Premier Cameron droht Parteirevolte wegen EU-Politik

24. Oktober 2011, 13:49

Montagabend Parlamentsvotum über Referendum - Rechter Flügel der regierenden Torys will EU-Austritt

London - Dem britischen Premierminister David Cameron droht wegen der Europakrise eine Revolte in der eigenen Partei. Eine Reihe Abgeordneter des rechten Flügels der regierenden Konservativen wollen am Montagabend (23.00 Uhr MESZ) für einen Antrag stimmen, nach dem ein Volksentscheid über den Verbleib des Landes in der Europäischen Union abgehalten werden soll. Dem Vorstoß werden keine Chancen eingeräumt, außerdem ist er rechtlich nicht bindend.

Trotzdem steht der Regierungschef vor einer Machtprobe. Sollten mehr Tory-Abgeordnete als erwartet für den Antrag stimmen, kratzt das gelinde gesagt an seiner Autorität. Cameron hat das Verhalten der Staatschef in der Euro-Krise in den vergangenen Wochen mehrfach scharf kritisiert. Am Sonntag platze Frankreichs Präsident Sarkozy beim EU-Gipfel in Brüssel der Kragen. "Sie haben eine gute Chance verpasst, den Mund zu halten", schnauzte Sarkozy seinen britischen Kollegen an. "Es macht uns krank, dass Sie uns dauernd kritisieren und uns sagen, was wir tun sollen. Sie sagen, Sie hassen den Euro und jetzt wollen Sie in unsere Sitzungen eingreifen", fuhr Sarkozy dem Bericht zufolge fort. Cameron hatte zuvor verlangt, dass Großbritannien und alle anderen EU-Länder, die Nichtmitglieder der Eurozone sind, am entscheidenden Treffen zur Euro-Rettung am Mittwoch in Brüssel teilnehmen können.

Die Europapolitik sorgte bereits in den 1990er Jahren für einen Bruch der Konservativen. Der Antrag im Parlament könnte auch die Spannungen mit dem kleineren Koalitionspartner, den proeuropäischen Liberaldemokraten, erhöhen. Großbritannien, das am Pfund als Währung festgehalten hat, befindet sich bei der Europapolitik in einem Dilemma: Camerons Regierung ist bei Rettungsaktionen für die Eurozone zurückhaltend, will aber bei wichtigen Entscheidungen nicht ausgeschlossen werden - vor allem wenn sie die in London stark vertretene Bankenbranche betreffen. (red/APA/Reuters, derStandard.at, 24.20.2011)

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13 Postings
Bruno Flex
00
24.10.2011, 23:31
... Gelegenheit verpasst, den Mund zu halten

Das war trefflich.

Granaten wie wir
01
24.10.2011, 22:50

Raus mit den Briten!

NONE
00
24.10.2011, 22:28

Die UK gehört rausgeworfen.

Aber dieser Antrag ist ein Luftwerk, denn die UK arbeiten zwar gegen Kerneuropa, wenn es dann aber heisst "Verpisst euch aus der EU" bleiben sie dann doch still und heimlich drinnen.

Wieso hat man die UK bitte aufgenommen? Die profitieren nur von dem grossen Markt ohne selbst etwas beizutragen.

Die gehören endlich radikal rausgeworfen ohne wenn und aber. Dann können sie ganz offiziell ein Teil der USA werden und der ewige Pudel, Blair, wäre dann neuer Präsident.

Zensi
05
24.10.2011, 19:51
Die Briten sollen sich vertschüssen

Kann sich jemand an einem positiven Beitrag der Briten -gleich welcher Fraktion- erinnern? Im Gegen-teil. Die Verwicklung der EU im Irak-Krieg ist den Briten zuzuschreiben.

Sternchen100
010
24.10.2011, 16:39

Die Briten sind doch dank ihres aus USA importieren neoliberalen Geldgeil-Giersystems selbst pleite, d.h. einige Wenige wurden superreich und seilten sich ab, der Staat und der Rest der Bevölkerung ist dank dieser Machenschaften (Schneeballsystem und Casinozocken) pleite und darf die hinterlassenen Schulden blechen. Trotzdem gibt es keinen Funken Einsicht, die wollen mittels konservative Politiker weitermachen für diese Geier und Vampire wie bisher.

yomellamo
04
24.10.2011, 16:36
raus mit GB aus der EU,

die fehlen eh nicht wirklich. Nur querschuesse gibts von dort.

der schwitzbär der schwitzt sehr
00
24.10.2011, 19:12

um Gottes Willen dann bombardieren die uns wieder

nomad13
01
24.10.2011, 17:51
Traummännlein

Als ob hinter den Kulissen der Royal order of the garter nicht das grösste Maul in Europa hätte...

Plinius
00
24.10.2011, 16:12
die Briten werden sich das 10x überlegen,...

...denn wenn das Öl einmal versiegt ist, ein Umstand der nicht mehr allzulange dauern wird, dann stehn sie mit heruntergelassener Hose da!

Hofzwerg
05
24.10.2011, 14:12
gb wil raus? hmm , zahlen eh fast nichts.

Sternchen100
00
24.10.2011, 16:39

Fast nix ist gut, die kassieren mehr als sie einzahlen... Die EU bezahlt quasi dafür, dass die Briten mitmachen...

Mostbluzza
00
24.10.2011, 14:11
wenn da noch ein paar sachen passieren

von der unfreundlichen sorte, dann sind die briten so schnell weg, dankbar für jeden vorwand, aus der eu, dass wir gar nicht so schnell schauen können.

der ton wird rauher, wenns ums geld oder den stolz geht, zerbricht jede oberflächliche freundschaft.

noirc80
00
24.10.2011, 22:02

spart uns geld, wenn die briten weg sind.

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