Faymann im sozialen Netz

"Vielleicht hat der Bundeskanzler schon heimlich Facebook geübt"

Interview | 25. Oktober 2011, 17:10
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    foto: apa/fohringer

    Angelika Feigl betreut Faymanns Schritte in den sozialen Medien.

Am Nationalfeiertag startet Werner Faymann seine Social-Media-Offensive - Angelika Feigl über Netiquette, die "Royal Family" als Vorbild und Twitteria-Star "Werner Failmann"

Am Nationalfeiertag startet Werner Faymann seine Social-Media-Offensive. Der Kanzlerauftritt in den sozialen Medien ist ressourcentechnisch beachtlich: Die ehemalige Pressesprecherin und seit Jänner 2011 Social-Media-Verantwortliche des Kanzlers, Angelika Feigl, betreut ein neunköpfiges redaktionelles Team, zusätzlich sind in die Konzeption und Realisierung noch die Agenturen Skill3D und Dimoco involviert. derStandard.at sprach mit ihr einen Tag vor dem Start der Social-Media-Offensive.

derStandard.at: Frau Feigl, Sie sind die Leiterin des Social-Media-Teams, das morgen den Web-Auftritt von Bundeskanzler Faymann via Youtube, Facebook, Twitter und eigener Website starten wird. Sind sie schon nervös?

Angelika Feigl: Ja, sicher bin ich nervös, ob morgen alles wie geplant klappen wird. Wir sind mit mir insgesamt neun Leute. Claus Hörr vom Bundespressedienst ist der Projektleiter. Auch die anderen sieben kommen aus dem Bundespressedienst und haben alle, außer einem, dort auch andere Tätigkeiten und machen das jetzt zusätzlich.

derStandard.at: Wie wurden die Mitarbeiter ausgesucht?

Feigl: Einerseits wer schon Erfahrung hat, andererseits wer Lust hat mitzumachen. Also sehr locker. Wir haben im Bundespressedienst geschaut, wer kann es und wer möchte es und die sind dann ausgewählt worden.

derStandard.at: Wie kann man sich den Ablauf vorstellen?

Feigl: Wir werden jeden Tag von 8 Uhr bis 22 Uhr online sein, auch am Wochenende. Unter der Leitung von Claus Hörr haben wir einen Dienstplan erstellt, wo genau eingeteilt ist, wann wer zuständig ist. Die redaktionellen Beiträge folgen einem Vier-Augen-Prinzip zwischen Chef vom Dienst und Redakteur. Ob eine Freigabe unbedingt erforderlich ist, ist vom Thema abhängig. Dafür haben wir eine Art Redaktionshandbuch erstellt.

derStandard.at: Wie werden Sie mit Usern umgehen, die nicht dem Leitfaden Ihrer Netiquette folgen?

Feigl: Wir werden sie zuerst bitten, sich an unsere Netiquette zu halten. Wenn das nicht funktioniert, wird man vielleicht auch Posts löschen müssen, das haben wir in der Netiquette genau festgeschrieben, in jedem Fall werden Beschimpfungen und Herabwürdigungen von Dritten gelöscht. Kritik wird natürlich nicht gelöscht, sondern ist erlaubt und erwünscht. Wer sich aber nicht an unsere Spielregeln hält, fliegt raus.

derStandard.at: Gibt es neben US-Präsident Obama ein Vorbild auf dem politisch glatten Social-Media-Parkett?

Feigl: Wir haben festgestellt, dass die Britische Monarchie das irrsinnig gut macht, aber das sind auch mehrere Personen. Wir sind auf jeden Fall gewillt, das genauso gut oder sogar besser als alle anderen zu machen und werden schauen, ob uns das gelingt.

derStandard.at: Wie werden die User zwischen Originalmeldungen des Kanzlers und des Teams unterscheiden können?

Feigl: Die Kommentare vom Kanzler sind in Ich-Form und die Beiträge des "Team Kanzler" in dritter Person und haben am Ende in Klammer noch das Kürzel (t.b.), also "team.bundeskanzler".

derStandard.at: Wurden viele Antworten bereits vorbereitet, um die Reaktionszeiten kurz zu halten?

Feigl: Es wurden ein paar Antworten vorbereitet, aber ansonsten lebt die Politik vom Tagesgeschehen und da ist es schwierig, etwas vorzubereiten. Die Positionen des Bundeskanzlers haben wir auf jeden Fall alle intus.

derStandard.at: Wie steht es nun eigentlich um den heiß diskutierten Twitter-Account?

