Räume voller "Rosen"

Maik Novotny, 25. Oktober 2011, 23:55
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    foto: bruno klomfar

    Das "Kinderland" in Bern vom Bregenzer Architekturbüro raumhochrosen.
    Foto: Bruno Klomfar

Heike Schlauch und Robert Fabach vom Bregenzer Büro raumhochrosen bauen für eine spezielle Kundschaft: Kinder und Singvögel

Bregenz - Bauen für Kinder gehört wohl zu den kompliziertesten, da vermeintlich einfachsten Aufgaben: Kreis, Dreieck und Quadrat in Rot, Gelb und Blau scheinen oft der leichteste, sind aber der banale, falsche Weg. Heike Schlauch und Robert Fabach vom 2001 gegründeten Büro raumhochrosen machen es sich nicht so einfach: Ihren Räumen für Kinder und Jugendliche gehen Befragungen der anspruchsvollen Klientel voran. Beim Mädchenzentrum Amazone in Bregenz gab es eine klare Absage an schweizerisch-sprödes Grau: Die Girls verlangten nach leuchtenden Farben - und bekamen sie.

"Uns hat immer interessiert, wie Kinder Räume wahrnehmen", so Heike Schlauch. "Davon können wir etwas für unsere Arbeit lernen." Für die Kleineren entwarfen sie das übermütige "Kinderland" in Bern, für die Älteren das dezentere Jugendinfozentrum in Dornbirn.

Holzbauklassiker für Menschen und Vögel

Der poetische Büroname passt zum Programm des Kleinen, aber Detaillierten: "raumhochrosen heißt, dass es über das Technische und Funktionelle hinausgehen soll. Wie ein Haiku, aus dem jeder etwas anderes herausliest: Wer mit uns baut, bekommt Räume voller Rosen." Ganz prosaisch sind die beiden aber auch in der Vorarlberger Architekturszene aktiv und vermitteln Wissen über dortige Holzbauklassiker, nicht nur an Kinder, sondern auch an Erwachsene.

Und sogar an Gefiederte, wie die augenzwinkernde Serie von Vogelhäusern (Maßstab 1:33), die sie 2006 von vier klassischen Ländle-Bauwerken anfertigen ließen. Mit Erfolg: "Vieles an den Häusern funktioniert auch im kleineren Maßstab für Vögel wie im Original für Menschen. Wir waren verblüfft, welche Resonanz das fand. Es kamen sogar Bestellungen aus Russland!", erinnert sich Heike Schlauch. Für eine Neuauflage der vergriffenen Serie wird zurzeit gesammelt. (Maik Novotny, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25./26.10.2011)

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gaisbock
00
26.10.2011, 21:32
hach, wie übermütig!

schade dass ich kein Kind mehr bin, was wär´ich glücklich.

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