Österreichs Volksschullehrer sind überdurchschnittlich alt

Rund jeder Dritte älter als 50

Wien - Rund jeder dritte Volksschullehrer in Österreich ist älter als 50 Jahre. Mit einem Anteil von 36,2 Prozent von Lehrenden der "50 plus"-Generation gehören die heimischen Volksschulen zu jenen mit der ältesten Lehrerschaft der EU-Mitgliedstaaten, unter denen der Schnitt bei 28,6 Prozent liegt. Nur in Deutschland, wo knapp die Hälfte der Grundschullehrer älter als 50 ist, sowie in Schweden und Dänemark sind noch mehr Lehrer älter als 50, wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten des statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hervorgeht.

90 Prozent Frauen-Anteil

Europaweit unterrichten in der Primarstufe überwiegend Frauen. Auch hier liegt Österreich mit einem Frauen-Anteil von 89,6 Prozent im obersten Drittel, im Durchschnitt waren 86 Prozent der Volksschullehrer im Jahr 2009 in den 27 EU-Mitgliedsstaaten weiblich. Nur in Dänemark (69 Prozent), Spanien und Luxemburg (je 74 Prozent) lag der Frauen-Anteil unter drei Viertel.

Betreuungsverhältnis besser

Das Betreuungsverhältnis von Schülern und Lehrern variiert in der EU stark. 2009 reichte die Anzahl der Schüler je Lehrer von etwa 10 Schülern pro Lehrer in u.a. Malta und Litauen bis beinahe 20 Schülern pro Lehrer in Frankreich und Großbritannien. In Österreich kommen 12,6 Schüler auf einen Lehrer, das Verhältnis ist damit besser als im allgemeinen EU-Schnitt (14,5), der sich in den vergangenen neun Jahren um drei Prozentpunkte verbessert hat (2000: 14,8). Für Österreich sind keine Vergleichszahlen aus 2000 vorhanden.

Mehr Vorschüler

Gesteigert hat sich indes der Anteil an Kindern, die in Österreich eine Vorschule besuchen. Waren es im Jahr 2000 noch 85 Prozent der Vier- bis Sechsjährigen, sind es neun Jahre später bereits 91 Prozent. Im EU-Schnitt ist eine ähnliche Verbesserung von 86 auf 92 Prozent zu verzeichnen. (APA)

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auch das alter der facebookuser steigt von tag zu tag

seien wir doch froh, dass ältere leute ihren beruf ausüben und nicht weggemobbt oder anderweitig entsorgt werden

Rund jeder dritte Volksschullehrer in Österreich ist älter als 50 Jahre und das Durchschnittsalter bei der Exekutive liegt bei 49 Jahren.

Dass ältere Dienstnehmer selten gesünder und fitter sind als jüngere, ist bekannt.

Ich wünsche uns viel Spass in den nächsten Jahren.

Facebook kids

Klingt ja fast so, als ob facebook- kids eine Qualitatsbezeichnung wäre, oder gar etwas erstrebens- und förderwertes. Im Artikel geht es über VolksschullehrerInnen. Die ihnen anvertrauten SchülerInnen sind 6 - 10 (ca.). Facebook ist für diese Altersgruppe ziemlich irrelevant und sollte es nach momentanem Ermessen auch sein. Das heißt nicht, dass man ihnen die damit verbundenen Möglichkeiten nicht aufzeigen möge. Aber die Fähigkeit zur Kommunikation definiert sich nicht übers Facebook, und lässt sich damit auf keinem Fall lernen, sondern über real life.
Und wovon Kinder nicht genug kriegen können ist nicht immer relevant für die Zukunft, sondern nur ein manchmal kleiner Aspekt der menschlichen Profil- und Persönlichkeitsbildung.

- reinello

Obdachloses Kind...

Wie kann man nur so einen unqualifizierten Vergleich bringen. Erfahrung ist nicht nur was man. Erlebt, sondern, wie dieses in die Persönlichkeit integriert wird.
Genau die Vorurteile, dass es ältere Menschen nicht mehr bringen führt zu viele der gesellschaftlichen Diskrepanzen. Ich gehe bei den älteren Lehrkräften aber von lebensbegleitenden Selbstlernen aus. Etwas, was bei einigen sicherlich mit etwas Zug oder Druck "gefördert" werden müßte. LehrerIn sein bedingt ohne Ausnah,e die ständig begleitende Selbstausbildung.

- reinello

In 10 Jahren werden die öst. facebook-kids von überwiegend 62+ LehrerInnen unterrichtet werden. Das ist super so. Das wird spannend so. Das wollen wir alle so. Wir könn' gar nischt jenug von kriegn!!!

Als extrem ärgerlich finde ich es, wenn einerseits ständig beschworen wird, dass "wir ÖsterreicherInnen" länger (bis 65, bis 67, bis 70?) arbeiten sollen, um "die Pensionen" zu sichern - und dann andererseits beklagt wird, dass ältere Menschen halt dann auch im Arbeitsleben stehen.

Ja, diese LehrerInnen werden in 5 Jahren um fünf Jahre älter sein, ein Großteil von ihnen wird dann auch noch unterrichten. Was will man? Dass sie sich in Frühpension vertschüssen oder sich anmotzen lassen von wegen "zu alt" (will ja heute - und nichts ist falscher - heißen: unengagiert, didaktisch veraltet, "von gestern"...).

DAS ALLES NERVT ENORM!

