Zehntausende Tonnen Waffen lagern unbeaufsichtigt in der Wüste

26. Oktober 2011, 21:14

Human Rights Watch: Übergangsrat mit Waffen-Sicherung gescheitert

Südlich von Sirte - In der libyschen Wüste 120 Kilometer südlich der Stadt Sirte lagern unbeaufsichtigt zehntausende Tonnen Munition aus den Beständen des getöteten Machthabers Muammar Gaddafi. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch berichtete, gibt es dort rund 80 sandfarben gestrichene Betonbunker, in denen Munition aus überwiegend russischer und französischer Produktion lagert. Allein in einem der Bunker zählte der AFP-Reporter rund 8.000 100-Millimeter-Granaten. In anderen Bunkern lagerten meterhoch Bomben von 250, 500 und 900 Kilogramm Gewicht sowie Raketen, Splitterbomben, Granaten und viele andere Waffen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zeigte sich in einer Erklärung besorgt über die unbewachten Waffenlager. In viele der Bunker seien bereits Plünderer eingedrungen, erklärte die Organisation. Die Lager sind für jeden zugänglich. Rund um das Wüstenlager herum liegen tausende Munitionskisten im Sand. Laut Human Rights Watch wurden sie auf dutzenden Hektar verstreut, um ihre Zerstörung durch NATO-Luftangriffe zu verhindern. Ein Experte der Organisation schätzte die Menge der in den Wüsten-Bunkern gelagerten Munition auf "zehntausende Tonnen".

In einem Vorort von Sirte, wo Gaddafi sich bis zu seinem Tod am Donnerstag vergangener Woche mehrere Wochen lang versteckt hatte, fanden die Inspektoren von Human Rights Watch die leeren Behälter von 28 Raketen vom Typ SA-24, einer Boden-Luft-Rakete russischer Bauart. Mehr als 20 Boden-Luft-Raketen vom Typ SA-7, ebenfalls aus Russland, seien zudem in ihren Original-Behältern vorgefunden worden. Während der Inspektion des Lagers tauchten der Organisation zufolge mehrere "Zivilisten und bewaffnete Anti-Gaddafi-Kämpfer mit Pick-Ups" auf, "um weitere Waffen wegzuschaffen". Der aus den Rebellen hervorgegangene Nationale Übergangsrat sei damit gescheitert, die Waffenbestände der ehemaligen Führung zu sichern, erklärte Human Rights Watch.

UNO sorgt sich um Flugabwehrraketen

Die Vereinten Nationen machen sich Sorgen um die Kleinst-Flugabwehrraketen, die es zu Tausenden in Libyen geben soll. "In keinem Land der Erde, außer den Herstellerländern, gibt es so viele dieser gefährlichen Raketen wie in Libyen", sagte der UNO-Sonderbeauftragte Ian Martin am Mittwoch vor dem Sicherheitsrat in New York. Die kleinen Raketen, bekannt sind die amerikanischen "Stinger" oder die russischen "Strela", können von einem Einzelnen von der Schulter abgefeuert werden. Experten fürchten, dass Terroristen sie gegen Passagiermaschinen einsetzen könnten.

"Wir bemühen uns, diese Waffen möglichst schnell zu erfassen", sagte Martin. "Aber es gibt mehrere Hundert mögliche Lagerplätze, die wir alle untersuchen müssen, und das sofort." Experten seien wegen des Problems in großer Sorge: "Diese Gefahr braucht unsere größte Aufmerksamkeit." Auch die anderen Tausenden Waffen, von der Pistole bis zum Kampfpanzer, nach den Kämpfen unter Kontrolle zu bringen, sei eine vordringliche Aufgabe. Insbesondere müssten aus Wohngebieten schwere Waffen weggeschafft werden.

Der frühere Amnesty-International-Chef Martin sagte auch, dass die Übergangsregierung in Libyen für die Sicherheit aller Menschen verantwortlich sei. "Sie sind verpflichtet, Rache zu verhindern und für Versöhnung zu sorgen - ganz wie Sie es in Ihrer Befreiungserklärung versprochen haben." Die Zeit für den demokratischen Umbau habe schon begonnen, die neuen Machthaber müssten vor allem für Sicherheit, eine funktionierende Verwaltung und für die Wirtschaft sorgen. (APA)

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Sonstwer
00
28.10.2011, 14:44
ich frag mich wie viele Waffenhändler schon dort sind

um so viel einzupacken wie möglich

odrr
01
27.10.2011, 11:51

in kleidungsstuecken sind peilsender...jaaaaaa :)))

Christine Nardin
01
27.10.2011, 15:48

Logisch sind in Kleidungsstücken Peilsender eingenäht: dann wissen die entsprechenden Kreise immer sofort, wenn eine kleine Menschenmenge mit grüner Kleidung auf z.B. dem Stefansplatz sind, dass das nur ein Aufstand der Gaddafi-Freunderln sein kann.

DieBo
40
27.10.2011, 10:44
Welcher Staat heute noch waffen von den USA kauft ist schön blöd. Ist doch klar das in jeder noch so kleinen Pistole ein Peilsender versteckt ist. Was Kaufhäuser hierzulande längst in ihre Kleidungsstücken einnähen wird dort doch wohl

..schon länger Brauch sein.....

mistvieh666
 
00
27.10.2011, 23:03

ein rfid chip hat normalerweise eine reichweite von ein paar metern. metall schirmt die uebertragung ab.
das ist also einfach technisch sinnlos.

