Studie "Jugendmonitor"

90 Prozent der Jugendlichen in Sorge um ihre Pensionen

Max Daublebsky, 24. Oktober 2011, 13:30
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    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Jugendliche in Sorge um ihre Zukunft

Jugendliche sehen keinen Generationenkonflikt, fast die Hälfte hat das Gefühl Ältere würden bevorzugt

90 Prozent der Jugendlichen denken, dass Pensionen, Gesundheit und Pflege immer schwerer finanzierbar werden, 60 Prozent sehen dafür in der Zuwanderung von qualifizierten Arbeitern eine Lösung.

Etwa die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass es in Zukunft immer mehr Arbeitsplätze für junge Menschen geben wird. Familien- und Jugendminister Reinhold Mitterlehner präsentierte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Politikwissenschaftler Peter Filzmaier die Ergebnisse des neuen "Jugendmonitors". In der fünften Welle der 2010 begonnen Umfrage für die Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen wurden Meinungen und Einstellungen von Jugendlichen zum Schwerpunkt Pensionen erfragt. Der Studie liegt eine telefonische Befragung von 800 Jugendlichen in einem Zeitraum vom 12. August bis zum 1. September 2011 zugrunde.

"Jugendliche haben realistische Einschätzung des Themas"

Drei Viertel der österreichischen Jugendlichen blicken laut Umfrage nach wie vor mit Optimismus in die Zukunft. "Jugendliche haben eine sehr realistische Einschätzung zum Thema Bevölkerungsentwicklung", so Filzmaier. Befragt wurden sie zur Überalterung der Bevölkerung, zu sinkenden Geburtenraten und zur Zuwanderung. In erster Linie erwarten Jugendliche in Zukunft Probleme bei den Pensionen und eine Anhebung des Pensionsalters.  derStandard.at präsentiert die wichtigsten Ergebnisse.

"Höheres Pensionsalter gerecht"

43 der Jugendlichen halten ein Pensionsalter zwischen 60 und 64 Jahren für gerecht, und immerhin 37 Prozent könnten sogar mit einem Antrittsalter zwischen 65 und 69 Jahren leben. Im Vergleich dazu liegt das faktische Pensionsalter in Österreich heute bei gerade einmal 58 Jahren. So sehen auch beinahe drei Viertel der Jugendlichen die dringende Notwendigkeit für grundsätzliche Reformen, wohingegen nur 14 Prozent glauben, dass Pensionssystem sei langfristig gesichert.

Trotz dieser kritischen Einschätzung der Bevölkerungsentwicklung stehen Jugendliche den älteren Generationen nicht nur negativ gegenüber. So sind sie etwa der Meinung, von der Erfahrung älterer Menschen profitieren zu können. Gleichzeitig meinen aber 52 Prozent, ältere Menschen würden von der Politik besser behandelt als junge. Beinahe die Hälfte sieht im Verhältnis zwischen Jung und Alt aber trotzdem das Verbindende und die Solidarität überwiegen.

Trend zur häuslichen Betreuung

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen spricht sich laut Umfrage für eine häusliche Betreuung von älteren Familienmitgliedern aus, ein Viertel der Befragten konnte dazu allerdings keine Angabe machen. Die Jugendlichen sehen vor allem Ehe- oder Lebenspartner in der Verantwortung für die Betreuung Zuhause, wobei aber auch Kinder und externe Pflegehelfer eine wichtige Rolle in der Pflege spielen sollen.

Mitterlehner: Hauptziel Anhebung des Pensionsalters

Jugendminister Mitterlehner ist "sehr froh über die Ergebnisse des Monitors." In der Forcierung der häuslichen Betreuung sieht er ein großes Einsparungspotenzial für die Zukunft, vor allem weil es "in 40 Jahren über 650.000 über Achtzigjährige mehr geben wird als heute."

