"Steve Jobs": Biografie gibt Apple-Visionär ein menschliches Gesicht

26. Oktober 2011, 14:52
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Buch zeichnet Vater von iPhone und Co. als schwieriges Genie mit komplexer Persönlichkeit

Wer war Steve Jobs? Als Vater von iPhone, iPad & Co. ist der kürzlich verstorbene Apple-Gründer hinreichend bekannt. Aber wie war der Mensch dahinter? Wie kamen die Puzzle-Teile zusammen, die aus dem schüchternen Adoptivkind einen dominanten und bewunderten Technik-Visionär machten? Die Antwort steht ab Donnerstag in den Regalen heimischer Buchläden. "Steve Jobs" soll die ultimative Biografie des Genies hinter Apple werden, Denkmal und ehrliches Porträt zugleich. Jobs selbst gab für das mehr als 600 Seiten starke Buch rund 40 Interviews, ebenso wie unzählige Menschen zu Wort kommen, die er auf seinem Lebensweg traf - und oft auch verletzte.

Albert Einstein, Benjamin Franklin und Henry Kissinger

Jobs' Biograf Walter Isaacson, ein früherer "Time"-Chefredakteur und CNN-Boss, hatte zuvor bereits das Leben großer Figuren wie Albert Einstein, Benjamin Franklin und Henry Kissinger seziert. Er glaubt, die Antwort auf das Rätsel Steve Jobs in dessen Kindheit gefunden zu haben. Als Sechs- oder Siebenjähriger habe er einem Mädchen aus der Nachbarschaft erzählt, dass er adoptiert worden sei, erinnerte sich Jobs. "Also wollten Deine Eltern Dich nicht?", fragte sie etwas unwirsch. Weinend rannte er ins Haus und seine Adoptiveltern versicherten ihm, sie hätten ihn selbst ausgewählt, weil er etwas Besonderes sei. "Verlassen. Ausgewählt. Besonders." In diesem Dreiklang fand Isaacson das Leitmotiv von Jobs' Leben, das ihn daran glauben ließ, die Welt verändern zu können - und vielleicht seinen Tod beschleunigte. Denn Jobs glaubte zunächst, er könnte sogar den Krebs allein mit Naturheilmitteln und Akupunktur besiegen.

Der Erfolg brachte Apple schließlich etliche Milliarden Dollar, doch das Buch lässt keinen Zweifel daran, dass Steve Jobs vor allem von einer Besessenheit für Perfektion angetrieben wurde. Das sorgte für elegante Produkte, trieb aber Leute, die ihn umgaben, regelmäßig zur Weißglut. Ende der 90er, als Apple noch am Abgrund stand, machte er eine Szene und sagte beinahe die Vorstellung des ersten iMac ab, weil dieser ein CD-Laufwerk mit ausfahrbarer Schublade statt eines Einschub-Slots hatte. Beim iPhone wurde in letzter Minute noch der Rahmen verändert.

Atemmaske

Eine Episode aus 2009, als Jobs beinahe an den Komplikationen seiner Leber-Transplantation gestorben war - seine Kinder standen schon am Krankenbett für den Fall, dass sie Abschied nehmen müssen - treibt das Ganze auf die Spitze. Da weigert sich Jobs, nur halb bei Bewusstsein, eine Atemmaske anzulegen, weil ihm das Design missfällt. Und schlägt den Ärzten sogleich vor, drei neue Modelle zu entwerfen.

Das Buch verrät erstmals, wie schlimm die letzten Jahre von Jobs waren. Der Tumor in der Bauchspeicheldrüse war zwar 2004 entfernt worden, doch der Krebs hatte sich auf benachbarte Organe ausgebreitet. Jobs' Körper war ein Kriegsschauplatz und die Krankheit gewann die Oberhand. Er hatte starke Schmerzen, verlor den Appetit, seine lebenslange Essstörung tat das übrige: Jobs magerte immer weiter ab und wurde immer schwächer. Als Isaacson ihn im August besuchte, um Bilder für das Buch auszuwählen, hatte er keine Kraft mehr, um die wenigen Schritte vom Sofa zu einem Schrank zu schaffen. Er war kein standhafter Patient, und das Bewusstsein der eigenen Ohnmacht gegenüber dem Krebs machte ihn oft gereizt und deprimiert.

