GPS-Schuhe für Alzheimer-Patienten kommen auf den US-Markt

24. Oktober 2011, 13:11

60 Prozent der Erkrankten laufen mindestens einmal von zu Hause weg

Verschwundene Alzheimer-Patienten können in den USA künftig anhand von Hightech-Schuhen aufgespürt werden. Noch im Oktober sollen die mit dem Satellitenortungssystem GPS ausgestatteten Schuhe zum Preis von rund 300 Dollar (216 Euro) auf den Markt kommen, wie der GPS-Hersteller GTX Corp ankündigte. Die ersten 3.000 Paar seien bereits an die Schuhfirma Aetrex Worldwide ausgeliefert worden.

Unauffällig

Der GPS-Empfänger sei unauffällig im Schuhabsatz eingebaut, erläuterte Andrew Carle von der George-Mason-Universität, der GTX Corp und Aetrex Worldwide bei der Entwicklung des Schuhs beriet. Über die GPS-Ortung könne ein virtueller Zaun um die Wohnung des Erkrankten errichtet werden. Sobald der Träger die Grenze überschreite, werde ein Alarm auf ein Handy oder einen Computer verschickt. Über ein eigens eingerichtetes Portal könnten Angehörige oder Pflegekräfte den Vermissten dann lokalisieren.

Das neue System erspare den Betroffenen "peinliche Momente" und könne sogar Leben retten, sagte Carle. "Er ist vor allem für Alzheimer-Patienten im frühen Stadium wichtig, denn sie sind besonders gefährdet: Sie wohnen möglicherweise noch zu Hause, sind aber schon verwirrt. Dann spazieren sie einfach los - und können tagelang verloren gehen."

Alzheimer

Laut Carle leiden mehr als fünf Millionen Menschen in den USA an Alzheimer, ihre Zahl könnte sich in den nächsten Jahren vervierfachen. 60 Prozent der Alzheimer-Patienten laufen demnach mindestens einmal weg. Würden sich nicht binnen eines Tages gefunden, wachse die Gefahr, dass sie dehydrieren oder in schwere Unfälle verwickelt werden.

Den Patienten einfach ein GPS-Arm- oder Halsband mitzugeben, sei keine Lösung, weil sie ungewohnte Gegenstände häufig abnehmen, sagte Carle. "Paranoia geht oftmals mit Alzheimer einher - gib ihnen eine Armbanduhr und sie nehmen sie ab, weil es nicht ihre ist. Man muss das GPS vor ihnen verbergen". (APA)

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10 Postings
gustav gans42
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24.10.2011, 16:55

Wenns diese Dinger für meinen liebenswert-wahnsinnigen, mitunter auf "Wanderschaft gehenden" Labrador gibt, bin ich sofort dabei.

andi083
00
31.10.2011, 09:58
geht günstiger auch

www.wyd.imss.at (gibts auch für Senioren)

WikiPeda
00
25.10.2011, 00:21
teures spielzeug, das halsband hat aber 10 km reichweite. ;-)

https://buy.garmin.com/shop/shop... 9&pID=8576

gustav gans42
00
25.10.2011, 10:35

thx, schon bestellt.

WikiPeda
00
25.10.2011, 20:44

dann sollten sie vielleicht auch einen blick auf geocaching(dot)com werfen. das werkzeug ist ja schon auf dem weg und mit diesem hobby kommt man schnell drauf, dass man seine gegend gar nicht so gut kennt, wie man glaubt. ^^

r41|\|3r
00
24.10.2011, 21:58

garmin gtu 10

Petzi Tastenwähler
00
24.10.2011, 16:34

Und wenn der Patient vergisst, sich die Schuhe anzuziehen?

Donk
00
24.10.2011, 21:32

Berechtigte Frage. Meine Oma ist Alzheimer Pazientin. Sie entwischt regelmäßig barfuß...

Causa Nostra
00
24.10.2011, 16:29

Hoffentlich vergisst derjenige nicht die Schuhe anzuziehen!!

Herbert Prikopa1
01
24.10.2011, 15:33

Technisch interessant und wenns keine anderen Möglichkeiten gibt, vermutlich überlegenswert.

Ich hoff aber dennoch, dass bei uns leistbare Pflege, Nachbarschaftshilfe, Zivilcourage, usw. derartige Technik unnötig machen...

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