Hauptziel muss laut Mitterlehner aber die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters sein. "Es kann nicht sein, dass die Menschen immer länger in Ausbildung und Pension sind, während die Dauer der Erwerbstätigkeit gleichzeitig immer kürzer wird." Auch die Jugendlichen haben dies laut Umfrage richtig erkannt, so der Minister. International sei Österreich mit einem faktischen Antrittsalter von 58 Jahren nur auf dem vorletzten Platz einer OECD-Rangliste. Der jährliche Zuschuss von neun Milliarden Euro müsse durch ein "nachhaltiges Pensionssystem" so rasch wie möglich reduziert werden.

Neuerlich spricht sich Mitterlehner dabei für ein Bonus-Malus System aus und verweist auf Schweden und Finnland. Dort gäbe es bei einem späteren Pensionsalter zusätzliches Geld und bei einem früheren Antritt Abstriche. (Max Daublebsky, derStandard.at, 24. 10. 2011)

Kommentar posten
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Ravenspower
00
24.2.2012, 07:27
Witwenpensionistinnen zocken ab

ich will nicht wissen wieviele witwenpensionistinnen in AT mit einem neuen lebenspartner zusammenleben und dieses faktum vor der PVA verschweigen damit sie ihre pension weiterkassieren können. daher wird der neue lebenspartner dann auch nicht geheiratet weil es sonst auffliegen würde.

hat alles system in österreich.

Ravenspower
00
24.2.2012, 07:22
Pensionsneid manchmal zurecht

wenn ich die pension meiner oma+pflegegeld sehe + sonstige befreiungen dann neide ich ihr zurecht jeden cent!
ihr mann war arbeiter und mindestpensionist, sie selber kam nur auf 15 versicherungsjahre. monatlicher gesamtbetrag: ca. EUR 1600.-

beispiel einer bekannten.
23 jahre, verheiratet, 1 kind.
Mann starb damals an gehirntumor.
sie bekam witwenpension + halbweise.
sie ging bis heute (53) nie mehr arbeiten.

drittes beispiel.
pragmatisierter postler (briefträger) in meinen ort. abgeblich invalide wegen knieschäden. bekam pension mit 45 jahren(!!).
er ist nebenerwerbsbauer und kann komischerweise sehrwohl vom traktor runterspringen und aufsteigen.(knieschäden ade?)

das hatte und hat system in österreich!

Victoria Karl
 
00
21.11.2011, 15:28
sehr interessant wie es in diesem Forum so zugeht

Äußert sich der Sektionschef im Sozialministerium (Walter Pöltner) zum Thema Pensionen - ist die eingehende Meinung der Community das DER keine Ahnung hat wovon er redet und/oder als Beamter der Mund halten sollte.

Werden Jugendliche in einer Studie befragt - ist die Meinung der Community dahingehend einstimmig dass DIE ja keine Ahnung haben wie die "reale" Welt aussähe und/oder sowieso durch Mami und Papi gesponsert werden.

Wenn wir uns unsere Politiker ansehen, und mit Verstand zuhören - WISSEN wir das viele keine Ahnung haben, und DOCH geben diesen Idioten dann noch mit einem Kreuzerl "recht". Warum nehmen wir uns also nicht längst jeder selber an die Nase und vergeuden immer wieder unnötig Zeit damit auf andere hinzupecken.

??

Ravenspower
00
24.2.2012, 07:47
Weiteres Beispiel

andere oma.
verheiratet, 8 kinder. mann starb.
witwenpension, 8x halbweise, kinderbeihilfe + sozial geförderte wohnung.

ging nie mehr arbeiten.

wobei bei acht kindern zugegebenermaßen keine zeit mehr für erwerbsarbeit bleibt.

ABER: das sind genau diese massiven fälle welche den staat das meiste kosten. abgesehen von den noch irreren beamtenpensionen bzw. ruhestandsgenüssen.

das pflegegeld richtet das system dann zugrunde.
kein staat der welt kann sich ein derartiges pflegegeld leisten.
typisch für AT war auch das man diese gelder grosszügig mit schwacher bestandsprüfung jahrelang gewährt hat.

wir erzählt ein alter von damals nix. seit kreisky haben die alten verlernt was es heisst wenig zu haben.

Feuergeist
 
00
24.2.2012, 12:03
Was wäre ihre Alternative?

Victoria Karl
 
00
24.2.2012, 10:01

gegenfrage

was wurde aus den 8 Kindern?