Aufbrausend, undiplomatisch, sogar gemein

So wie Jobs kein einfacher Patient war, konnte er auch ein unerträglicher Chef sein. Aufbrausend, undiplomatisch, sogar gemein. "Ich habe schnell gelernt, dass er einen niedermäht, wenn man nicht zu seiner Meinung steht", sagte Tim Cook, der Manager, dem er schließlich sein Lebenswerk als nächstem Apple-Chef in die Hand legte. "So bin ich eben", sagt Jobs immer wieder zu der Kritik. Zugleich bewunderten Kollegen und Geschäftspartner ihn dafür, blitzschnell das Potenzial hinter einer Idee erkennen zu können und Menschen zu Höchstleistungen zu bringen.

Jobs selbst wusste, dass er schwierig im täglichen Umgang ist. Er bewundere seine Frau Laurene, weil das Leben mit ihm kein "Korb mit Kirschen" sei, sagte er einmal. Auch viele, die ihm nahestanden, kamen mit seiner Art nicht klar: Er konnte charmant und aufmerksam an einem Tag sein und kalt und abweisend am nächsten. Apple war sein Leben. Selbst am Ende, als er versuchte, möglichst viel Zeit mit seiner Familie zu verbringen, ließen ihn seine Arbeit und seine Dämonen nicht los. Zugleich zeigt das Buch einen zutiefst menschlichen Jobs, dem Tränen die Wangen herunterkullern, als er sich an eine frühere Geliebte oder sein 20. Hochzeitsjubiläum erinnert.

Ausgeblendet

Dennoch wirkte Jobs auf viele arrogant und kaltherzig. Was ihm nicht passte, blendete er aus, so wie den Krebs oder die Schwangerschaft seiner Freundin, als er 23 war. Jahre später versuchte er, eine Beziehung zu seiner anfangs verleugneten Tochter Lisa aufzubauen, es lief jedoch bis zum Schluss eher holprig. Er wünschte, er wäre mit der Situation damals besser umgegangen, gestand Jobs Isaacson ein.

Wenn Jobs etwas Wichtiges besprechen wollte, nahm er Leute auf lange Spaziergänge mit. Er entwickelte eine Männerfreundschaft mit Oracle-Chef Larry Ellison, der eine Zeit lang sogar Apple kaufen wollte, damit der 1985 geschasste Jobs sein Unternehmen wiederbekommen könnte. Einige Geschichten über die dunkle Seite von Jobs, wie zum Beispiel die Frage, ob Jobs seinen Freund Steve Wozniak in jungen Jahren tatsächlich bei der Aufteilung eines Honorars übers Ohr gehauen hat, bleiben unaufgeklärt. Das Buch ist aber gesäumt von kleinen Anekdoten, die das Gefühl geben, einen außergewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des Silicon Valley werfen zu dürfen. (APA/dpa)

 

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Posting 1 bis 25 von 80
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holzdieb
10
28.10.2011, 12:33

der geek und nerd messias.

glück hat er gehabt. sonst garnichts.

ihrseidloser
00
21.11.2011, 20:19
lol glück hat er gehabt :-)

Tolle Aussage. Mehr Mangel an Lebenserfahrung hättest du hier nicht zur Schau stellen können :-)

valcoholic
00
28.10.2011, 16:16
das zu behaupten

zeugt selbst für einen apple-flamer für maßlose unwissenheit. genauso wie der verbissenste apple-fanboy eingestehen muss, dass Microsoft nicht nur durch glück großgeworden ist. oder Google. Oder Zuckerberg.
Jemand der die welt so klein sieht, hat sicher ein lustiges leben, aber die welt da draussen ist dann nicht ganz so einfach gestrickt und auf gutes wetter, karma und glück reduziert

Smartlatin
00
27.10.2011, 16:29
Biografie gibt Apple-Visionär ein menschliches Gesicht

Klinkt so als ob SJ die personifizierte Einheit von Skynet gewesen wäre.
Eine Überschrift sollte doch sehr gut überlegt sein.
SJ der Terminator, ich erkläre Samsung den Thermonuklearen Krieg, nur weil Euer Produkt Ähnlichkeiten mit meiner Idee hat, die Menschheit zu verskalven.

PageMaker
00
27.10.2011, 14:51
Er hat nichts ERfunden - er hat GEfunden

So steht er in einer Reihe mit Babbage, Zuse, Neumann, Turing, Zemanek. Ohne Adobe und Aldus wäre der Mac heute nicht das, was er ist. RIP = Raster Image Processor

madbad
60
27.10.2011, 09:26

"Mein Kampf " hat man doch auch verboten !

ihrseidloser
00
21.11.2011, 20:20

Das zeigt ja wieder nur mal das kindliche Niveau der Applehater.

Mr.Blacky
01
27.10.2011, 09:29
Sehr, sehr schlecht und unpassend!

