Videocast von Robert Misik - Folge 204

Erwin Pröll, der Kommunist aus Niederösterreich

23. Oktober 2011, 18:18

Plötzlich sind alle meiner Meinung. Wie is das nur möglich?

1. Aus der Reihe - Preise, die plötzlich nicht mehr sehr begehrt sind: Der "Internationalen Gaddafi-Preis für Menschenrechte"?

2. Hochegger: Untersuchungshaftverschonung für's Anpatzen der Anderen? Na, da weiß einer, wer ihm die Millionen zuschanzte und jetzt noch dafür sorgt, dass er auf freien Fuss bleibt.

3. Finanzkrise: Huch, ich werde Mainstream. Der SPD-Chef Sigmar Gabriel, Angela Merkel, der Economist, Erwin Pröll, EU-Kommissar Barnier und und und: Plötzlich übernehmen alle, was ich hier seit Jahren predige. Aber ist ja schön.

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MBR
30
31.10.2011, 09:45

keine neue misik folge?
das war absehbar

Zenon
02
30.10.2011, 22:40
Jetzt bin ich verwirrt

Als sporadischen Medienkonsumenten sieht das für mich so aus:

Die SPÖ fordert "Vermögenssteuern" (meint sie damit nur Barvermögen, oder auch Ländereien, Häuser und Stiftungen?). Die ÖVP ist strikt gegen Steuern auf Vermögen, sowie gegen Erbschafts- und Schenkungssteuer, weil sie leistungsfeindlich sei.

Pröll will jetzt Besserverdiener höher besteuern, weil die im Vergleich zu Erben ja nix leisten. Medien feiern das als Annäherung an die SPÖ.

*facepalm*

Übrigens kann man Grund anscheinend nicht höher besteuern weil der sonst ins Ausland abwandert...

Denkt hier noch wer mit?

Ich will ja nicht behaupten, ich hätte den Durchblick in Wirtschafts und Steuerangelegenheiten, aber für wie dumm sollen wir uns verkaufen lassen?

Michael Ban
10
27.10.2011, 12:51
ist doch gut...

aber pröll zu kopieren .... ist arg... schande auf dich .... ich bete für dich.. aber du drinkst schon das blut gottes... griechischer wein

El Gecko
00
25.10.2011, 03:10
Das raten von angeschlagenen Staaten zu verbieten

halte ich für gefährlich, da dieses Verbot auf den Märkten wahrscheinlich als das schlimmste Rating überhaupt interpretiert wird.

vanitas
01
26.10.2011, 00:24
Das wäre wohl nicht der richtige Weg.

Wenn schon müsste man das Raten von Staaten generell verbieten bzw. das Raten durch private Agenturen überhaupt verbieten, und das Ganze durch eine übernationale Institution ersetzen.
Was aber wohl nicht so einfach umsetzbar ist.
Folge 189 fand ich diesbezüglich sehr interessant.

Isegrim1
00
26.10.2011, 10:21

Also ich würde keiner staatlichen Ratingagentur glauben, da glaube ich noch mehr an die privaten, da weiß man wenigsten wo man ist.

vanitas
01
26.10.2011, 14:36
Die Glaubwürdigkeit einer übernationalen Ratingagentur wäre natürlich auch so eine Sache.

Allerdings sind die privaten Agentur auch nicht glaubwürdiger (siehe z.B. Island: AAA wenige Monaten vor dem "Staatsbankrott", oder Wertpapierbetrug Goldman Sachs).
Da die Ratingagenturen von den Herausgebern dafür bezahlt werden die Wertpapiere zu bewerten, würde ich das mal als kleinen Interessenskonflikt bezeichnen ;)
Das Problem an diesen Ratings ist halt, dass sie laufende Entwicklungen verstärken, und im Falle von angeschlagen Staaten, trotz Reformbemühungen, die Abwärtsspirale beschleunigen, was im Endeffekt den Staatsbürgern/Steuerzahlern schadet.
Vllt. sollte man das Raten auch einfach ganz bleiben lassen (so dass Käufer selbst das Risiko abwiegen müssen) oder die Märkte so umfunktionieren dass diese weniger hysterisch reagieren.

Balduin
00
26.10.2011, 16:18
Das ist sicher die unangenehme Seite.

Wünschenswert wäre gewesen, die hätten auch schon vor der Krise ihre Arbeit gemacht.

Balduin
10
26.10.2011, 08:42
Aha - und die würde dann natürlich Griechenland, Italien, Portugal und Co viel besser bewerten.

Bzw. wenn sie es tatsächlich tut, wer würde sie ernst nehmen?

Nikolaus Lackner
01
25.10.2011, 01:12
Ein Hoch! Auf den Weisen Führer..

... der Blau-Gelben innerösterreichischen Sowjetrepublik.

Möge die unschätzbare Freude über seine Solidarität mit den Geknechteten niemals enden.

Nicht ohne Grund hat er schon mehrmals zurecht Die Dealer des Opiums fürs Volk zurecht gewiesen.

So falle er niemals vom Himmel, wie die Sonne über Kärnten es tat. Auch wenn er mehr Wein verträgt als diese.

vanitas
01
24.10.2011, 23:23
Ganz Ihrer Meinung

Ich habe auch den Eindruck, dass gerade ein öffentlicher und medialer Umdenkprozess im Gange ist.
Aber dass sogar der Economist hier enstimmt, ist wirklich bemerkenswert, eigentlich fast schon beängstigend.

flotter denker
10
25.10.2011, 06:20
Der Economist ist angelsaechsisch dominiert

Und die Angelsachsen sind im Allgemeinen ziemlich pragmatische Leute, die sich weder in Geldsachen noch in der Politik allzusehr auf Ideologien verlassen.
Die machen mehr trial and error. Was heisst, dass sie
a) schon mal bald was ausprobieren, ohne es bis zur letzten Kleinigkeit auszuarbeiten - das macht sie schnell und dafuer aber
b) wenn sie erkennen, dass es schief laeuft, bereit sind, alles zu aendern.