Samhain
01
8.11.2011, 17:03

Ich sorge mich nicht um die Pension, sondern um das Geld welches ich jetzt in das Pensionssystem investiere.

living reef
20
5.11.2011, 08:59
die generation meiner eltern

hat für ihre wohlverdiente pension dahingehend vorgesorgt, als dass es durchschnittlich 2-3 kinder pro familie gab! das bedeutete mit sicherheit auch damals schon verzicht auf so manche "hippen" kosumgüter, allerdings war diese finanzielle einschränkung eine vorausleistung für eine einigermaßen sichere pension um die so manche der heutigen jüngeren generation gerne hätten. sie haben dafü nicht selten viele annehmlichkeiten der konsumgesellschaft inkl. verschuldung. ich muss heute ja alles sofort haben was andere sich auch (vermeintlich) leisten können...da bleibt für kinder (die kosten nun einmal geld) kaum mehr platz

Ravenspower
00
24.2.2012, 07:31
Eltern haben sich die Pension verdient - ahahahaha hahahahah

ja genau. lol
und bei der gelegenheit bestimmt auch noch das kreisky heiratsgeld abkassiert - wohlverdient. richtig?

warn schon geile zeiten. für jeden schas hats was geben.

Satzende
00
26.10.2011, 23:08

pensionsantrttsalter im schnitt 58 ja klar weil es die beamten (frühpensionszwang)nach unten ziehen dank einer regierung die nur im zuckerlverteilen groß ist.Satzende

drKannibalFekter
 
00
26.10.2011, 13:53
Pensionsrefom-Vorschlag Teil 2

Pensionexperten (Marin, Tomandl und Co) werden wegen Unfähigkeit in die Wüste geschickt,
bei der Einführung gibt es eine Verfassungsänderung und keine Diskussionen, Ausnahmen!
Vorerst wird das Budget entsprechend belastet werden aber nach dem Einschleifen und der
Wirkung des neuen Systems kommt es zu Einsparungen zum Jetzt und sichert somit die Zukunft.
* Arbeitsunfähigkeit, Erkrankung im Alter, usw.

35.000,-- = 80% der BMGL = 43.750,-- BMGL (3.125,--)

derzeit (2011) HöchstBMGL 3.609,-- (ASVG, GSVG, BSVG)
ergibt eine Höchstpension von 2.887,-- brutto/Monat

NaWerSagtsDenn
00
8.11.2011, 17:20
Und haben Sie das schon ...

anhand demographischer Zahlen (Bevölkerung nach Jahrgängen, Geburten, Lebeserwartung, etc.) ausgerechnet, was das gegenüber dem derzeitigen System kostet ???

drKannibalFekter
 
00
26.10.2011, 13:52
Pensionsreform-Vorschlag Teil 1

Männer und Frauen ab sofort mit 65 Jahren in die Pension (Übergang 5 Jahre)
Formel für die Regelpension Antritt 65 Arbeitszeit 45 = 110
Frauen erhalten pro geborenem Kind 3 Jahre Beitragszeit ohne Deckelung gutgeschrieben
Wer früher geht* erhält pro Jahr 5% weniger Pension, wer später geht um 10% mehr!
Diese Regelung gilt ab sofort für ALLE in Österreich, OHNE Ausnahmen!
Beamte, Lehrer, Postler, Bahneler, usw. erhalten bei Pensionsantritt 1 Jahresbezug Abfertigung.
Pensionshöhe wird nach heutigem Geldwert mit brutto 2.500,-- Euro pro Monat fixiert (14x/Jahr)
Dafür gilt eine Mindestpension von 1.000,-- Euro pro Monat, für Ehepaare 1.300,--
FF

LT81
01
25.10.2011, 21:20

kein wunder, mein großwater kassiert seit drei jahrzehnten knappe 7 k brutto im monat. er meint, dass er nicht so viel braucht ( 2 k netto reichen, laut seiner aussage), hat sich oft genug dafür eingesetzt. was ist die konsequenz, er hat alles den 20 nichten usw. gegeben. ein nicht zu kleiner teil von ca. 700 k landete im casino. vererben kann er nichts, es ist ja nichts da. wir lieben ihn trotzdem....

