bis zu drei Billionen Dollar (2,15 Billionen Euro). Die Summe soll je zur Hälfte über langfristige Ausgabenkürzungen etwa im Gesundheitswesen und durch Steuererhöhungen erreicht werden, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus den Reihen der Demokraten erfuhr. Die Republikaner stellten sich allerdings bereits dem Vorstoß entgegen. "Die Forderung nach einer Steuererhöhungen über 1,5 Billionen Dollar mitten in der Arbeitsmarkt-Krise ist kein seriöser Vorschlag", sagte ein Berater der republikanischen Fraktionsspitze im Repräsentantenhaus.

Beide Parteien sind in der Steuerfrage zutiefst zerstritten und dürften dies auch im Wahlkampf für die Kongress- und Präsidentschaftswahlen im November 2012 thematisieren machen.

Die Demokraten präsentierten ihren Vorschlag dem Vernehmen nach bereits am Dienstag dem überparteilichen Schulden-Ausschuss des Kongresses. Die Arbeitsgruppe soll Einsparungen von mindestens 1,2 Billionen Dollar für die kommenden zehn Jahre aushandeln. Die Demokraten planen neben dem angestrebten Defizitabbau von 2,5 bis drei Billionen Dollar neue Hilfen zur Ankurbelung des schwächelnden Wirtschaft über 200 bis 300 Milliarden. Finanziert werden soll dies mit dem Geld, das der Staat über den Schuldenabbau an Zinsen einspart. Daneben sind Einsparungen im Krankenversicherungsprogramm für alte Menschen über 400 Milliarden Dollar geplant. Einschnitte bei dem Medicare-Programm sind allerdings sehr unpopulär. Vor allem die Demokraten müssen Ärger bei ihren Wählern befürchten. Im Gespräch sind auch Kürzungen von 100 Milliarden Dollar im Medicaid-Programm für arme Menschen. (APA)

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16 Postings
Dagmar Rehak Wien
 
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28.10.2011, 11:23
"Finanziert werden soll dies mit dem Geld, das der Staat über den Schuldenabbau an Zinsen einspart."

Und gleichzeitig so tun, als wüsste man nicht, dass das Problem die Zinsen sind.

Odo
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27.10.2011, 12:29
Wieder der gleiche Blödsinn in der Überschrift wie schon vor einiger Zeit bei Präsident Obamas "Sparvorschlägen". Steuererhöhungen haben aber nichts mit Sparen zu tun.

Die Demokraten wollen das Defizit um drei Billionen US $ in den nächsten 10 Jahren ab 2013 reduzieren. Davon soll aber nur etwa die Hälfte aus Einsparungen stammen, die andere Hälfte aus Steuererhöhungen.

Die Republikaner haben im übrigen auch Vorschläge zur Reduzierung des Defizits gemacht (darüber berichtet der Standard natürlich nichts) im Volumen von gut zwei Billionen US $. Die Republikaner schlagen allerdings ausschließlich Ausgabenkürzungen vor.

http://news.yahoo.com/supercomm... 29727.html

Eines ist im übrigen jetzt schon klar: Im Sozialbereich wird es auf jeden Fall Kürzungen geben, was die Demokraten und Herr Obama vor einigen Monaten ja noch verteufelt haben.

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27.10.2011, 10:27

echt billionen?
oder billions?

Dagmar Rehak Wien
 
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28.10.2011, 11:20

Sollte man bei solchen Meldungen immer genau nachfragen.

Walter KURTZ
 
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27.10.2011, 10:52

Trillions with a T...

Bazinga !
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27.10.2011, 09:27
Echt spannend

ist doch in Wirklichkeit nur die republikanische Nominierung:

Herman-Cain-Superstar hat sich gerade mit einem Raucher-Werbespot selbst ins Knie geschossen !

http://www.youtube.com/watch?v=qhm-22Q0PuM

Das bedeutet jetzt freie Fahrt für Mitt Romney !

Laut CNN-Umfragen liegt Romney jetzt bereits in allen wichtigen Staaten, die früh wählen, vorne (in Iowa, New Hampshire, South Carolina und Florida) !

Obama kann sich warm anziehen, denn mit Romney bekommt er einen gefährlichen Kontrahenten !

Walter KURTZ
 
00
27.10.2011, 10:26
Perry und Cain sind Kandidaten, die keine fünf Meter gehen können, ohne sich selbst in den Fuß zu schießen.

Da will Perry mit einem Steuerplan die Initiative zurückgewinnen und was macht er? Fängt in einem Interview mit dem Birther Dreck an...
Cain - sein anti-DC-Establishment Charme wird ihn noch ein paar Wochen tragen, aber irgendwann werden die Wähler sich fragen müssen: kann jemand mit so einer Organisation Obama schlagen?
Außerdem wird Perry wie wild Geld investieren, und Cain udn Romney hart attackieren. Und das wird für "Flip Flopper" Romney auch nicht lustig werden.
Nicht zu unterschätzen mMn: Newt Gingrich.
Im Gegensatz zu Pawlenty hat er das Handtuch nach schlechtem Start nicht geworfen, erst eine recht unauffällige Kampagne geführt und dann bei den Debatten aufgetrumpft.Und mittlerweile geht's auch in den Umfragen rauf...