Interne Notaufnahme
03
27.10.2011, 07:13

Ist halt so: Die Welt wurde in Technik, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Philosophie, Religion etc. noch nie von "normalen" Menschen vorangetrieben.

lechner sepp
00
27.10.2011, 00:33
ER hatte...

einen FIAT 850 Abarth, das find ich irgendwie geil, weil Auto meiner Kindheit...

.txt
13
26.10.2011, 23:34
tolle persönlichkeit hin oder her, aber...

steve jobs auf eine ebene mit Albert Einstein und Benjamin Franklin zu stellen find ich übertrieben... was hat die menschheit denn davon dass jetzt jeder (der genug geld hat) mit irgendeinem iGerät rumläuft?

de mortibus nihil nisi bene wird meiner meinung nach im moment etwas zu wortwörtlich genommen. was hat er denn erfunden? (tablets, smartphones und musikplayer gabs ja auch schon vorher, er hat sie ja "nur" verbessert/perfektioniert)

Tote Mau5
02
26.10.2011, 22:57
"komplexe Persönlichkeit"

nennt man das also heutzutage,... interessant ;)

Rigglerobber
02
26.10.2011, 22:37
Warum die neue Jobs-Biographie enttäuscht:

http://www.colbertnation.com/the-colbe... share_copy

ChilliPalmer
01
27.10.2011, 00:06
Gestern war Walter Isaacson in The Daily Show zu Gast:

http://www.thedailyshow.com/watch/tue... r-isaacson

Kabelbrand
07
26.10.2011, 22:09
@Artikelbild

Fan-Orgasmus? ;)

Gambler
36
26.10.2011, 21:57
warum wird hier jobs so angegriffen?

er war eben ein knallharter geschäftsmann. glaubt ihr wirklich dass man durch zuckerlverteilen ein imperium wie apple aufbauen kann?

ich finde es toll dass er uns einen einblick in sein leben gewährt.
wer glaubt er kommt im leben ohne anecken durch der sollte mal die augen aufmachen.

IncontinentIceweasel
00
27.10.2011, 09:32
Viele Menschen würden ihr kurze Leben...

...gerne in Zufriedenheit und bescheidenem Wohlstand genießen, ohne von den Unternehmen und Chefs, für die sie arbeiten (müssen), bis aufs letzte, köstliche Quäntchen Leiden ausgepresst zu werden.

P.S. Danke an Alan Rickman für diese Szene!

Gsi Berger
00
27.10.2011, 12:15

wo ist Alan?

MacWeißer
00
26.10.2011, 23:10

ja, es ist möglich. und es wird sich hoffentlich bald ändern.

short cut
106
26.10.2011, 19:47

...als schwieriges Genie mit komplexer Persoenlichkeit.
Nette Umschreibung fuer einen Kotzbrocken.
Wenn man bedenkt, was mit einem Betriebssystem, basierend auf UNIX moeglich gewesen waere und was daraus gemacht wurde.

Perynt
11
26.10.2011, 22:11
"Wenn man bedenkt, was mit einem Betriebssystem, basierend auf UNIX moeglich gewesen waere und was daraus gemacht wurde."

Und wenn man dann noch bedenkt, dass Sie anscheinend noch nie mit Unix, weder Linux noch sonst etwas gearbeitet haben, sondern nur sich bei "Windows" immer gefragt haben, wieso Sie nur ein Fenster öffnen können, dann ist es schon erstaunlich, dass Sie überhaupt den Weg ins Internet gefunden haben.

p.s.: Schreiben Sie eigentlich noch immer auf Windows 3.11 oder schon, fortschrittlich, mit Windows 95?

hsse_robsi
30
27.10.2011, 08:13

na sie bleiben lieber bei ihrem apfel...

osx ist ein schund und ich weiß wovon ich spreche...!

short cut
00
27.10.2011, 09:38
@ hsse_robsi

OSX ist kein Schund, aber es haette vieles besser gemacht werden koennen. Vor Allem, wenn man sich Perfektion an die Fahnen geheftet hat und Hard-/Software aus einem Hause kommt.
Fuer den Normalanwender ist das gebotene ausreichend, mir ist es halt zu wenig.

short cut
00
26.10.2011, 22:23
@ Perynt

Da spricht ein Blinder von Farben.
Muss zugeben, lernte auf Siemens Basic und es hat sich viel getan in den letzten 25 Jahren.
Troll

rolin
03
26.10.2011, 21:43

Was ist denn schon wieder so schlimm an Mac OS X? Man muss es nicht moegen, aber es als schlecht zu bezeichnen zeugt nur von Unwissen und oberflaechlicher Sturheit…

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