Da die Volksschullehrer ja nur etwa 10% der LehrerInnen insgesamt ausmachen, fällt das überdurchschnittlich hohe Alter der im Lehrberuf befindlichen Männer insgesamt zum Glück nicht so sehr ins Gewicht. Bei den als Lehrerinnen tätigen Frauen, die 90% der LehrerInnen stellen, dürfte es ja - zumindest könnte man dies aus deren konequenter Nichterwähnung im Artikel schließen - (noch?) kein so großes Altersproblem geben.

nicht korrekt...

in österreich 120 000 lehrer davon über 35000 vs lehrer/innen..größter schultyp österreichs..

Sorry, einen kleinen Alibiabsatz gibt es schon, daher sollte es besser "konsequenter Nichterwähnung über den Großteil des Artikels hinweg" heißen.

Der Standard kann schlecht rechnen

nimmt man an, dass ein Absolvent einer PH mit 25 Jahren als Lehrer in den Beruf eintritt, verbleiben ihm 40 Berufsjahre bis zur Pensionierung. Die über 50-Jährigen haben noch 15 Jahre vor sich, was einen Anteil von 15/40=37,5% beträgt, daher sind die angeführten 36,2% sogar unter dem Durchschnitt.

ein 90% frauenanteil ist euch nicht wenigstens ein binnenI wert?

gottseidank nicht!

gottInseidank!

die gleichen Fehler viele Jahre lang machen = Erfahrung!
Es ist bekannt, daß die ELTERN nichts mehr tzaugen und sich nicht verpflichtet sehen Erziehung selbst in die Hand zu nehmen. Das wird in die Schule wegdelegiert. Ein Lehrer, der den Schüler kritisiert wird von Eltern oft angepöbelt, bis hin zu körperlichen Drohungen.
Viele Lehrer sind wenig motiviert und sehen ihre Arbeit als Job und nicht als Berufung. Der Job bietet viel Freizeit auch für Nebenbeschäftigungen, die dann zum Focus der Aktivitäten werden

Na und?

Ich sehe nur bedingt darin ein Problem, dass die VolksschullehrerInnen älter sind. Wenn es eine Struktur gibt, die es ermöglicht neue pädagogische Konzepte kennen zu lernen und zu beüben sehe ich keinen Nachteil. Immerhin bringen sie viel Erfahrung mit. Das ist oftmals tausendmal besser als die jungen "allwissenden" Lehrkräfte
Reinello

Warum sollten Menschen automatisch Erfahrung haben nur weil sie alt sind ?

Ein obdachloses Kind hat schon mehr Lebenserfahrung als die meisten österreichischen 60Jährigen . Abgesehen mal davon dass kaum ein Rentner noch mit den heutigen Jugendlichen mitkommt . Seitdem es Menschen gibt ist es so . Diese Lebenserfahrunggeschichte ist doch nur ein Wunschtraum der Alten (Wer hat seine Grosseltern oder sogar Eltern ab einem gewissen Alter noch ernst genohmen wenn sie einem 0815 Ratschläge gaben ?)

was verstehen sie unter erfahrung?

dass man weiß, wo man im winter übernachten kann ohne zu erfrieren bzw. wie man sich am besten durchschnorrt?

Weisst du wie es geht - Ohne Geld ohne Wohnung ohne Familie/Freunde zu überleben ?!?

Mit Messer und Gabel essen oder zum Friseur gehen kann jeder Depp . Und trotzdem sind diese dann auch noch stolz drauf und halten sich absurderweise für etwas Besseres

grosseltern ernstnehmen? - nur bei geldnehmen

dummheit ist übrigens altersmäßig ziemlich gleich verteilt - sehen sie sich also vor

Sie pauschalieren. Und ich kann Ihnen sagen, meine Großmutter war mit ihren 91 Jahren jünger als die meisten 20-jährigen. Ich weiß, dass das eher die Ausnahme ist, aber es zeigt, dass es nix mit Alter zu tun hat, sondern mit Persönlichkeit. Die meisten Menschen - egal welchen Alters - rennen irgendwelchen 08/15-Dingen nach. Nur unterscheiden sich die Dinge, denen nachgerannt wird.

Sind Sie sicher???

>Ein obdachloses Kind hat schon mehr Erfahrung als die meisten österreichischen 60Jährigen<

Erfahrungen? Ja, aber welche? Traumatisierungen, Zurückweisung, Hunger, Kälte etc.... Nicht unbedingt geeignet, einen glücklichen ausgeglichenen Menschen zu prägen, der Positives ausstrahlt.

Volksschulkinder (!), das heißt junge Menschen zwischen 6 und 10 Jahren, benötigen keine Frusterlebnisse durch selbst instabile traumatisierte Bezugspersonen, sondern ausgeglichene Pädagogen.

vor 20 jahren

waren sie eben überdurchschnittlich jung.

Aber ncht überdurchschnittlich hot vermutlich!

gehalt der vs lehrerInnen

..wie alle pflichtschullehrer..6 semestrige ausbildung..abschluss früher dipl. päd. jetzt bachelor..22 h lehrverpflichtung...ca 2000 brutto bis 4400 brutto (vertragslehrer, 19 gehaltsstufen..)

nach 10 jahren in der privatwirtschaft

empfindet man das gehalt, das man als lehrer beim wiedereinstieg in den beruf bekommt eher als verhöhnung!
den alten schiebt man die kohle rein, die jungen kriegen hungerlöhne. anrechnung? fehlanzeige!

da musst viel idealismus mitbringen...

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