EU-Kommission plant

Scharfe Gesetze gegen "Legal Highs"

25. Oktober 2011, 16:55
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    foto: apa/boris roessler

    Die als Kräutermischung verkaufte Modedroge "Spice" enthält eine künstlich hergestellte chemische Substanz aus der Arzneimittelforschung.

Jede Woche kommt eine neue synthetische Droge auf den Markt - Erste Gesetzesvorschläge sind für Ende des Jahres geplant

Brüssel - Die EU-Justizkommissarin Viviane Reding plant scharfe europaweite Gesetze um den Vormarsch von derzeit nicht verbotenen synthetischen Drogen - sogenannte "Legal Highs" - zu stoppen. "Wir haben ein reales Problem. Die jungen Leute finden die Drogen cool und nehmen das wie ein Zuckerl", sagte Viviane Reding.

"Ungemein schädlich und todgefährlich"

Jede Woche komme ein neues synthetisches Rauschmittel auf den Markt. Die neuartigen Drogen seien "ungemein schädlich und todgefährlich". Geplant ist eine verstärkte Zusammenarbeit der Staatsanwälte, vorübergehende Verbote, EU-weite Mindeststrafen und Vorschriften um Drogenvermögen leichter konfiszieren zu können.

Die Kommissarin will damit vor allem gegen neue psychoaktive Substanzen vorgehen, die eine ähnliche Wirkung wie Ecstasy und Kokain haben. Allein im vergangenen Jahr seien 41 neue Substanzen in den Umlauf gekommen, die immer leichter über das Internet erhältlich seien.

"Überall Schlupflöcher"

Man müsse gemeinsame Gesetze innerhalb der europäischen Union schaffen um "sehr schnell" dagegen vorgehen zu können, so Reding. Allein für das Verbot der Mephedron-Substanz habe sie als Justizkommissarin eineinhalb Jahre gebraucht.

Seit dem Lissabon-Vertrag gebe es nun die Möglichkeit europaweite Gesetze im Bereich der Drogenpolitik zu schließen. "Derzeit gibt es überall Schlupflöcher und die Zusammenarbeit zwischen den Staaten ist lückenhaft", sagte Reding.

In den nächsten Monaten soll auch mit Russland verstärkt zusammengearbeitet werden, um die Ausbreitung von neuen synthetischen Drogen zu verhindern.

"Legal Highs"-Konsum in Österreich

Laut einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage haben fünf Prozent der 15- bis 24-jährigen in der EU bereits solche nicht verbotenen Drogen ausprobiert.

Im Spitzenland Irland haben schon 16 Prozent der Jugendlichen derartige Drogen konsumiert, in Polen und Lettland neun Prozent und in Großbritannien rund acht Prozent. In Österreich haben hingegen nur vier Prozent "Legal Highs"-Substanzen ausprobiert. (APA)

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18 Postings
fizcaraldo
01
29.10.2011, 23:21

Tolle Idee. Dann besorgen sich die Jugentlichen das Zeug in Zukunft beim Dealer der ihnen gleich auch noch wirklich gefährliche Drogen wie z.B. Meth anbietet. Solche Gesetze helfen nur der Drogenmafia, sonst niemanden.

ralikka
04
27.10.2011, 11:47

Also ich habe ernsthafte Bedenken, wenn eine EU Kommission bessere Gesetze will, um gleich Dinge verbieten zu können die man noch gar nicht kennt. Das klingt sehr nach Pauschal-Gesetz á la Mafia Paragraf...

