Dividendenplus

BP verdiente prächtig

25. Oktober 2011, 14:27

Nettogewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert - Höhere Dividende ab 2012 - Bisher 7,3 Milliarden Dollar nach US-Ölkatastrophe gezahlt

London - Eineinhalb Jahre nach der Ölpest im Golf von Mexiko hakt BP die Krise ab: Produktion und Barmittel legten von nun an wieder zu, erklärte das britische Unternehmen am Dienstag. "Der Oktober war der Wendepunkt." Ein nach der Ölpest geforderter fundamentaler Umbau des Konzerns sei vom Tisch. BP bleibe seinem sehr breit angelegten Geschäftsmodell verpflichtet. Für das abgelaufene Quartal wies BP einen unerwartet kräftigen Gewinnsprung aus. BP-Aktien stiegen in London um vier Prozent.

Der Ölmulti verbuchte im dritten Quartal einen Nettogewinn vor Bestandswertveränderungen von 5,14 Mrd. Dollar (3,7 Mrd. Euro) nach 1,85 Mrd. Dollar vor Jahresfrist. Analysten hatten 5,03 Mrd. vorhergesagt. BP stellte zudem eine höhere Dividende ab 2012 und den Rückkauf von Aktien in Aussicht.

Konzernchef Bob Dudley sagte, die Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an BP-Anlagen seien inzwischen beendet. Die Umbauten haben die Produktion zuletzt gebremst. So sank die Öl- und Gaserzeugung im dritten Quartal nochmals um zwölf Prozent auf 3,319 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) am Tag.

BP will wieder im Golf von Mexico bohren

Trotz des Bekenntnisses zu seinem Geschäftsmodell kündigte BP den Verkauf weiterer Konzernteile im Volumen von 10 Mrd. Dollar an. Damit würde die Gesamtsumme der Verkäufe seit dem Ölunglück auf 45 Mrd. Dollar steigen. Der Rivale von ExxonMobil und Royal Dutch Shell will das Geld unter anderem in Bereiche investieren, die mehr Profit abwerfen. Analysten, Banker und Investoren haben wiederholt eine Zerschlagung oder eine Strategie gefordert, der den nach der Ölkatastrophe eingebrochenen Aktienkurs wieder beflügelt.

BP hat im September angekündigt, erstmals seit der Umweltkatastrophe wieder im Golf von Mexiko nach Öl zu bohren. Im Frühjahr 2010 explodierte dort die Plattform "Deepwater Horizon", elf Menschen starben. 87 Tage lang floss Öl ins Meer, insgesamt sollen es mehr als fünf Millionen Barrel gewesen sein. Sie richteten an Flora, Fauna, in der Fischwirtschaft und im Tourismus große Schäden an. Der Vorfall zwang den damaligen Konzernchef Tony Hayward zum Rücktritt und führte zu einem vorübergehenden Stopp aller Bohrungen im Golf von Mexiko. Die Sicherheits- und Umweltanforderungen für Ölbohrgenehmigungen wurden seitdem verschärft.

BP erklärte am Dienstag, bisher rund 7,3 Mrd. Dollar an Entschädigungs- und Strafzahlungen geleistet zu haben. Die gesamten Kosten für die Schließung des Öllecks an der Plattform, die Beseitigung der Umweltschäden und die Entschädigung von Betroffenen hatte BP zuletzt auf mehr als 41 Mrd. Dollar taxiert. Allerdings wird auch anderen Firmen eine Mitschuld an der Katastrophe vorgeworfen. So hat BP im April den Schweizer Anlagen-Betreiber Transocean und den US-Service-Dienstleister Halliburton auf jeweils mehr als 40 Mrd. Dollar Schadenersatz verklagt. (APA)

Monopoly
01
26.10.2011, 08:17
Konsumenten an ihre Macht erinnern, Kauf verweigerung das einzig sinnvolle!

Laut Medienberichten bekommt Hayward (Verantwortlicher für die Ölkatastrophe im Golf von mexiko) seinen Abgang im Herbst diesen Jahres mit 14 Millionen Euro versüßt, da kann man schon einmal festhalten, dass sich die Katastrophe für ihn wirklich rentiert hat. Es sind genau diese Vorgänge, die es den Menschen so schwer machen, die heutigen Prinzipien des Marktes zu begreifen..... (zitat)
siehe auch:
http://www.handelsblatt.com/unternehm... 69538.html

r2pi
00
25.10.2011, 16:26
The world is their oyster, see ...

http://www.newscientist.com/article/m... world.html

Aiaidudu
01
25.10.2011, 11:19

ein ölkonzern macht gute gewinne... Das ist ja mal ne meldung...

notanaddict
01
25.10.2011, 10:14

Haben die von der Ölpest eigentlich schon alles bezahlt, was verbrochen & verursacht wurde?

Peter Pan5
 
00
25.10.2011, 10:39
Mehr noch!

BP hat sich schon Geld von seinen Auftragnehmerfirmen, die die Bohrinsel gebaut haben, mittels Gericht zurückgeholt. Am Ende war BP nicht schuld, sondern die anderen haben die Fehler gemacht.

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