Strategie

Die elitären Apple-Preise sind Vergangenheit

Analyse | 24. Oktober 2011, 13:35

Weitere Preissenkungen könnten im Wettstreit mit Android-Phones und -Tablets bald notwendig werden

Apple gilt noch immer als eine der teuersten Computer-Marken, obwohl das Unternehmen in den vergangenen Jahren seine Preisstrategie geändert hat. iPhone, MacBook, iPad und Co spielen zwar bei den Kosten nach wie vor in der High-End-Liga, doch die elitären Preise gehören der Vergangenheit an. Um im Wettkampf gegen Android nicht auf der Strecke zu bleiben, dürften weitere Preissenkungen bald notwendig werden.

MacBook Air vs. Ultrabooks

Als bestes Beispiel für Apples Wandel bei der Preisstrategie gilt das MacBook Air. Der schmale Laptop kam 2008 zu einem Preis von rund 1.800 Euro für das 13-Zoll-Modell auf den Markt. Aktuell ist das größere der beiden Air-Modelle ab 1.249 Euro erhältlich. Der 11-Zöller kostet nur mehr 949 Euro. Zwar gibt es deutlich billigere Notebooks und Netbooks mit Windows und Linux. Doch bei der Kategorie der Ultrabooks, die wie das Air auf ein besonders dünnes, stabiles Gehäuse und schnelle Komponenten wie die aktuellen Intel-Prozessoren setzen, bewegt sich die Konkurrenz auf dem gleichen Preisniveau. Vorgabe für die Ultrasbooks ist ein Preis ab 1.000 Dollar.

iPhone-Preise

High-End-Smartphones bewegen sich preislich ohne Vertrag alle in etwa auf einer Linie. Unter 600 Euro wird man bei neuen Geräten praktisch nicht fündig. Ohne Vertrag ist das 4S hierzulande ab 629 Euro erhältlich. Das Galaxy Nexus kommt im November ab 679 Euro auf den Markt. Das Nokia N9 kostet 619 Euro. Und dennoch gibt es das neue Apple-Smartphone vor allem bei den US-Providern günstiger als viele Konkurrenten. So wird es in den USA mit einem Zwei-Jahres-Vertrag bei allen Providern ab 199 US-Dollar angeboten. Das Droid Bionic gibt es zu denselben Konditionen bei Verizon etwa ab 300 Dollar, das Samsung Galaxy S II bei T-Mobile ab 230 Dollar, vergleicht die New York Times. In Österreich sehen die Preise anders aus. Hier bietet etwa T-Mobile das 4S schon ab 99 Euro an, sofern man bereit ist 45 Euro im Monat zu zahlen. Das Galaxy S II gibt es mit demselben Tarif ab 0 Euro.

Größere Produktionsvolumen

Analysten führen die gesunkenen Apple-Preise der vergangenen Jahre auf höhere Produktionsvolumina zurück. Apple ist iSuppli zufolge der größte Einkäufer von Flash-Speicher-Chips weltweit. Mit einer Kriegskasse von 82 Milliarden US-Dollar in Cash und Preisen, die deutlich über den Produktionskosten liegen, hat Apple noch einen großen Spielraum, um die Preise weiter zu senken. Laut iSuppli belaufen sich Produktionskosten für das iPhone 4S mit 16 GB Speicher gerade einmal auf 136 Euro.

Billigere Konkurrenz

Und weitere Preissenkungen könnten für Apple noch entscheidend werden. Das iPad etwa ist mit einem Startpreis von 479 Euro billiger als viele Beobachter von einem Apple-Tablet erwartet hatten. Samsung und Motorola haben ihren iPad-Konkurrenten mit ähnlichen, teils höheren Einstiegspreisen auf den Markt gebracht. Und so stellen die Android-Tablets bislang mengenmäßig keine reale Bedrohung für das iPad dar. Im vierten Quartal verkaufte Apple 11,1 Millionen iPads. Im Vergleich dazu sollen insgesamt erst sechs Millionen Android-Tablets verkauft worden sein, wie Android-Chefentwickler Andy Rubin laut Engadget kürzlich auf der AsiaD-Konferenz bekannt gab. Mit aggressiven Preisbrechern wie dem Amazon Kindle Fire, das nur 199 Dollar kostet, könnte Android auch den Tablet-Markt für sich gewinnen, wie es schon den Smartphone-Markt erobert hat. Allerdings nur, wenn Amazons Strategie mit gesteigerten Content-Verkäufen aufgeht, denn der Marktpreis des Kindle Fire liegt unter den Produktionskosten. (red/derStandard.at, 24. Oktober 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 367
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Cali Fornia
00
31.10.2011, 13:10

Man sollt laut vielen hier also eher zu Windows greifen, da man sich da zwangsweise etwas mit der Materie auseinandersetzten muss und daher zwangsläufig eher im Stande ist, die Sicherheit des Systems aufrecht zu erhalten?
Schöne Logik.

