Veto gegen Rumänien

Basescu: Niederlande haben Schengen-Abkommen nicht eingehalten

24. Oktober 2011, 06:42

Erweiterung könnte bei nächster Tagung des Europäischen Rates thematisiert werden

Bukarest - Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu hat anlässlich der Herbsttagung des Europäischen Rates in Brüssel am Sonntag erklärt, dass die Niederlande eine geltende politische Abmachung nicht eingehalten hätten, als sie den von Rumänien angestrebten Schengen-Beitritt verhinderten. Die Niederlande und Finnland hatten im September innerhalb des Ausschusses für Bürgerfreiheiten, Justiz und Inneres (JAI) im EU-Parlament ihr Veto gegen die Aufnahme Rumäniens und Bulgariens eingelegt, mit der Begründung, die beiden Länder könnten zu wenig Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung und der Justizreform vorweisen.

"Es gibt zwei wesentliche Verpflichtungen, welche Staaten, die in die EU aufgenommen werden, einhalten müssen: die Erfüllung aller technischen Bedingungen für den Schengen-Beitritt und die Erfüllung aller technischen Bedingungen für den Beitritt zur Eurozone. Rumänien hat diese Verpflichtung erfüllt. Die Niederlande und Finnland haben sich geweigert, das Abkommen umzusetzen", sagte Basescu.

Erweiterung soll auf Tagesordnung

Basescu erinnerte zudem an eine Aussage des Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, wonach die Angelegenheit der Erweiterung des Schengener Raumes auf die Tagesordnung der nächsten Tagung des Europäischen Rates gesetzt werde, wenn bis Dezember kein Kompromiss erzielt werden könne. Dabei müsse sich diese Kompromisslösung mit jeder decken, die mit Frankreich und Deutschland erreicht worden war, betonte Basescu.

Nachdem die beiden EU-Größen sich vor rund einem Jahr gegen eine Aufnahme Rumäniens und Bulgariens ausgesprochen hatten, einigte man sich darauf, dass der Beitritt in zwei Schritten erfolge, wobei heuer nur die Luft- und Seegrenzen geöffnet werden sollen. Erst nach Vorliegen des Prüfberichts der Europäischen Kommission zum Fortschritt der Justizreform im Juli 2012 sollen dann auch die terrestrischen Grenzübergänge an den grenzfreien Raum angeschlossen werden. (APA)

das ist fix
01
24.3.2012, 11:25

Grundsätzlich habe ich mehr Vertrauen in die Niederlande die Schengen-Maßnahmen einzuhalten, als in Rumänien und Bulgarien, schon alleine weil diese beiden Staaten sich in einer ungleich schwierigeren Randlage befinden.

Fritz van Thom
05
24.10.2011, 14:05
Österreich raus aus Schengen?!

" Die Niederlande und Finnland hatten im September innerhalb des Ausschusses für Bürgerfreiheiten, Justiz und Inneres (JAI) im EU-Parlament ihr Veto gegen die Aufnahme Rumäniens und Bulgariens eingelegt, mit der Begründung, die beiden Länder könnten zu wenig Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung (...) vorweisen."

?und
01
24.10.2011, 10:31
die erfüllung von technischen bedingungen reicht für den schengenbeitritt?

was, wenn die korruptionbereitschaft des systems diese technischen mittel erst gar nicht einsetzt?

U-Bahn Steuer
00
24.10.2011, 10:12

"terrestrische grenzübergänge"

oidaoida!

thailandpeter2
00
22.12.2011, 05:29

star trek laesst gruessen...

Der Manner
312
24.10.2011, 08:39

Blumen für Holland und Finnland! Vielen Dank!

Walter Kaiser.
03
24.10.2011, 09:15
Blumen haben die Niederländer selber ...

die brauchens nicht. Aber vielleicht schenkens denen ein paar cm Dammhöhe?

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