Warum sich Rocksteady einen ganz besonderen Platz in den Herzen der Videospieler verdient hat
Vor zwei Jahren überraschte das damals noch relativ unbekannte Studio Rocksteady mit einer ausnahmsweise exzellenten Spielumsetzung eines Comics. Nach dutzenden Trittbrettfahrern schien es nun endlich eine Schmiede zu geben, die im Basiswerk mehr als eine einfach zu melkende Cashcow sieht. "Batman: Arkham Asylum" hat die Ansprüche an eine Videospieladaption in die Höhe schnellen lassen, was in erster Linie natürlich den nun erschienen Nachfolger "Batman: Arkham City" betrifft.
Aufbruch in die Verbrechenswelt
Nach den Aufräumarbeiten in der Haftanstalt, hat sich Batmans Spielwiese gleich um das fünffache vergrößert. Ohne die Hintergründe vorweg zu nehmen: Die nackte Fledermaus Bruce Wayne landet in Gothams neu errichtetem Gefängnisbezirk Arkham City und findet sich umzingelt von den Stacheldraht-bestückten Mauern des Gesetzes in einer Horde geistig angeschlagener Superkrimineller wieder, die allesamt nach seinem Leben trachten. Im Zaum gehalten von der Privatarmee des offensichtlich nicht staatlich geprüften Leiters Dr. Hugo Strange, gelingt es dem schlagfertigen Multimilliardär sich mit den Fäusten aus dem Schwitzkasten herauszureden und in das schützende Kevlar seines Capes zu retten. Über den Dächern der kontrolliert geglaubten Anarchie bleibt wenig Zeit zum Reüssieren. Der Countdown für die Umsetzung Stranges teuflischen Plans läuft bereits, der Pinguin richtet seine Schergen zur Fledermausjadg ab, Two-Face verlangt Catwomans Hinrichtung und der Joker will die Welt nach wie vor brennen sehen.
Vom Gejagten zum Jäger
Ein glamouröses Intermezzo mit dem Abschaum der Puppenspieler steht an. Die folgende Schnitzeljagd, deren mörderische Spirale nur mit Riddlers brutaler Logik durchschaut werden kann, führt Batman an alle Enden dieses Labyrinths. Wie Spider-man mit dem Greifarm schwingend oder lautlos gleitend führt es einen genauso in die Kanalisation wie in das Gruselkabinett des grünhaarigen Grinsegesichts. Als "Staatsfeind Nummer 1" in Stranges Horrorreich wird man zum Raubtier. Mit einer Batterie an Gadgets bewaffnet umkreist man seine Feinde, schaltet Wachen von der Decke hängend aus, schickt Späher mit dem ferngesteuerten Baterang in den Schlaf, balanciert dank Seilpistole über feuerspuckenden Hochöfen und scannt das Einsatzgebiet vor jedem Zugriff sorgfältig per Röntgenblick. Stellt man sich dem Mob, reichen die fernöstlichen Kampfkünste aus, um selbst eine Hand voll Schläger gleichzeitig in Schach zu halten. Präzise gesetzte Angriffe und richtig getimete Konter lassen eine gepflegte Tracht Prügel fast wie einen Tanz aussehen. In die Defensive gedrängt bleibt dem Schattenkrieger immer noch die Flucht. Eine Rauchgranate, ein Sprung in die Tiefe schon steht man wieder an der Spitze der Nahrungskette.
Vom Zeichenblatt zum Leben erweckt
Es ist die Mischung aus fordernden Kämpfen, taktischen Schleichmanövern, Plattformrätseln und stark computergestützter Detektivarbeit, welche die Erkundung dieser offenen Verbrechenswelt unterhaltsam macht. Richtig aufregend wird die Suche nach dem nächsten Übel, weil die Designer es geschafft haben, den aus Comicbüchern und Filmen liebgewonnenen Bösewichten Leben einzuhauchen. Kevin Conroy verpasst Batman exakt die richtige Länge Stock im Arsch, die ein unumstößlicher Retter zur Stützung seines Rückrats braucht. Mark Hammill bringt Jokers Hinterfotzigkeit auf den Punkt, Nolan Norths Pinguin klingt genauso zerknautscht wie die Flaschenaugenfigur aussieht und das analytische Gebaren Hugo Stranges macht den Psychiater zur Autorität im Irrenhaus. Und die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, denn von Antagonist Bane über den gebrochenen Mr. Freeze bis zum unsterblichen Ra's al Ghul wird in diesem Kapitel des dunklen Ritters praktisch jeder Leitcharakter in den Plot verworren.