ThoNi2x
 
00
29.10.2011, 10:00

Tja, nur sollte man sich die Ultrabooks mal genauer anschaun. Sind die im Aufriss nicht alle keilförmig? Wenn ja, dann werden sie von Anfang an alle das Geschmacksmuster des Airs kopieren! LoL

Kluger Hans
04
25.10.2011, 19:29
Solange die iOS Geräte genau das machen,

was ich brauche, wird es schwer sein, mich zu etwas anderem zu bringen. Warum auch? Nicht einmal die Schönheit sticht.

Kaffeeschlürfer
16
25.10.2011, 13:15
...

PEINLICH dass der Redaktionsfehler von den New York Times einfach übernommen wurde und nichtmal ausgebessert wird!
Nun weise ich das 3. mal darauf hin, dass das bei T-Mobile um 230 USD angebotene SGS2 die LTE Version ist mit größerem Display, LTE Chipsatz und mit 1,5Ghz CPU!! Das Ding gibts bei uns nicht mal, somit kann man es auch nicht mit dem 0€ Angeboten des SGS2 (Standard) in Österreich vergleichen und behaupten dass Apple billiger und besser wäre ... bekommt ihr von Apple bezahlt oder krigt jeder Redakteur so ein Eierfone in die Hand gedrückt damit er nur Positives über Apple berichten kann? Da kann ich doch gleich Krone lesen wenn ich auf falsch übernommene Infos keinen Wert lege ...

Agent Strasser, Ernesto
41
25.10.2011, 12:05
Selbst...

...wenn es nur die Hälfte eines Android-Handys/Tablets kostet, würde ich trotzdem das Android-Teil nehmen.

Mag zwar sein das Apple die Touch-OS´s massentauglich gemacht hat, aber seit dem haben sie sich nicht mehr weiterentwickelt.

Cleast
15
25.10.2011, 09:47

Die Preissenkung des Air war lange, bevor die ersten Ultrabooks auf den Markt kamen (gibts die überhaupt schon, oder sind das alles noch Ankündigungen?), weil niemand die Airs um den anfänglichen Preis kaufen wollte.

Kaffeeschlürfer
40
25.10.2011, 15:40
ich würd´s nicht um 1/10 ...

eines gscheiten Rechners kaufen ...
woher krigst immer wieder die Mac Software?
Nene ... viel zu viele Programme die rein auf Windows laufen und auf die ich nicht verzichten könnte! Wenn man nur Photoshop macht ... oder Ableton ... naja ... gibts auch billigere und gleichwertige Hardware ... a Apferl is halt schicker in der Mensa!

hellfast
00
26.10.2011, 07:45

du meinst deine lieblings-shooter?

Dikerogammarus villosus
01
25.10.2011, 22:03
das mit der Software ist ein Gerücht...

... dass sich hartnäckig schon seit Jahren hält. Ja es gibt sicher einige (gaaaanz wenige) Spezialsoftware die es nur für Windows gibt (mir fällt zwar grad keine ein), aber seit ich Mac benutze habe ich viel Software die es nicht für Windows gibt und ich würde die echt vermissen wenn ich Windows benutzen müsste.
Softwarebezug ist wohl "Dodel-einfach": AppStore oder sonst wo aus dem Internet downloaden. Es gibt viele Seiten die sich nur mit Reviews für Macsoftware beschäftigen, da findet man oft Sachen an die man im Traum nicht gedacht hat das es sowas gibt. Ich kann für mich auf jeden Fall behaupten, dass mich Windows mehr einschränkte.

Duke771
01
25.10.2011, 17:42

Die Mac Software bekommt man indem man sie kauft. Was läuft denn zB nicht auf OSX?

4freedom
00
26.10.2011, 17:45
Die meisten Autodesk Produkte

laufen nicht native auf OS X. Mit Bootcamp oder Virtualisierung lässt sich aber auch das Lösen.

Mit einem Mac habe ich zwei Welten und kann praktisch jede angebotene Software nutzen.

Wenn man Macs mit ähnlich ausgestatten Windows Marken PCs vergleicht sind die Unterschiede marginal.

Kaffeeschlürfer
00
27.10.2011, 12:20
THX ...

es laufen auch viele andere Konstruktionsprogramme wie PTC oder SolidWorks nicht darauf ... dass sich etwas "Lösen" lässt ist ja lt. Apple nicht der Sinn der Sache! Installieren und fertig ...