DieBo
00
28.10.2011, 09:34
normalerweise......normalerweise sind die Drohnen für 200 Euro von Aldi auch klein und können keine Raketen abfeuern....normalerweise hat das Militär auch das, was normalerweise niemand besitzt und immer zuerst...

mstislav raskachlovitsch
20
27.10.2011, 08:54
Al Kaida kauft in Bausch und Bogen...

Porqué no te callas?
33
27.10.2011, 08:08

warum hat der so viele waffen gekauft? das fragen sich viele libyer.

mistvieh666
 
00
27.10.2011, 23:32

100_000 tonnen munition ist nicht so viel.
das entspricht ungefaehr dem us munitionsverbrauch von einer schlacht im vietnamkrieg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schl... m_Khe_Sanh
200 tote gi's
2000 tote nordvietnamesen, also nichts aufregendes.

DieBo
40
27.10.2011, 11:08
Wer sagt denn das die Nato die nicht dort selbst abgeworfen hat?

Elettra
00
30.10.2011, 00:56
@DieBo Nato Bomben

das wäre nicht unlogisch,

Sofern der Nato Bomberflotte kein geeignetes Ziel vorlag, werden diese ihrs Zeugs trotzdem irgendwo ab- gekippt haben, normalerweise geht sowas ins Meer.

In die Wüste gekipptes bezahlt über das beschlagnahmte Auslandsvermögen -zwecks Befreiung - ja das Libysche Volk,

es ist also gut möglich dass das samt und sonder-es in die Wüste gekippte abgelaufene zu entsorgende NATO Munition ist.

Zenga
00
3.11.2011, 13:55

Die Bomben werden ins Meer oder auf eine "verlassene" Insel in Kroatien geworfen, die dann schliesslich 12 Kroatische Florianijünger einfach verschwinden lies..

odrr
01
27.10.2011, 12:00

:)))

Elettra
31
27.10.2011, 09:11
Gadaffis fataler Fehler, er hat viel zuwenig gerüstet

Hätte er sich nicht auf dem internationalen Parkett Einlullen lassen, hingegen er wie der Iran und Nordkorea auch nur etwas Geld auf ein Atom Programm gesetzt wäre er wohl heute lebend und in Libyen weiter an der Macht.

Was derzeit in der Libyschen Wüste lagert ist wie durch den Kriegsverlauf ersichtlich für die Sicherheit von Libyen nutzlos, und reiner historischer Waffenschrott.

Es wäre für den NTC derzeit ein leichtes jetzt ein ausländisches Berge Unternehmen mit der Entsorgung dieser Waffen zu beauftragen, das Ziel dieser Kampagne ist aber wie wir alle Ahnen ein völlig anderes.

Christine Nardin
10
27.10.2011, 15:49

"wäre er wohl heute lebend und in Libyen weiter an der Macht"

Und Libyen weiterhin eine Diktatur ... Hurrrraaa !

Zenga
00
3.11.2011, 13:56

waren sie schon mal in Lybien??

Waldviertler1
20
27.10.2011, 13:12
Der unheimliche Diktator Nordkoreas - Kim Jong-il - Teil 1/3 - Doku

www.youtube.com/watch?v=i... 5A21D42ED1

Kim Jong il ist ein wirklich schrecklicher Diktator und was macht der Westen, kriecht ihm in den A (rsch), wegen der A(rsch)tombombe!!!

Zensursula aufwachen!!!

Cpt. Bligh
10
27.10.2011, 09:04
tja,

um seiner freundschaft zu frankreich und russland ausdruck zu verleihen..

tom krishan1
 
39
27.10.2011, 03:24

kleine PR kampagne, damit nato bleiben soll.

dreckige methoden von den PR kriegsverbrechern.

kreter
14
26.10.2011, 23:48
Das größte Freiluftwaffenlager der Welt mit Selbstbedienung!

Horst Maier1
 
13
26.10.2011, 23:43
Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los.

Die westliche Welt hat jahrzehntelang Waffen gegen Öl gehandelt. Mit Gaddafi wie auch mit vielen anderen, heute noch.

Man kann nicht die ganze Welt mit Waffen überschwemmen und sich dann beschweren wenn diese eingesetzt, ja sogar gegen einen gerichtet werden.

Entweder Waffenindustrie herunterfahren oder Fresse halten.

odrr
51
27.10.2011, 00:02
westliche welt?

....einer Boden-Luft-Rakete russischer Bauart. Mehr als 20 Boden-Luft-Raketen vom Typ SA-7, ebenfalls aus Russland.......

tramtatam
00
29.10.2011, 02:56
"Mehr als 20 Boden-Luft-Raketen vom Typ SA-7,"

schön, dass Sie diesen Satz k(a)opieren konnten.

versuchen Sie mal mit Ihrer geballten Vorstellungskraft 000 hinter der 20 zu stellen.

die Rede ist nämllich über mind. 20000 Raketen

odrr
00
29.10.2011, 10:35
hier ist die rede davon, wo sie produziert wurden.

.
diese sind veraltet und nicht mehr funktionsfaehig, aber man kann damit wieder schoen panik machen.....in ihrem sinne also,nicht?

odrr
00
29.10.2011, 10:28
eeeeeecht?

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