.MS.
11
24.10.2011, 22:51
Soso, den "Internationalen Gaddafi-Preis für Menschenrechte" will keiner mehr

Da waren Sie ja einmal wirklich von Anfang an Mainstream. Diesen Diktator muss die Nato wegbomben war der Tenor Anfang des Jahres - natürlich zum Schutz der Zivilbevölkerung.
Dass diese Obersten Verfechter der Menschenreche den Exdiktor dann nicht vor Gericht stellen sondern einfach niederschießen kann man noch als Betriebsunfall verbuchen.
Aber was ist mit den angeblichen oder echten Gaddafi-Anhängern, die seit Monaten massakriert werden?
Was ist mit dem Plan einen islamistischen Staat einzurichten?
Muss hier die Zivilbevölkerung nicht geschützt werden?
Sollte ein ständiger Kritiker der Politik und des Mainstreams nicht auch ein paar Worte darüber verlieren, dass die Nato da völlig planlos, aktionistisch und gierig hinein gestolpert ist?

YuandI
00
25.10.2011, 13:35
Burgstaller-Methode

... egal wie - aber der Kasperl muss seinen Schmäh - und die Frau Burgstaller einen "unangenehmen" Redner namens Ziegler - los werden.

Manchen finden das interessant ... naja ..

sturmy
11
25.10.2011, 08:25
Berlusconi, Sarkozy und andere Campingkumpel....

flotter denker
30
24.10.2011, 21:46
Wir verbieten Ratings - und alles wird gut

Selten so einen Schwachsinn gehoert.
Die Staaten muessen entschuldet werden. Das ist das Einzige, was laengerfristig hilft.

lessismore
01
25.10.2011, 04:16

Regierungen, die sich von Rating-Agenturen auf der Nase herumtanzen lassen, GEBÜHRT ein schlechtes Rating.

Offensichtlich.

vanitas
01
24.10.2011, 23:08
Richter Schritt

Es sagt ja niemand, dass dann alles gut wird, es wäre aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Aus welchem Grund gibt man einer privatwirtschaftlichen Einrichtung die Macht, einen derartig großen Einfluß auf demokratisch gewählte Staaten zu haben?

flotter denker
00
25.10.2011, 06:15
Die Existenz und der Einfluss von Ratingagenturen ist nur vordergruendig der Kern des Problems.

1) Die Macht der Ratingagenturen ist ja keine formale, sondern eine faktische, die daher ruehrt, dass viele Investoren (Geldgeber) ratings als eine wesentliche Grundlage fuer ihre Entscheidung nehmen, ob und wenn ja zu welchen Konditionen sie an wen Geld verleihen. Diese Entscheidungen wuerden aber auch ohne Ratingagenturen getroffen und ob das dann rationaler und vorhersehbarer abginge, halt ich fuer sehr zweifelhaft.
2) Die Entscheidungen der Geldgeber sind fuer die Staaten ja nur deshalb ein Problem, weil sie gezwungen sind, sich Geld auszuborgen. Haetten sie in der Vergangenheit besser gewirtschaftet, haetten sie das Problem nicht.

vanitas
01
26.10.2011, 01:16
Teilweise geb ich Ihnen recht

Das Problem ist aber, dass
(zu 1) ein schlechtes Rating zur falschen Zeit, z.B. Reformanstrengungen zunichte machen können und einen unnötigen Teufelskreis verursacht, welcher niemandem hilft, außer vielleicht ein paar Leuten die auf der Börse darauf wetten.
Die hysterischen Märkte reagieren einfach zu sensibel auf solche Meldungen.
Wieviel man von Ratings halten kann, hat ja bereits die Vergangenheit gezeigt (z.B. Fünf Monate vor der Pleite der isländischen Banken hat Moodys's Island mit der Höchstnote "Aaa" gerated).
(zu 2) Leider sind fast alle Staaten verschuldet. Scheint wohl ein Attribut unseres Systems zu sein ;)

Ernest_Hemingway
26
24.10.2011, 19:48
Erwin Pröll ein Kommunist?

Marx rotiert im Grab und Lenin weint.

Der Herr LH Pröll ist der herrschsüchtigste, geldgeilste, korrupteste, imperialistischste, kapitalistischste und leider noch immer politisch lebende Despot der Welt.

Passen Sie bitte auf, was Sie von sich geben. Der Mann hat Beziehungen, dass Sie bald die Aufnahmen fürs Wetterpanorama machen.

Warum stürzt den Glatzerten niemand? Wir NÖ'ler hätten jeden Grund dazu.

MBR
110
24.10.2011, 16:43

fs madig

sawi48
05
24.10.2011, 16:15
Wenn ich mir manche Postings durchlese,

frage ich mich, was in Leuten vorgeht, die jemanden anpatzen/eigentlich schon vernadern, obwohl man merkt, daß sie das Video gar nicht angeschaut hat ??

MBR
30
25.10.2011, 13:39

das video stinkt dermaßen nach eigenlob. eine nähere betrachtung ist nicht empfehlenswert

Cesarus55
60
24.10.2011, 15:59
Pröll will unbedingt Bundespräsident werden

Deswegen sagt er jetzt Sachen die sogar Misik gefallen. Und der ist so naiv und fällt natürlich sofort darauf rein.

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