Es hat schon einen Grund, wieso es recht schwierig ist Gesetze in dem Bereich zu erlassen: die Grenze zwischen Rauschmittel und Wirkstoff ist fließend, meistens macht es nur die Dosis. Die Hälfte aller Pflanzen die man so findet sind in der richtigen Dosis psychoaktiv, chemisch extrahiert kann man da was draus machen. Üblicherweise treffen solche Gesetze dann die legalen Anwendungen, die dadurch erschwert oder verboten werden, sei es im Bereich Lebensmittel, Naturheilkunde, Garten - Drogen sind sowieso illegal, denen ist das Gesetz egal

burniman
02
27.10.2011, 11:25

Alles legalisieren und in apotheken verkaufen wie auch hier in einem anderen artikel erwähnt wird, könnte man damit estens das geld was für rehabilitierung der suchtopfer gebraucht wird lukrieren und zweitens hätte man damit mal realistische zahlen wies wirklich mit dem drogenkonsum in Aut aussieht. Man würde es entkriminalisieren und hätte polizei resourcen für wirkliche verbrechen frei. und wahrscheinlich auch weniger drogentote denn die meisten dieser sterben nicht an einer vegiftung am suchtmittel selbst sonderen an den verunreinigugnen die zwecks streckung beigemengt werden also in jede hinsicht ein vorteil für uns alle. Vor allem würde man damit viele neueinsteiger davon abhalten (reiz des verboternen fällt weg)

noldman
06
26.10.2011, 19:43
Das ganze Problem ist mit einem einzigen

Gesetz auf der Stelle gelöst: der Legalisierung von Cannabis.

Dann hat man auch endlich wieder Polizeikräfte frei um unsere Kinder vor richtigen Gefahren zu schützen, wie vor diesen Crystal Meth Küchen die wie man am Beispiel der ausgehobenen Küche in Perg gesehen hat mittlerweile bei unseren Kindern angekommen sind.

Die Politiker haben die Pflicht unsere Kinder vor Gefahren zu schützen. Ich verstehe jeden Polizisten wieso er lieber Kiffer verfolgt statt Meth oder anderen Konsumenten. Kiffer wehren sich halt nicht. Die Verhaftung ist nicht schwer und keine richtige Arbeit.

Wie wärs endlich mit der Umlagerung der Ressourcen in Richtung HARTEN Drogen die wirklich eine Gefahr darstellen statt weiterhin zuzuschauen.

Hauptschuldige: Politike

bixente uhudla
 
02
26.10.2011, 17:58

Ungemein schädlich und todgefährlich...

ok,aber gibts da statistiken dazu?

ich mein,ich gönne mir ja eher die richtigen sachen als das nachgemachte zeugs,wenn es denn mal sein muß...aber besonders viele meldungen zur gefährlichkeit dieser legal highs sind mir bislang keine unter gekommen,von todesfällen ganz zu schwiegen...

Vector Nectar
 
02
26.10.2011, 14:56
Die Kontrolle darüber wird man nur bekommen,...

...wenn man die Kontrolle auch wirklich will, also ein Staatsmonopol mit Alters-, Qualitäts- und Zugangskontrolle, sowie Werbeverbot, statt eine Mafiamarktmonopolgarantie durch die Korruptionspyramide, also die historisch falsifizierte Prohibition. Milliardeneinnahmen weltweit, Millionen neue Arbeitsplätze weltweit, Milliarden an Einsparungen, keine (oder geringe) Dunkelziffern und dadurch eine realistischere wissenschaftliche Erforschung der sozialen Situation, wissenschaftliche Aufklärung und Überprüfung der Konsumenten, weniger Überdosierungen durch bekannte und konstante Reinheit, finanzielle Kompensation statt noch mehr Schulden und eine glaubwürdigere Prävention ohne "Reiz des Verbotenen"!
http://www.leap.cc
http://tinyurl.com/5vlvhcq

exile in mainstream
18
26.10.2011, 11:37
eu - kommission

ihre untätigkeit in sachen finanzhandel hat die lebenschancen für mehr jugendliche vernichtet als alle dealer zusammen

Neuer Nick neues Glück
04
26.10.2011, 10:25

Hihihihihi, Lissabong!

AltFreak
019
25.10.2011, 20:04

Dein einziger Rausch sei Dein Konsumrausch, Deine einzige Sucht sei die Sucht nach unausgesetzter Arbeit zum Wohle der Hand, die sich zum heiligen Gral des Goldes strecket.
Wer diesen Glauben nicht teilt, bekomme die unerbittliche Faust des Gesetzes zu spüren. Prügelt die Vernunft in das Volk, auf daß es sich nicht gegen seinen Herrn erhebe. Verwehret ihm jeden Rausch, auf daß ihm nicht die Augen geöffnet werden...

