Zwei Männer und eine Frau aus den USA, Dänemark und Somalia
Kapstadt/Nairobi/Kopenhagen - Drei Entwicklungshelfer sind im
Norden Somalias entführt worden. Das bestätigte die dänische Flüchtlingshilfe in
Kopenhagen am Dienstagabend. Es handelt sich demnach um zwei Männer und eine
Frau aus den USA, aus Dänemark und aus Somalia. Sie waren für die Organisation
bei einem Minenräumprojekt im Einsatz. Die drei hätten in der Stadt Galkayo
gearbeitet, wo sie auch entführt worden seien, hieß es weiter.
In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Entführungen im Nachbarland Kenia
gegeben. Zwei spanische Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisation "Ärzte ohne
Grenzen" wurden in der Nähe des kenianischen Flüchtlingscamps Dadaab gekidnappt.
Eine britische Touristin war zuvor vom Inselarchipel Lamu entführt worden. Eine
Französin, die aus einem kenianischen Urlaubsort nach Somalia verschleppt wurde,
starb unter noch ungeklärten Umständen.
Für die Entführungen wird die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz in Somalia
verantwortlich gemacht. Kenianische Truppen waren in der vergangenen Woche wegen
der Vorfälle ins benachbarte Somalia einmarschiert. Al-Shabaab hatte daraufhin
mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht.
Am Montag hatte es in Nairobi zwei Anschläge gegeben. Am Abend starb nach
Angaben des Roten Kreuzes bei einer Explosion im Stadtzentrum ein Mensch, acht
andere wurden verletzt. Am Montag in der Früh waren bei einem Anschlag auf einen
Nachtclub nach Angaben lokaler Sender 14 Menschen verletzt worden. Zu den Taten
hat sich nach Polizeiangaben noch niemand bekannt. (APA)