[Cotton]
00
26.10.2011, 14:42

700 k im Casino verprasst? Das Finanzministerium freuts ...

LT81
02
25.10.2011, 21:14

macht nichts, wenn der papa oder die mama genug geld hat dann werdet ihr es schon schaffen. die övp sorgt dafür, egal wie unfähig ihr ....na wie auch immer.

okami
01
25.10.2011, 14:51
95 Prozent der Jugendlichen lesen Zeitung, ...

5 Prozent bilden sich danach eine eigene Meinung.

computer says no
03
25.10.2011, 13:23
Umlagefinanziertes Pensionssystem

Ich schlage unserer Regierung vor, anstelle von entbehrlichen Selbstbeweihräucherungsinseraten eine vernünftige Informationskampagne über das umlagefinanzierte Pensionssystem und den Generationenvertrag zu starten, denn was hier im Forum an Schwachsinnigkeiten zu lesen ist, geht nicht auf die sprichwörtliche Kuhhaut.

Robert Alexander
14
25.10.2011, 14:53
Das ist absolut richtig und man liest fast täglich eine völlig schwachsinnige "Experten"meinung. Ich kann das Pensionistenbashing schon nicht mehr hören.

Bitte wann und wo ging es den "Jungen" je so gut wie heute? Sie leben in coolem Luxus, haben alle Bildungschancen und keine Probleme bei der Suche von Arbeit, wenn sie die nicht scheuen, was die meisten nicht tun. Das alles ist nichts als blanker Unsinn und die Prognosen sind so falsch wie nur was, sogar die kurzfristigen. Letztes Beispiel: bei der Berechnung der Erhöhung des Bundeszuschusses für die Pensionen hat man sich für 2011 um 400,000.000,-- Euro verrechnet. D.s. fast 40%; um diese Summe ist er nämlich geringer(!) als die ach so klugen "Experten" vorriges Jahr prognostiziert haben. Abgesehen davon fragt sich, warum man immer von "dem Pensionssystem" spricht. Das ASVG - System deckt sich zu 90%(!) selbst, da liegt es nicht im Argen.

Feuergeist
 
00
21.11.2011, 15:59
Die scheuen die Arbeit nicht?

Interessant....wir würden jedes Jahr bis zu drei Lehrlinge ausbilden....wenn sich nur welche vorstellen komemn würden
(wir sind ein Stahlverabeitender Betrieb, also körperliche Arbeit, Lehrberuf: Stahlbauschlosser und Fahrzeugbauer)

Victoria Karl
 
01
21.11.2011, 16:23
nicht wegen der arbeit selbst

sondern wegen der Entwertung des Handwerks

der Fahrzeugbauer (Geselle oder Meister) der das Fahrzeug baut auf KV-Basis eingestellt damit man sich den Ingenieur der PRAKTISCH keine Ahnung hat überhaupt leisten kann - damit er seine Unterschrift drunter setzt.

Feuergeist
 
00
22.11.2011, 08:12
Ja, das stimmt leider auch.

Victoria Karl
 
01
21.11.2011, 16:26
man "ist ja heute nix mehr"

ohne Titel,...

und der sagt dann auch nicht wirklich was aus

jane doe2
02
26.10.2011, 19:31

Dazu möchte ich Ihnen sagen:

Ohne Wahnsinnsausbildung geht heute gar nichts mehr, Flexibilität ohne Ende wird verlangt, der Druck wird immer größer (Lohndumping durch Osterweiterung), der Gehalt/Lohn immer kleiner trotz guter Ausbildung, Familiengründung mit Wohnung beinahe unmöglich (vom Haus reden wir gar nicht), Pensionsaussichten keine dafür arbeiten bis man tot umfällt! Früher hat man zwar mehr Wochenstunden gearbeitet, die Produktivität (Druck und Stress) war aber auch um vieles geringer, und man hatte auch nicht die dauernde Angst eines Jobverlustes!

living reef
00
5.11.2011, 09:02
und familien hatten trotz weniger geld mehr kinder!

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