Es gehen auch einige Programme aus dem DAW Bereich welche ich privat nutze nicht auf einem Mac ... siehe Reason Rebirth, Fruity Loops, ect!

Dass man JEDE Software für den Mac bekommt ist schlicht falsch ... ich weiss es nicht, aber gibst SAP für Mac? Hätt ich noch nie gesehen!

Nur weil Adobe drauf läuft heisst´s nicht das ist "alles Software" was man jemals brauchen könnt!

salenoz
 
29
25.10.2011, 08:44
"Vorgabe für die Ultrasbooks ist ein Preis ab 1.000 Dollar."

Stimmt nicht. Intel hat gesagt Ultrabooks sollten i.d.R. UNTER 1000$ kosten

Tannenelch
14
25.10.2011, 08:32
"Vorgabe für die Ultrasbooks ist ein Preis ab 1.000 Dollar."

Vorgabe von wem? Von "oben"?

Leider wirklich ein ziemlicher Stilblütenartikel.

Amanda
20
25.10.2011, 08:46

Realität? Fremdwort?

Tannenelch
01
25.10.2011, 08:52

Realität: wie salenoz oben anmerkt, eher bis 1.000 USD
Fremdwort: definitiv "Ultrasbook"

StewieGriffin
02
25.10.2011, 19:42

Ein spezielles Buch für Ultras? Aber ob die wirklich die 1000€ ausgeben können, wage ich zu bezweifeln!

Der Biber
01
26.10.2011, 10:43

Das Ultras Book, speziell aus kevlar verstärktem Aluminium Magnesium Unibody. Damit mans den Violetten über den Schädel ziehen kann und danch gleich die Fotos auf FB psoten.

Amanda
00
25.10.2011, 11:48
salenoz sieht nur einen denkbar schmalen Ausschnitt der

Realität; ich tat mich auf dem Gebiet nicht auf ihn berufen.

In Zweijahresfrist, spätestens, wird sich an den Preisen etwas ändern, doch wir reden von der Gegenwart - zumeist.

Tannenelch
01
25.10.2011, 12:26

Die Vorgabe ist übrigens von König Salomo: nicht über 1.000 USD und nicht unter, sondern "around" ;-)

http://retailadvantage.intel.com/blog/post... -ultrabook

Tannenelch
01
25.10.2011, 12:22
Einverstanden

Schön wärs, wenn die Standard-red hie und da auch solche Sätze erklären würde.

Sonst heißts auch dauernd "Insider berichten", "unter Berufung auf Analysten" oder "laut Engadget". Zusammengoogeln kann man sich eh alles, nur soll das nicht Sinn der Sache sein.

Duke771
01
25.10.2011, 08:40

Vorgabe von Intel, die die Ultrabooks spezifiziert haben.

ddog74
518
25.10.2011, 08:14
...billiger? Ja gerne!

Aber nur wenn es sich nicht auf die Integration auswirkt! Apple Produkte haben für mich einen großen Vorteil, ich kann sie benutzen ohne mich groß damit auseinandersetzen zu müssen. Und genau das ist der Grund warum ich bisher auch bereit war etwas mehr dafür zu bezahlen. Ich muss mich nicht mit dem Werkzeug beschäftigen, sondern kann mich mit meiner eigentlichen Arbeit beschäftigen. Android ist mit Sicherheit eines der besten Zellenprodukte und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in vielen Teilen innovativer bzw. "offener", doch durch die Kombination von Mac, Macbook, iPad und iPhone habe ich ein vollständig integriertes System vor mir und kann mich ganz auf meine Tätigkeit konzentrieren ohne mich mit dem System auseinander zu setzen.

Kaffeeschlürfer
01
25.10.2011, 15:11
Android Geräte ...

können Sie auch so wie sie sind benutzen ... selbst da haben Sie schon Vorteile gegenüber von iOS ...
Wenn Sie sich gegen Android an sich wehren, weil es ihnen zu viele Möglichkeiten bietet und zu kompliziert ist (wird es zugegebener Maßen da man wirklich viel personalisieren kann, über Apps oder Roms umstellen ect.) dann können Sie noch immer zu Bada greifen! Dieses System ist z.B. auf dem Wave drauf! Unterschied sind die Kosten ... aber wers hat, der hats ... ein Apple ist weder wegen seiner Software noch wegen seiner Hardware zu kaufen! Die Leut kennen´s halt weil man´s überall unter die Nase gehalten bekommt, die Marke ist schick und das wars ...

kh g
00
27.10.2011, 10:20
Apple ist schick?

Nein, schön.

Legen Sie etwa ein iphone 4 neben ein potthässliches HTC Desire HD (das mit der Warze).

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