Sorry, aber dieser ganze Prohibitionswahn nimmt langsam pseudoreligiöse Dimensionen an.
Und wenn das wirklich ungefährliche Zeug legal wäre, würden sich viel weniger Menschen so einen Dreck reinziehen. Nur um es mal wieder zu erwähnen...

readymate
70
26.10.2011, 13:45
Konsumieren

Sie etwa nicht, wenn Sie etwas einwerfen, sich anrauchen etc., um zu Ihrem Räuscherl zu kommen?

Nicht der prohibitive Trend hat pseudoreligiöse Züge, sondern die Verklärung einer immer stärkeren Zumnahme der Drogensucht in unserer Gesellschaft...!

.

AltFreak
02
26.10.2011, 23:13

Keine Sorge, meine sporadischen Räuscherl produziere ich wie jeder gelernte Österreicher mit Bier oder Wein. Das über mir schwebende Damoklesschwert einer unsinnigen, auf Vorurteilen und wirtschaftlichen Interessen beruhenden Gesetzgebung (Sowohl auf Führerschein als auch auf den Job würde ich ungern verzichten) zwingt mich, sollte ich die Lust auf Rausch verspüren, zur Wahl dieser hochtoxischen Substanzen.

Sich zu berauschen war immer schon ein Grundbedürfnis des Menschen. Man muß zugeben, daß die Industrialisierung höchst ungesunde Formen des Drogenkonsums begünstigt hat..(beginnend mit der raschen Verbreitung konzentrierter alkoholischer Getränke..), aber jede Form von Drogenkonsum zu verteufeln ist realitätsfremd und unlogisch...

Karl Benemsi
02
26.10.2011, 17:26
falsch !

der Konsum von illegalen (rsp.halblegalen) Drogen nimmt nicht zu, sondern wird im Rahmen der prohibitiven Tendemz ein immer größeres Thema; nicht zuletzt um von der Zunahme beim Alokoholismus (und seiner Verklärung) abzulenken; hier handelt es sich um eine Milliardenindustrie mit den entsprechenden Resourcen für Marketing und Werbung.

FranzKpunkt
01
26.10.2011, 17:19

Und für diese Aussage haben sie Fakten? Ich finde auf Wikipedia und anderen Quellen mit immer der gleichen Aussage: Drogenkonsum bleibt stabil. Schon über Jahre. Informieren sie sich vorher, bevor sie da Krone Weisheiten ablassen.

readymate
01
26.10.2011, 18:01
Auf der Wikipedis-Nudelsuppe

dahergeschwommen, müssen Sie eine von Ihrer abweichende Meinung nicht gleich auf Krone Niveau verorten.

Pars pro toto:

"Opiumproduktion explodiert in SO-Asien"

http://www.20min.ch/news/kreu... n-17297131

"Die Opiumproduktion in Afghanistan ist vom Herbst 2001 bis Ende 2007 um mehr als das Vierzigfache gestiegen..."

http://www.internationalepolitik.de/2011/01/0... en-drogen/

Glauben S', die tapezieren sich damit dort die Wände...?

.

FranzKpunkt
03
27.10.2011, 09:46

Afghanistan hat kaum Opium während der Talibanzeit produziert, von daher sind die Zahlen verständlich.

readymate
01
27.10.2011, 10:30
Na , und wenn S' 2 +2

zusammenzählen können, dann muss Ihnen klar sein, dass dieses Mehr an Drogen auch von Jemandem konsumiert worden ist, was nach Adam Riese eine Zunahme des Drogenkonsums bedeutet!

Das war

Peter Widzky
07
25.10.2011, 22:10
danke, dem ist nichts hinzuzufügen

WRN
05
25.10.2011, 18:07

gratuliere... ihr seid echt nicht von dieser Welt liebe Politiker!
Das Zeug ist seid Jahren auf dem Markt... so legal... in Regalen... ausgestellt.

Aber langsam kommt ihr dahinter oder was?

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