Faymann auf Facebook, Twitter und Youtube sollen alle künftig laufend bespielt werden
Ab heute gibt der Kanzler den Werner Dampf in allen Kanälen. Facebook, Twitter, Youtube - die Troika der modernen Selbstdarstellung wird seit dem Morgen des Nationalfeiertags nun auch vom Ballhausplatz 2 bespielt. Zu sagen hat Werner Faymann, dass er die Bevölkerung regelmäßig über neues, wichtiges im Land informieren will und den Bürgern die Gelegenheit geben möchte, Vorschläge für die Zukunft Österreichs zu präsentieren und Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit mit den Ereignissen im Lande kundzutun.
Video
Direkt zum Volk spricht der Kanzler via Youtube: eine Minute 21 nimmt er sich Zeit, um - aufgenommen im Ministerratssitzungssaal - mit sachlich-ernster Miene kundzutun, was der Sinn seiner neuen Netz-Aktivitäten ist und zu informieren, dass die Stärken Österreichs nie waren "gegeneinander zu hetzen sondern miteinander das Land zu entwickeln". Weiters am Channel nachzusehen sind derzeit Videos von Faymann-Auftritten im Ministerrat.
Basis der Web 2.0-Aktivitäten des Kanzlers ist dessen neue Website - http://www.bundeskanzler.at. Nachgezeichnet wird dort sein Lebensweg mit für jedermann verständlichen Beschreibungen (u.a. "Ich bin in Wien aufgewachsen, zuerst im Bezirk Mariahilf, dann in Liesing." - "Als Infrastrukturminister war mir der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ein besonderes Anliegen." - "Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsstaaten treffen mehrmals pro Jahr beim Europäischen Rat in Brüssel zusammen.") und dazu passenden Fotos.
Statements
Ferner geboten werden Grundsatzstatements etwa zu Wehrpflicht, Europa und Demokratie, ein virtueller Rundgang durchs Kanzleramt sowie ausgesuchte Reden und Interviews des Kanzlers, bei denen nebenbei abzulesen ist, in welchen Medien Faymann besonders häufig spricht.
Ebenfalls nicht ausgelassen wird Facebook. Dort heißt Faymann die Internet-Community "herzlich willkommen", freut sich sehr auf den Dialog und "ist gespannt auf die Erfahrungen in diesem für mich neuen Medium." Bis 11 Uhr hatten mehr als 500 User Gefallen an der Seite gefunden, die unter anderem Fotos des Kanzlers liefert, etwa als Fußballer und Kletterer sowie strahlend an der Seite von Barack Obama, Arnold Schwarzenegger aber auch Lukas Plöchl. Wenn er zu seinen Fans persönlich spricht, wird Faymann das übrigens künftig in Ich-Form tun, von seinem Team eingegebene Beiträge werden in Er-Form publiziert.
Team-Betreuung
Verzichten müssen die User zumindest vorerst auf Tweets des SPÖ-Chefs. Zwar ist Faymann jetzt auch auf Twitter aktiv, jedoch plaudert hier sein Mitarbeiterstab, das "team.bundeskanzler". Followers hatte das Kanzlerteam am späteren Vormittag rund 200 - darunter eine große Gruppe Journalisten, aber auch politische Konkurrenz (die Grünen) und Fans aus den eigenen Reihen wie die SPÖ Großweikersdorf. Vorerst wird auf Twitter freilich nur cross-promotet - sprich, auf die neue Facebook-Seite Faymanns hingewiesen.
Abgerundet werden die Webaktivitäten mit einem App für Iphone und Android namens Kanzler 2.0. Das Team, das die "Social Media"-Aktivitäten betreut, besteht aus neun Mitarbeitern rund um die frühere Kanzlersprecherin Angelika Feigl, die mit einer Ausnahme schon bisher im Kanzleramt tätig waren, die neuen Aufgaben also zusätzlich zu ihren sonstigen Aktivitäten wahrnehmen. Dem Kanzler vorangeeilt ist übrigens der Bundespräsident. Heinz Fischer hat seine neue Homepage bereits letzte Woche ins Netz gestellt. (APA)
Der Spanier José Ramón Carbajosa ist der neue Chef des EU-Verbands der Elektro- und Elektronikrecycler. Elektronikabfälle sind nicht nur ein Umweltproblem, sie haben auch strategische Bedeutung, sagt er zu Jan Marot
mal nen vernünftiger Ansatz Politik verständlich, aktuell und kurz angebunden unters Volk zu bringen. Mal ehrlich, wer sieht sich schon die langatmigen Interwiews/Streitereien im Fernsehen an? Wenn jetz auch noch die Qualität stimmt, ists echt nice
Wieauchimmer. Es hat halt wieder mehr als ein halbes Jahrzehnt gedauert, bis moderne Kommunikations- und PR-Technologien genutzt wurden. Selbst deutsche Politiker scheinen da schneller gewesen zu sein (um ein Jahr/Haar)…
also was in anderen staaten normal ist, muss hier natürlich schlecht gemacht werden. die weboffensive des bundeskanzlers ist informativ, aktuell und fördert den bürgerkontakt. weiter so!
Neutralität ist gut, aber eine Netzneutralität ist zwar etwas lustig, aber noch besser. Ich nutze Facebook, kann es aber auch schon bald nicht mehr sehen. Google+ ist für Werbung besser!!
kenn mich mit deinem posting nicht aus und versuche zu vermitteln
Netzneutralität meint, dass die Datenübertragung im Internet nicht vom benutzten Service abhängt. Alle Daten werden gleichberechtigt transportiert.
Warum das wichtig ist?
Ein Grund von sehr vielen ist es, um einen niedrigschwelligen Zugang, Vielfalt, Entwicklung und Chancengleichtheit im Internet zu ermöglichen.
Der Autor von der APA hat halt ein paar wesentliche Dinge zu fragen vergessen. Wer zahlt die Einrichtungskosten: Der Kanzler selber, die SPÖ, oder das Bundeskanzleramt? Wer zahlt das achtköpfige Team, das überwiegend aus dem Bundespressedienst kommt - der Steuerzahler?
Und die APA sollte sich fragen, welche Mitarbeiter sie sich da leistet ...
Ich finds gut, dass Faymann jetzt Facebook hat! Dann kann er zeitgemäß auf Kritik und Anregungen reagieren und so für alle User besonders bei den jüngeren punkten!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.
Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ihre aktuelle und korrekte E-Mail-Adresse ist Voraussetzung für alle Benachrichtigungen, die Sie von derStandard.at erhalten (z.B. Antworten auf Ihre Postings, Hilfe bei vergessenem Passwort). Zusätzlich werden Sie Ihre E-Mail-Adresse künftig für das Login benötigen.
Daher bitten wir Sie um eine kurze Überprüfung und Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail-Adresse wird dadurch nicht für Dritte sichtbar!
Die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse ist bereits mit einem anderen Account verknüpft. Bitte geben Sie eine andere E-Mail-Adresse an.
Diese E-Mail-Adresse ist leider ungültig. Bitte verwenden Sie eine dauerhafte E-Mail-Adresse!
Eine E-Mail-Adresse kann nicht für mehrere Accounts verwendet werden!
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Danke für die Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Es wurde ein Bestätigungslink an die angegebene Adresse gesendet.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ein unbekannter Fehler ist aufgetreten. Die E-Mail konnte nicht gesendet werden. Bitte versuchen Sie es noch einmal.