Eintauchen und ertrinken
So stört es auch ganz und gar nicht, dass Rocksteady die trendigen Pfade der Mehrspielererweiterung scheut. Neben Batmans Irrlauf nach Ordnung, gastiert Catwoman in einer fabulösen Nebenrolle am Gefängnistheater und balgt bei katzenartigem Leichtsinn mit den giftigen Schlingen Poison Ivys. Es ist das weiblich-erotische Yin zum testosterongeschwängerten Yang in diesem von Männern dominierten Schauspiel. Auf der Route des roten Fadens verleiten zudem außerordentlich fein ausformulierte Nebenmissionen zum Strawanzen und Riddlers querfeldein verstreute Trophäen bedürfen nicht zu selten einer aufwändigen Bergung. Es ist eine düstere Welt, in der man versinkt, doch an jeder Ecke blitzt die Liebe ihrer Schöpfer durch.
Fazit
Es benötigt schon eine Meisterleistung, die Unterwelt Gothams vom Papier weg zum Leben zu erwecken, den einzigartig gezeichneten Protagonisten eine Seele einzuhauchen. Der Plot, die Dialoge, die Animationen allein wären Stoff genug, um vor den Fernseher zu bannen. Doch verschmolzen mit ebenso unterhaltsamen wie herausfordernden Videospielelementen und kreativer Entscheidungsfreiheit haben sich die Entwickler Rocksteadys ein eigenes Podest nicht nur in den Herzen der Comic-Fans geschaffen. Bleibt zu hoffen, dass Batmans neu initiierter Antrieb für die Weiten Gotham Citys reicht. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 26.10.2011)
Batman: Arkham City ist für PS3 und Xbox 360 erschienen, die PC-Fassung folgt am 18. November. Sagen Sie uns Ihre Meinung!
also ich fände einen multiplayer wie in assassin´s creed ganz interessant.... ansonsten ist das spiel genial die story ist fesselnd und die Bösewichte sind unglaublich gut dargestellt.
jedoch muss ich sagen das es auf den consolen furchtbar verpixelt und verwaschen wirkt; bin auf die pc version mit full hd u. dx11 gespannt. zum spiel selbst kann ich nur die kurze durchspielzeit bemängeln; auch wenn mans auf dem PLUS mode gern nochmals gscheit durchzockt, für mich sind 10h zu kurz. was mich sehr ärgert, die dlc sachen die paar wochen nacher rausgeschossen werden. ich mein 60 ewuro für ein game und dann noch dlcs......geldgeilen säcke; da überlegt man sich pirat zu werden, sorry
Habe es schon durchgespielt und muss sagen, absolut FESSELND!! Spieldauer ist mit den ganzen Missionen ok, dazu noch eine viel größere Welt, Catwoman und Twoface etc... also eine tolle Verbesserung des ohnehin schon sau guten ersten Teil!!
ja. nachdem man mit der hauptstory fertig ist kann man alle nebenquests und die riddler aufgaben noch machen. man kann auch die komplette hauptstory nochmal durchspielen, mit allen ausrüstungsgegenständen usw. von anfang an - die gegner sind halt stärker
Habe ca. 13-14 Stunden mit der Hauptmission gebraucht. Mit den ganzen Riddler, einigen Nebenmissionen und Catwoman bin ich dann auf so ca. 30 Stunden (vl ein bisschen mehr) gekommen, also es ist dadurch schon um einiges länger als Teil 1.
Die Hauptmission habe ich in ca- 13-14 Stunden durchgespielt, dazu noch Nebenmissionen, Riddlers, Catwoman... da kam ich dann schon auf 30 Stunden. Noch dazu kann man sich in der düsteren Welt von Arkham locker länger aufhalten, ohne dass einem fad wird.
Insgesamt haben sie sich auch in der Gesamtlänge wesentlich verbessert, es ist also eine sehr gelungene verfeinerung des ersten Teils.
1. eine überprüfung auf tippfehler ("catwomen" "jing und jang" wäre gut.
2. ebenso das überdenken festgefahrener, heteronormativer klischees "Es ist das weiblich-erotische Jing zum testosterongeschwängerten Jang in diesem von Männern dominierten Schauspiel."
die darstellung von frauen in computerspielen geht mir als zockerin sowieo oft gegen den strich!
Inwiefern ist es sexistisch, wenn die Goons, die ja als böse und primitiv charakterisiert werden, (öfter mal) zum Wort "Bitch" greifen...?! Fühlen sie sich dahingehend in ihrer Rolle als Frau verletzt, dass sie denen, die sie verprügeln sollen, keine Symphatie entgegenbringen, diese ja sogar abstossend finden...?
Und dass in einer Comic-Umsetzung die Damen übertrieben sexy rüberkommen, ist sexistisch...? Der Logik folgend müsste ich mich in meinem Bild als Mann negativ betroffen fühlen, dass ich keinen Steroid-getränkten Muskel an meinem Körper habe...?
Das einzige, was man den Authoren insofern vorwerfen kann, ist, dass sie nicht übertrieben kreativ bei der Wahl der (weiblichen) Schimpfwörter waren... Und das ist sicher nicht Sexismus...
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