Bazinga !
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27.10.2011, 11:37
Newt Gingrich

hmm, der könnte schon noch an die Spitze des Feldes kommen, danach würden ihn aber die Medien und seine Mitstreiter sehr unter Beschuss nehmen !

Gingrich hat zu viele "Skeletons" in seinem "Closet" !

So z.b. wird ihm vorgeworfen, er habe in den 80ern mit seiner damaligen Frau die Scheidung diskutieren wollen, als diese gerade im Krankenhaus lag und eine Krebstherapie bekam !

Ein mitfühlender Konservativer schaut anders aus !

Oder da gibt es noch diese Video, in dem er zusammen mit der (bei Konservativen) verhassten Nancy Pelosi gemeinsam gegen den Klimawandel eintritt. Und so weiter.

Am Ende wirds wohl doch der Romney werden !

Walter KURTZ
 
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27.10.2011, 12:38
Zuviele Leiche im Keller?

Hat Romney genauso. Der Vorteil den Romney durch seine Kandidatur 2008 hat ist, daß all die Vorwürfe mit "ach das wurde doch schon letztes Mal hochgekocht" beantworten kann.
Zig Jahre alte Geschichten bei Gingrich - Teddy Kennedy hat besoffen eine Frau in den Tod gefahren und war weite Strecken seines späteren Lebens der Hero der Dems.
Und was der letzte "compassionate conservative" angerichtet hat, darüber braucht man nicht reden.
Schließlich - den perfekten Kandidaten wird man aus dem Pool nicht finden. Wenn ich die Auswahl habe zwischen Perry und Cain, die es womöglich bzw wahrscheinlich gegen Obama vermasseln und der Wundertüte Romney, dann wird ein Newt schon langsam eine recht verlockende Option...

Bazinga !
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27.10.2011, 13:30

Gingrich liegt aber 15% hinter Obama zurück !

Gingrich hat auch kein Geld, sondern nur Schulden. Wie soll er denn eine schlagkräftige Kampagne in allen 50 Staaten aufstellen, wenn er pro Quartal nur 2 Million $ einnimmt ? Da hat Obama ja schon 200 Million $ beisammen, wenn der Gingrich aus den Vorwahlen als Sieger hervorgeht !

Obama würde gegen Gingrich glaub ich leicht gewinnen, außer Obama patzt bei den Debatten (Gingrich war bei den Republikaner-Debatten ja nicht schlecht) !

Walter KURTZ
 
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27.10.2011, 17:11

Geld haben nur Romney und Perry. Und Perry nützt es momentan wenig, weil das Momentum gegen ihn ist.
Wie gesagt: Romney kommt nie über 30 Prozent, das hat seine Gründe.
Nach dem Kollaps von Perry in den Debatten hat die anti-Romney Fraktion eh schon wieder verzweifelt einen Kandidaten gesucht. Und wenn man den Eindruck bekommt, daß man mit Perry, Cain, Bachman und Paul keinen Blumentopf gewinnt, dann kann's für Gingrich schnell nach oben gehen.
Und wichtiger sind die ersten Vorwahlen, nicht 50 Bundesstaaten. Da spricht alles für Romney, aber wenn einer der Konkurrenten da gut mitmischen kann....
Außerdem: McCains Kampagne war zu einer ähnlichen Zeit finanziell auch ziemlich am Ende...

Th. Heil
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27.10.2011, 08:56
Wozu sparen,

bald fliesst libysches ÖL nach Amerika.

Zuckerlilly Zuckerlilly
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27.10.2011, 12:23
Eher nach F und GB

flotter denker
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27.10.2011, 08:38
Was ist dass fuer eine bloede Ueberschrift?

Die Summe soll je zur Hälfte über langfristige Ausgabenkürzungen etwa im Gesundheitswesen und durch Steuererhöhungen erreicht werden
Seit Wann nennt man Steuererhoehungen "Sparen"?

Zuckerlilly Zuckerlilly
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27.10.2011, 12:25
Und kurzfristig will man eine US$ Billion mehr ausgeben um damit O,'s Job-Initiative zu finanzieren.

Wobei sich diese Job-Initiative hauptsächlich im öffentlichen Bereich (big government) abspielen soll.

Walter KURTZ
 
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27.10.2011, 17:17

Haben Sie nicht Supergenie Joe Sixpack gehört? Dem private sector geht's eh so gut und wenn man kein Geld für den public sector locker macht, dann gibt's Vergewaltigungen in Massen!
Daß dieser Vollkoffer "one heartbeat away" ist, macht mich immer angst und bange...

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