Feigl: Es wird das Team Bundeskanzler twittern. Es war uns immer klar, dass wir Twitter nützen werden und einbeziehen, aber es hat nie geheißen, es wird der Kanzler selbst twittern. Wir werden Twitter als Medium zum Anteasern nutzen, für Videos oder interessante Diskussionen auf Facebook. Falls sich der Kanzler selbst dazu entschließt, kann man ja das Ganze noch anlegen, aber geplant ist es derzeit jedenfalls nicht.

derStandard.at: Was ist der Mehrwert der Kanzler-App?

Feigl: Auf der App gibt es die aktuellen Videos und Interviews, einen 3D-Rundgang durchs Bundeskanzleramt, eine "Kanzler International"-Fotogalerie mit Google Maps. Außerdem gibt es ein Österreich-Quiz, bei dem man ein iPad2 gewinnen kann und einen help.gv.at-Behördenfinder und man kann direkt über die App Anfragen an das Bürgerinnen- und Bürgerservice richten, oder sich für Hausführungen anmelden.

derStandard.at: Warum haben Sie sich gegen eine Erfolgsmessung im Social-Media-Bereich entschieden?

Feigl: Die erste Qualitätsmessung wird über die Zufriedenheit unserer User gehen und über deren Feedback. Im zweiten Schritt kann man sich dann Tools überlegen, die tatsächliche Messungen durchführen.

derStandard.at: Sollen die sozialen Medien mehr als Werbeportal oder als neuer Kommunikationsweg genutzt werden?

Feigl: Wir wollen die sozialen Medien nutzen, um ein Gespräch anzuzetteln, aber sicherlich werden sie in erster Linie dazu dienen, damit der Kanzler zu den Usern posten kann. Wir schauen dann, ob sich Diskussionen ergeben, wo man etwas aufklären muss. Der Kanzler hat auf jedenfalls vor, Social Media auch in seinen Alltag einfließen zu lassen.

derStandard.at: Verfolgen Sie #csifailmann? Wer ist Ihrer Meinung nach "Werner Failmann"?

Feigl: Ja, ich verfolge das. Gestern habe ich es noch lustig gefunden, heute Vormittag ist es dann schon ein bisschen ins Tiefe abgerückt und er übertreibt es inzwischen. Zur Identität: Ich glaube, es ist niemand, der sich outen möchte. Ich glaube nicht, dass es ein Journalist ist und ich glaube, es ist auch niemand von Maschek, die haben einen feineren Humor.

derStandard.at: H.C. Strache ist ja schon länger sehr erfolgreich in Social Media unterwegs. Welche Strategien haben Sie, um ihn zu überholen und wurde sein Auftritt als Vorbereitung eingehend analysiert?

Feigl: Wir haben uns natürlich seinen Auftritt angeschaut und analysiert, aber es geht uns nicht um die Anzahl von Freunden, sondern um Qualität. Aber wir haben uns generell alle Auftritte österreichischer Politiker näher angeschaut.

derStandard.at: Noch eine Frage zum Schluss: Hat Bundeskanzler Faymann ein privates Facebook-Profil, mit dem er schon geübt hat?

Feigl: Nicht dass ich wüsste. Aber vielleicht hat er heimlich geübt. (Tatjana Rauth, derStandard.at, 25.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 167
1 2 3 4
F. T.
162
28.10.2011, 07:30
Frage an den Standard:

Muss man "Dummstrichler", die bei wahrheitsgemäßen Kommentaren, deren Richtigkeit auch der Redaktion bekannt sein müsste, wild drauflos rot stricheln, wirklich gewähren lassen?

Könnte man die nicht automatisch in ein eigens geschaffenes Nonsens- bzw. Ignorantenforum umleiten?

Oder auf die Homepages von Hilfsschulen?

zxj
00
3.11.2011, 16:38
Es lebe der Kommunismus

alles was nicht unserer Meinung ist, muss weg gesperrt werden !!!

faery
18
28.10.2011, 18:48
minderbemittelte, ignorante petzen sind im normalfall nur ein kommentarloses "unnoetig" wert. in ihrem fall aber, ist eine ausnahme angebracht.

