Cristina Fernández de Kirchner gewinnt Präsidentenwahl
24. Oktober 2011, 13:41
Amtsinhaberin gewinnt klar mit 53 Prozent der Stimmen - Mehrheit im Kongress fraglich
Buenos Aires - Bei der Präsidentschaftswahl in Argentinien hat Amtsinhaberin Cristina Fernández
de Kirchner einen deutlichen Sieg gefeiert. Die gemäßigte Linkspolitikerin erhielt
nach ersten offiziellen Ergebnissen am Sonntag knapp 53 Prozent der Stimmen und
steht damit vor einer zweiten Amtszeit von vier Jahren. Mit knapp 17 Prozent
liegt der sozialistische Provinzgouverneur Hermes Binner weit abgeschlagen auf
Platz zwei, wie die Regierung nach Auszählung von rund 30 Prozent der Wahllokale
mitteilte.
Die 58-jährige Witwe des vorherigen Präsidenten Nestor Kirchner konnte sich
im Wahlkampf auf die boomende Wirtschaft und die niedrige Arbeitslosigkeit
stützen. Zudem profitierte sie von der Schwäche der Herausforderer. Es könnte
der deutlichste Sieg bei einer Präsidentenwahl in Argentinien seit 1973 werden,
als Juan Domingo Peron 62 Prozent der Stimmen bekam.
Mehrheit im Kongress fraglich
Mit Spannung wird erwartet, ob Fernández Kirchner und ihre Peronistische
Partei auch die Mehrheit im Kongress zurückerobern können. Dies würde es der
Präsidentin erleichtern, ihre umstrittene Wirtschaftspolitik fortzusetzen.
Kritiker werfen der Regierung vor, die Unabhängigkeit der Notenbank zu
missachten und Inflationsdaten in der drittgrößten Volkswirtschaft
Lateinamerikas schönzurechnen.
Zudem wird Fernández de Kirchner vorgehalten, sich mit Preisobergrenzen und
Exportvorschriften zu stark in die Marktwirtschaft einzumischen. Doch angesichts
der anhaltend hohen Wachstumsraten von durchschnittlich mehr als sieben Prozent
und den niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit rund 20 Jahren kann Fernández
Kirchner auf einen großen Rückhalt in der Bevölkerung setzen.
Wahlbeteiligung unter 75 Prozent
Ob sich zunehmende Wohlstand und Erfolg aber festigen werden, hängt nach
Einschätzung von Analysten vor allem davon ab, ob die Präsidentin die Teuerung
in den Griff bekommt. Denn nach Einschätzung von Volkswirten beträgt die
Inflation fast 25 Prozent, was vor allem die kleineren Einkommen trifft. Und ein
sich abzeichnender Rückgang des Weltmarktpreises für Soja, dem wichtigsten
Exportprodukt Argentiniens, und eine konjunkturelle Abkühlung im Nachbarland
Brasilien, dem wichtigsten Handelspartner, könnte der Linksperonistin das
Regieren erschweren.
Knapp 29 Millionen Bürger waren am Sonntag außerdem aufgerufen, die Hälfte
der Abgeordneten sowie ein Drittel der Senatoren neu zu bestimmen. Es wurden
keine Zwischenfälle gemeldet, sagte Innenminister Florencio Randazzo nach dem
Ende der Stimmabgabe. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlbehörden
unter den 75 Prozent, die bisher stets seit dem Ende der Militärdiktatur 1983
verzeichnet worden waren. (APA)
Vielleicht sollte man dabei erwaehnen, dass in Argentinien alle Wahlberechtigten bis zu einem Alter von 70 Jahren zum Waehlen verpflichtet sind und die Teilnahme an der Wahl im Personalausweis dokumentiert wird...
ich haenge grad in argentinien rum und laut lokalen median hat die kirchner mit 76 prozent gewonnen. meiner meinung nach, ist das erschreckend hoch... aber bitte es lebe die demokratie
der einige inhaltliche input seitens des qualtätsmediums..
neben dieser gapasteten apa-meldung betrifft das haarerichten. toll!
wenns schon niemanden in der red. gibt, der darüber schreiben kann oder will, könnte man sich wenigstens sowas ersparen.
Beim Haarerichten - eine Zitrone für derstandard.at!!!
solange ihr eine eigene diestandard-seite betreibt ist es wohl egal was ihr wie auf derstandard argumentiert. "beim haarerichten" hat ungefähr soviel informationswert wie "beim naseputzen", außer natürlich der sexismus den der satz samt bild von der frau präsident transportiert.
eine frau ist präsident und richtet sich die haare, eh kloa sieht sie auch noch recht gut dabei aus. vor einigen wochen habt ohr geschrieben wieviel sie für schuhe ausgegeben haben soll.
ist es das was derstandard transportieren möchte? ist sie nicht feministin oder hässlich genug um faire, sexismusfreie berichterstattung zu verdienen? nicht genug frau? oder zuviel frau? wie hättma´s denn gern?
Immerhin erhebt Argentinien weiterhin Anspruch auf die Malwinen (Falkland Inseln) und liegt gerade im Clinch mit GB weil die dort nach Öl/Gas suchen.
Endlich mal eine weibliche Diktatorin die runter gemacht wird! Ich freue mich schon auf die mediale Hetze wenn GB die ersten atomaren Sprengkörper in Form von Raketen auf Argentinien herab regnen lässt.
Warum sollte Argentinien Anspruch auf die Falklands haben? Die waren noch nie Teil Argentiniens. Aber Busenfreund Hugo - hat der eigentlich wieder Geldkoffer mit Millionen Dollar an Wahlkampfhilfe an Cristina geschickt? - will ja auch die Niederländischen Antillen vom "Kolonialismus befreien".
Und warum sollte GB Atomsprengköpfe auf Argentinien regnen lassen?
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