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Broschüre "Burn on" statt "Burn out"

27. Oktober 2011, 11:52

Infos, was Unternehmer tun können, um ihre Mitarbeiter vor Burnout zu bewahren

Wien - Nach einer Veranstaltung im Sommer mit der Ärztin und Unternehmerin Martina Leibovici-Mühlberger hat das WIFI Unternehmerservice nun auch eine 40 Seiten starke  Broschüre zum Thema herausgegeben: "BURN ON statt BURN OUT. Unternehmen beugen vor". Die Publikation ist ab sofort kostenlos zu beziehen. Weiters ist auch ein Mousepad mit hilfreichen Tipps kostenlos erhältlich.

"Die Publikation bietet Einblick in die Hintergründe und den Verlauf von Burnout und zeigt wirksame Strategien für eine erfolgreiche Burnout-Prävention im Unternehmen", betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Unternehmer und Führungskräfte erhalten einerseits unterstützende Werkzeuge für den Umgang mit Burnout gefährdeten Mitarbeiter, andererseits finden sie auch konkrete Anregungen für ihr eigenes Ressourcen-Management.

Martina Leibovici-Mühlberger: "Die Gesamtgesellschaft bietet immer weniger soziale Einbettung - stabile tragfähige Beziehungen gehen mehr und mehr verloren. Die Arbeitswelt wiederum, in der Einsatz und Leistung gefordert sind, wird gleichsam zur Bühne, auf welcher der Balanceverlust des Einzelnen sichtbar wird."

Gerade im Frühstadium sei es wichtig, Anzeichen der Erschöpfung zu erkennen und gegenzusteuern. "Besonders für Unternehmer ist es nicht leicht, rechtzeitig Maßnahmen zu setzen, um präventiv zu wirken. Es braucht immer wieder Reflexion darüber, wo man sich Unterstützung holen kann, welche Arbeiten man delegieren kann oder wo eine Kooperation die Lösung ist. Auch professionelle Beratung zu suchen ist eine Alternative", heißt es in einer Aussendung. (red)

Service

Broschüre und Mousepad sind kostenlos erhältlich. Der Leitfaden kann unter www.unternehmerservice.at heruntergeladen oder unter unternehmerservice@wko.at bestellt werden. Auch telefonische Bestellungen sind möglich: 05 90 900-4522.

Post(er)
10
27.10.2011, 23:37

Es ist eine ziemlcih verlogeen Sache, wenn man einerseits den finanziellen Anreiz entzieht und dann den entstehenden Unmut als "Burn off" identifiziert.

Die Frage stellt sich, ob das nicht eine Form der Quälerei ist? Die Lösung des Problems ist einfach: Kündigen.

Aber wer hohe Fixkosten hat, dem kann man nur sagen: Burn off oder wie sagen die Berufstätigen so gerne: take it or leave it

Das ist das was mit niedrigen Gehältern produziert wird. Leute die sich mit einem lächeln im Gesicht höflich sagen: take it or leave it

Wie im Kindergarten. Der Unternehmer macht sich dadurch zum Kindergärtner und die WKO unterstützt das womöglich noch.

Carlos Clementin
01
28.10.2011, 09:32

Das finanzielle ist leider nicht das einzige was zählt. Die Arbeitnehmer sind von der Persönlichkeit her sehr unterschiedlich. Schicken Sie einen Wissenschaftler in den Vertrieb, auch nur bei normalen Forderungen, so können sie ihn damit "Anzündden" wie eine billige Kerze.
Hätte man Ansätze we Mitarbeitergespräche, das Mentor-System, Job rotation besser ausgeführt wären viele besser eingestzt und nicht verbrannt.
Aber in Zeiten des Arbeitskräfteüberschusses und Konkurrenzkampf ist es den Firmen einfach egal! Da ist Kündigen oder Mietmenschen tauschen, tatsächlich die wirtschaftlich sinnvollste Lösung. Und leider müssen viel mehr einen unpassenden Burner-Job wählen - besser als Nix! !

Post(er)
00
28.10.2011, 16:59

Die Probleme würden sich alle von alleine lösen, wenn die Gehälter stimmen.

Die Leute als "krank" darstellen, um sie dann zu "heilen", bei immer mehr Existenzentzug, ist fast sowas wie Folter.

Mit dem Angebot zu "heilen" stellt man die Leute als krank hin, die meisten sind aber lediglich unzufrieden. Logischerweise.

naihoit
01
3.11.2011, 12:28
Sie haben keine Ahnung.

Ausbrennen kann nur, wer brennt, wer für eine Sache entflammt ist.
Das sind engagierte Menschen, Menschen, die daran glauben, daß das, was sie tun, sinnvoll und wichtig ist.
Natürlich brauchen auch diese Menschen Geld um ihren Unterhalt zu finanzieren, aber ein Bisserl mehr Gage ändert überhaupt nichts.
Lob und Anerkennung ist es was diese Menschen brauchen.
Ergebnisse ihrer Arbeit, auf die sie stolz sein können.
Mag ja sein, daß Ihre Einsatzbereitschaft mit ein paar € mtl. mehr erhöht werden kann, aber wenn das tatsächlich der Fall ist, sind Sie garantiert kein "Burn-Out-Fall", sondern nur schlecht bezahlt.

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