F. T.
40
29.10.2011, 08:09
Na ja, Sie dürften noch wesentlich weniger geistige Mittel haben..

Wo sind denn Ihre geschliffenen, vor Wissen triefenden Kommentare? Die jeden Intellektuellen vom Sessel reißen?

Oder darf man nicht daran teilhaben?

Wer will nochmal?
02
31.10.2011, 18:15
"Wo sind denn IHRE geschliffenen, vor Wissen triefenden Kommentare? Die jeden Intellektuellen vom Sessel reißen? "

1 Follower wow.

(Ich hab auch nicht mehr, das weiß ich, nachdem ich regelmäßig den Nick wechsle um nicht ständig gestalkt zu werden.)

Aber lieb ist Ihre Frage an den Standard schon.
Putzig sogar. Faymann, bist Du's?

InSearchForI
03
27.10.2011, 18:11

derStandard.at: Wie wurden die Mitarbeiter ausgesucht?
Feigl: Einerseits wer schon Erfahrung hat, andererseits wer Lust hat mitzumachen. Also sehr locker. Wir haben im Bundespressedienst geschaut, wer kann es und wer möchte es und die sind dann ausgewählt worden.

nfc :D

Werner Marzi1
 
15
27.10.2011, 17:09
Denn Sie wissen nicht (mehr) was Sie tun (sollen)

Kalvarienberg
18
27.10.2011, 16:12
Ma: Die Pandi hat den Todesblick drauf...

F. T.
101
27.10.2011, 15:58
Hat die Homepage für Skandal-Grasser, den FPÖ-Finanzminister und Fast-ÖVP-Kandidaten für das Bundeskanzleramt, nicht ähnlich viel gekostet?

Nur dass sie von privaten Spendern aus der Industrie finanziert wurde? Was etliche Kritiker als glatten Bestechungsversuch ansahen. Jedenfalls als glatte Verhöhnung aller Vorschriften, die gegen Bestechung und Korruption erlassen wurden.

Was vor allem auf die ganz auf die Person Grasser zugeschnittene Homepage zurückzuführen war.

Und während die Bevölkerung durchaus Interesse für die täglichen Tätigkeiten des BK Faymann haben könnte, fragt man sich schon, wer in der Bevölkerung Interesse für die Grasser-Homepage gehabt haben mag. Wem diese Homepage also gedient hat.

Welcher Bürger hat die Grasser-Homepage aufgesucht. Oder sich auf dieser Homepage über irgend etwas in der Politik, was ihn betreffen könnte, informiert?

zxj
01
3.11.2011, 16:37
Hat jetzt was genau mit dem Artikel zu tun ???

F. T.
111
27.10.2011, 13:11
Noch ein Wort zum selbsternannten Retter Österreichs, der Strache-FPÖ:

Wenn die Haftung der Hypo-Alpen-Adria-Bank in Kärnten schlagend geworden wäre, dann wäre Kärnten aus den Schuhen gekippt. Sogar ganz Österreich hätte in den Schuhen gewackelt. Wobei die Partei des Haupteigentümers, die CSU, außerdem garantiert die schwärzeste und bürgerlichste Partei im deutschsprachigen Raum Europas ist.

Dagegen wären die BAWAG-Verluste ein laues Lüfterl gewesen. Wobei außerdem die Schüssel-Haider-Regierung ein BAWAG-Fan war. Hätte sie sonst die lukrativen Eurofightergeschäfte der BAWAG zugeschanzt? Statt einer schwarzen Bank? Außerdem ist es ja den Hauptverdächtigen des BAWAG-Skandals unter Justiz u. Polizei der Schüssel-Haider-Regierung ganz gut gegangen. Sie konnten frei herumreisen und in der Sonne liegen...

William Bonney
04
29.10.2011, 16:58
F.T. = Feigl Tramp+l?

Thomas J Jackson
211
27.10.2011, 13:27

Und was hat das jetzt mit obigem Artikel zu tun, Frau Feigl?

F. T.
82
27.10.2011, 13:08
Wenn Faymann ein Failmann ist,...

sind dann G.W. Bush, Obama & Co, die USA zum unfassbaren Schuldner beim kommunistischen China gemacht haben und die außerdem tagtäglich zu den frauenfeindlichen arabischen moslemischen Diktaturen, der EU, Japan und anderen Ländern schnorren gehen, Success-men?

Oder Merkel, die mit ihren Regierungen schon so viele Lkw-Ladungen an Steuergeldern für Großversager und Großpleitiers vernichtet hat, dass man mit dem Zählen nicht mehr mitkommt, eine Success-woman?

Und wie schaut es mit anderen Success-Nachbarländern von Österreich aus? Tschechien, Slowakei, Ungarn, Jugoslawien, Slowenien, Italien?

Oder mit den den Succes-Ländern Großbritannien, Irland, Island, Frankreich, Spanien usw.?

Wieso sind dieser Länder grün vor Neid im Gesicht?

Werner Marzi1
 
26
27.10.2011, 16:27
????????????

Finden Sie sich nicht zurecht, auf den vielen Seiten ? Oder zu welchem Artikel sollte das passen ??

F. T.
61
28.10.2011, 07:20
Gut, Lesen und Verstehen waren schon immer Hauptschwächen der "Rechten" in den Foren

Erstens dürften Sie den Artikel selbst nicht gelesen haben, wo es den Hinweis auf "failman" gibt.

Und zweitens, wieso darf man auf so einen Hinweis keine Gegendarstellung machen?

Aber man nimmt sowieso gerne zur Kenntnis, dass den Rechten die politischen Knallerbsen und Großversager in den anderen Ländern lieber sind. Vor allem dann, wenn sie alle viel schlechter als Österreich dastehen. Solche Länder können voll auf die Bewunderung der FPÖ bzw. der Rechten rechnen!

Werner Marzi1
 
07
28.10.2011, 14:28
Ihr Artikel ist aber eine Lob-Suderei für Faymann !

Und hat trotzdem nichts mit dem Socia Media - Auftritt vom Herrn Faimann zu tun.
Mit welcher bornierten Überheblichkeit können Sie mich dem rechten Lager zuordnen !
Wer nicht für uns ist, ist gegen uns !! gell

Ich gehöre zu keinem Lager.
Ich hatte noch nie ein Parteibuch.
Ich bin freier Wähler in einer Demokratie.
Sie duckmäuserisches Herdentier - weiter So !
Nach oben buckeln, nach unten treten - ist ohnehin Volkssport Nr.1 bei uns.

baneck08
61
27.10.2011, 10:44
Ist "Werner FAILmann" von der Övp, der F oder den Grünen ?

Soetwas würde eigentlich zum Stil der BlauSchwarzen passen, ABER der blanke HASS, der bei dieser "Satire" durchscheint, spricht dafür, dass GRÜNE am Werk sind.

Wer möchte wetten?

Walter J. Ferstl
02
30.10.2011, 20:59
Wo sehen Sie denn bei @WernerFailmann "blanken Hass"?

Wer will nochmal?
02
31.10.2011, 18:22
Frag ich mich auch seit Wochen, wo ist der Hass in der Parodie??????

baneck08
02
27.10.2011, 13:54
ja, danke, genug Hinweise:

http://www.ots.at/presseaus... e-menschen

"team failmann" - Rückfragen an Andrea Pavlovec-Meixner (eine Grüne!)

ob hier je davon berichtet wird?

madman
02
27.10.2011, 09:06
da geht also ein teil der steuergelder hin !?!?!?

interessant

falter meyer
03
27.10.2011, 07:10

Enten hätte er züchten sollen.

der letzte flamingo
112
26.10.2011, 19:44
laura rudas bekommt echte konkurrenz

wenn frau feigl auch nur ein bisschen ahnung von kommunikation hat müsste sie wissen, was allein dieses interview für eine provokation darstellt..hat sich irgendwer von denen überlegt, wie das bei der bevölkerung ankommen wird??? acht leute, 180 000 euro..da wärs besser den mund zu halten, das ganze ohne viel aufsehen über die bühne bringen und sich still für sich freuen, dass man einen ach so tollen job im dunstkreis der macht hat..dachte immer laura rudas ist nicht zu toppen...

Max Kahlenberg
15
26.10.2011, 19:42
Die Dame im Hintergrund:

"Sie war lange Zeit Lebensgefährtin von Krone-Chronik-Chef Claus Pandi. Im Oktober vorigen Jahres hat sie ihm dann in Venedig das Ja-Wort gegeben, im Beisein vom bereits gewählten Bundeskanzler, der sich ein paar Tage Adria-Erholung nach dem anstrengenden Wahlkampf gönnte."

http://www.extradienst.at/Artikel.5... 548.0.html

Sonst noch was?

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